Disturbed

Disturbed

Der gute Manuel ist nicht nur für einige Kunstwerke verantwortlich oder den ein oder anderen Blogbeitrag. Er sorgt auch regelmäßig für „interessante“ Lese- oder Film-Guck-Erlebnisse.

So auch mit dieser Empfehlung, die ich gerne an Euch weitergeben möchte – falls ihr diese Triologie noch nicht kennt.

Pardadies – Die Triologie von Ulrich Seidl

Ich will gar nicht mehr soviel dazu schreiben. Mich haben sie nachhaltig bedrückt.

Fünfter Tag der Woche

Fünfter Tag der Woche

… ich bat Tante Google um ein Synonym für Freiag und DAS kommt dabei heraus… prima 🙂

Therapiefreie Woche (nächste auch noch) und ich kenn‘ das ja schon. Wenn ich dann so auf mich selbst gestellt bin, mache ich Quatsch oder verliere die Kontrolle oder beides 🙂

DasManuel und ich befinden uns in der Probezeit… So habe ich es glaube ich bei dem Gespräch genannt… Für mich bedeutet das, dass ich mir anschaue, wo das Ganze hingeht. Ich sehe sehr viel mehr Aufmerksamkeit und Zeit, die er mir widmet. Bin nicht sicher, ob das sich richtig anfühlt. Ist das, das natürliche Verhalten oder das schlechte Gewissen? Was kommt danach? Wenn – seiner Meinung nach – alles mal wieder gut sein sollte und die Normalität zurückkehrt? Denn wie der Alltag aussieht, wissen wir eigentlich auch. Deswegen, so sehr ich mich freue und Spaß habe mit ihm, bleibt dieses nervige Warngetute im Hinterkopf an. Misstrauen. Alles hinterfragen. Manchmal nur still für mich, manchmal polternd die Fragen und Vorwürfe vor seine Füße gekotzt. Immer wieder entdecke ich Dinge, wo ich die Wahrheit hätte sehen können. Entdecke alte Emotionen, die total falsch waren, aufgrund der „falschen“ Wahrheit von der ich ausging. Nicht einfach. Und die Frage bleibt: Was probieren wir da eigentlich aus? Was soll das sein? Werden? Wer entscheidet, wann die Probezeit vorbei ist? Gibt es dann ein Feedback-Gespräch und ein Glas Sekt eine Flasche Bier? Ich bin da hin- und hergerissen. Ich finde den Druck an manchen Tagen unerträglich, den Druck, den nur ich mir mache – niemand sonst kann mich so gut fertig machen, wie ich mich selbst.

ABER, um auf diesem Weg mal eine meiner Lieblingsbands zu zitieren:

Türen sind so toll denn wenn ich es recht überlege
öffnen sie dir öffnest du sie immer neue Wege
Türen kannst du aufmachen dann lässt du jemand rein
doch lässt du sie zu heisst das dann für den andern nein

Und wenn eine Tür klemmt, probiert man halt mal eine andere. Auf diesem Um-Weg haben wir letzte Woche Teekesselchen gespielt… Homonym oder ein Polysem finden… Eigentlich spielt man das so, dass man den anderen sein Teekesselchen raten lässt. Wir haben uns einfach welche entgegen geschrieben… Das ist ja auch so ein Fall von Endlosschlaufe in meinem Kopf… einmal angefangen, geht das den gaaaaaanzen Tag… Furchtbar 🙂

Letzten Sonntag war ich mit der leider etwas Blog-verstummten MrsMcH frühstücken. Neben dem, dass wir uns beide unsere unterschiedlich großen Ärsche abgefroren haben bei dem Versuch, meine „Hood“ noch ein wenig zu erkunden, kam schon die Frage auf „und was ist mit Männern?“ …

Ja, was ist mit Männern.

Ab und an mache ich so meine persönliche Statistik für dieses Blog, einfach so – nur für mich. Es ist spannend zu sehen, dass die meisten Beiträge um 15 Uhr gelesen werden oder wo überall meine Seite aufgerufen wird. Das ändert, wie ihr seht, mein Verhalten und meine Inhalte nicht … aber es ist einfach Tatsache, dass dieses Blog nie mehr die Klickzahlen erreicht hat, wie zur Zeit meines Männer-ABC’s 🙂

Neben dem, dass es mir für Euch leid tut, dass hier immer nur Depri-Mimimimiii stattfindet und kein heißer fesselnder Sex, nervt mich das auch. Ich hätte das schon gern mal wieder und ich hätte auch gerne eine Chance auf hmm „was echtes“? Was dauerhaftes? Vor allem: Was sicheres. Also wo ich mich sicher fühlen kann und keine Angst haben muss – oder zumindest nicht permanent.

Durch die Geschichte mit DasManuel ist sie wieder da… diese Panik… Was Falsches zu sagen und abgeschoben zu werden. Nicht genug zu sein.
Die Logik dieser Empfindung erschließt sich mir nicht ganz… Es sollte doch eigentlich andersrum sein und der Verlust sowieso nicht „schlimm“ sein, sollte denn der Verlust eintreten.

Zurück zum Sex: Ich merke schon, wie die Lust wiederkommt – aber sie ist gebremster. Ja, ich kann tumblr noch bespielen und die knapp 8.000 Follower dort haben sich kaum verändert… ebensowenig die Bilder… und die Geschwindigkeit, wie ich dort Nachrichten erhalten kann, wenn ich es darauf anlege. Aber: Möchte… nein KANN ich noch sub sein? Kann ich dieses Vertrauen, nach allem, was mit den verschiedenen Männern in den letzten 2 Jahren passiert ist, noch aufbauen? Also wenn ich es so mache, wie in der Vergangenheit? Oder muss ich nicht erst eine vertrauensvolle Beziehung zu jemand aufbauen? Kann ich mich dann noch fallen lassen? Glaube ich Männern noch, was sie mir sagen?

Die ehrliche Antwort: So sehr ich möchte, ich glaube jedoch – nein.

In diesem Gefühl der Sentimentalität und weil R. immer noch agil auf tumblr rumpostet, schrieb ich ihn an. Nachdem ich die Sache mit ihm für mich als zu Kräftezehrend und wenig Zukunftsträchtig abgeschlossen hatte (ich wollte mal Kaffee trinken, er wollte nicht), hat er hier zwar mitgelesen, sich aber nie wieder gemeldet. Irgendwie dachte ich auch, dass so um den Dreh sein Geburtstag sein müsste und so schrieb ich. (Happy Birthday auf diesem Weg, lieber R.) Außerdem war ich neugierig, weil sein Profil ihn als Besitzer einer sub auswies. Na schau.

Ehrlich, ich freue mich für ihn. Er war in unserer gemeinsamen Zeit oft kreuzunglücklich, meistens waren die Sessions von einem Frust getrieben – selten aus Lust. Und vielleicht war das auch das Problem.
Wir konnten uns gegenseitig nicht helfen – ich hätte ihn gerne getroffen, hätte gerne die Chance bekommen, herauszufinden, ob es passt. Aber – auf Dauer, wenn es so geblieben wäre, wie es war – wäre ich da dran kaputt gegangen. Ich bin Switcher. Ich kann und mag beide Rollen. Aber als sub bin ich „kaputt“. Bin nicht voll funktionnsfähig und bin anders. Meine Submission ist Währung. Währung für Aufmerksamkeit, für Geborgenheit, für Liebe? Ich weiß, warum ich für Doms interessant war. Ich mache alles – auch über meine Grenzen – wenn am Ende der Ausblick auf „Good Girl“ und Streicheleinheiten steht.

Die sexuelle Komponente ist schon meine – Schmerzen, Bondage, Harter Sex… Keine Frage. Aber der Kopf … der spielt da ein anderes Spiel. Eines, das für meine Doms nicht ganz fair war. Aber: Ich wusste es nicht besser. R. schon. Ich habe in alten Nachrichten nachgeschaut und versucht rauszufinden – was das war… hätte sein können. Er hat das relativ früh erkannt und sich redlich Mühe gegeben, mir zu helfen. Aber am Ende steht immer eins: Die Selbsterkenntnis.

Ja, es schmerzt schon ein wenig, dass ich so schnell und so dauerhaft ersetzt wurde. Aber auch das ist ein roter Faden durch mein Leben. Das scheint irgendwie meine Rolle zu sein.
Männer in Krisen lassen sich von mir begleiten, aufbauen, nehmen sich, was sie brauchen …. und gehen dann weiter. Die neue Partnerin oder die alte Ehefrau bekommen die Früchte meiner Arbeit. Das war bis jetzt bei allen so – die nach mir? Die hatte es echt gut.
Und ich? Ich stehe alleine da. Bin nicht mal eine Nachricht wert – „Hey, wie geht`s Dir?“ scheint schon ein Ding der Unmöglichkeit.

Ja, ich kann das schon anprangern und sagen, dass das nicht okay ist. Die Quintessenz ist aber doch: Ich weiß, dass es so ablaufen wird. Ich möchte gerne eine andere Wahrheit sehen und verdränge deshalb alle Warnanzeichen. Glaube Männern, wenn sie mir sagen, dass sie ein Abkommen mit ihrer Frau haben. Dass die Ehe bald beendet sein wird und ich dann endlich dran bin. Nur noch ein bißchen Geduld. Glaube daran, dass sie zu schätzen wissen und es nicht vergessen werden, wie schlecht es ihnen ging – wenn es ihnen wieder gut geht. Vertraue darauf, dass meine „Arbeit“ anerkannt werden wird. Und lerne trotzdem nicht, dass das der komplett falsche Ansatz ist – der vorallem eins ist: Zum Scheitern verdammt.

Die Lesbomatin beschrieb das mal sehr schön, damit, dass ich Schlangeneier ausbrüten helfe, die ganze Zeit hoffe, dass es doch flauschige Küken werden, und dann überrascht bin, dass es beißende, tödliche Schlangenbabies werden.

Und damit schließt sich der Bogen zur der Frage: WANN WIRD DAS HIER ENDLICH WIEDER EIN SEXBLOG? Wann kommt Buchstabe S?

Antwort: Ich weiß es nicht.

Neben der Tatsache, dass ich mich so überhaupt nicht wohl in meinem Körper fühle und jeden verstehen kann, der sich angewidert abwendet, steht einfach die Tatsache, dass ich noch weniger in mein Urteilsvermögen vertraue als früher. Weil ich einfach nicht mehr weiß, worauf ich vertrauen soll. Was kann ich glauben?
Die Menschen, denen ich vertraut habe, haben in diesem eh‘ schon schwierigen Prozess, nicht geholfen.

Einen Mann, soll ich finden, sagt die Therapeutin, einen, der mich respektvoll behandelt… Ich weiß gar nicht, wie ich so einen erkennen soll.
Vor mir saßen Männer, die aus tiefsten Herzen sagten: Ja, warte, nur ein bißchen… Dann hat sich meine Frau beruhigt. Dann kann ich „offen“ leben. Saßen vor mir und schworen Stein und Bein, dass es keine andere gibt. Sprachens und verschwanden in deren Bett. Akzeptierten meine Beendigung, um zu Altem und Bekannten zurück zu kehren. Versprachen, auf mich zu achten und aufzupassen, und liessen mich in der größten Not alleine zurück.

Also – wie erkenne ich ehrliche Menschen?

Diese Frage wird sich so schnell nicht beantworten lassen und das Wochenende bietet zum einen lange Bahnfahrten nach und von Hamburg zum Nachdenken sowie zwei Granatenkonzerte meiner Lieblingsband zum Abschalten 🙂 Das legendäre Konzerdouble der Monsters inkl. Katerkonzert am 1. Mai um 15 Uhr *g* Ich freu mich, Jungs!

R. hat gestern, als wir so über Vergangenes sprachen, einen Song gepostet, den ich gerne heute hier poste – das Lied habe ich total vergessen gehabt.
Der Text ist klasse, die Kulisse? Meine Stadt 🙂

(JA; wir haben Blumen und Bäume – hier, bitte schön!)

Unter dem vollblühenstem Baum gen Nachthimmel fotografiert… Wunderschönes Plätzchen in meinem Viertel.

Und nun, Ohren und Augen auf:

Also, Euch ein schönes Wochenende!

Lila

Lila features …. [2]

Lila features …. [2]

Es geht weiter, das nächste „Opfer“ hat sich gefunden und es wundert sich wahrscheinlich keiner, dass er hier auftaucht.

Lila features DasManuel.

Ich habe ihn hier schon oft gelobhudelt, vorgestellt, gefeatured. Zusammenarbeiten präsentiert und fungierte als „Rent-A-Motivator“-Stimme im Hintergrund Vordergrund.
Dieser Mann hat die typischen depressiv-selbstzerstörerischen Züge von Künstlern, zweifelt permanent an seinem Talent und der Qualität seiner Arbeit. Immer, wenn ich ihn treffe, schaue ich nach, ob noch beide Ohren dran sind oder ob er schon „auf-van-Gogh“ macht. 🙂

Schaue ich mir seine älteren Werke im Vergleich zu den heutigen Werken an (die von DasManuel *g*), muss ich sagen, dass ich hier manchmal die digitale Welt verfluche. Und ich von Glück sagen kann, dass ich ihn entdeckt habe, zu einer Zeit, wo nicht alles mit dem Tablet geschaffen wurde sondern auch durchaus, vermehrt sogar, zum Stift gegriffen hat. Das kann er so gut, dass seine Zeichnungen bei mir an der Wand hängen und im Geldbeutel stecken und mich dort erfreuen.

Genug gelobhudeleyt, ab in die Bilder:

A blog … in scribbles
the-dark-side-of-the-wood

Deine Motivation damals – Ich könnte den einleitenden Text kopieren, der ist aber auf englisch… Ich zeichne viel und dachte es wäre nett, einige der Scribbles in einer Gallerie zusammenzustellen.

Besonderheiten in der Ausführung – Viel Ge-Scanne und ich habe die Zeichnungen nachträglich eingefärbt (blau und rot, keine Ahnung, warum – vielleicht weil weiß, blau und rot meine Lieblingsfarben sind?)

Deine Sicht heute – Die selbe wie damals: Ich zeichne viel, aber nicht genug. Deshalb werde ich da auch nicht besser. Nochmal würde ich so einen Beitrag allerdings nicht veröffentlichen – wohl aber Konzept-Scribbles zu fertigen Werken (das habe ich seitdem wiederholt gemacht).

Ich weiß gar nicht genau, wo ich da anfangen soll. Also zum Einen ist es mit Stift gemalt und es ist ein Scribble. Ein scheinbar nebenbei entstandenes Sammelsurium, Doodles, Sketche… ABER ich finde, dass die gesammelten Werke ein deutliches Bild, eine Handschrift zeigen. Ob das die spitzen Hängebrüste sind, die Pickel auf dem Penis oder der Fokus auf HighHeels – man findet hier alles, was DasManuel auch später in anderen Zeichnungen verwendet hat.
Die Geschichte um die beiden Kinder (Hänsel und Gretel?) würde mich sehr interessieren, ebenso die Idee des Schlagringes.

Am meisten gefällt mir glaube ich an diesem Sammelsurium, dass ich mich damit beschäftigen kann und etwas bewundern kann, was ich selbst nicht vermag. Und dies mit einer scheinbaren Leichtigkeit aufs Papier gezaubert wurde. Es zeigt mir außerdem die breite des Portfolios – erotisch, witzig, süß, skurril, abstrakt, schockierend – da ist alles dabei.

Little Girl
Druck

Deine Motivation damals – Ehrlich gesagt… ich habe keine Ahnung (mehr), was mich zu diesem Bild motiviert hat. Dazu gibt es ja Fortsetzungen; da geht es dann um Selbstverstümmelung in abstrakter Form – das Mädchen scheint keinen Schmerz zu empfinden bzw. hat sogar Spaß daran. Hier, beim ersten Bild, drückt sie noch Erstaunen, Schmerz, Traurigkeit etc. aus. Möglicherweise wollte ich einfach nur schocken? Ich weiß es wirklich nicht mehr.

Besonderheiten in der Ausführung – Das Bild ist in weiten Teilen aus Detailfotos und Nachzeichnen dieser entstanden – so beispielsweise die Hände oder die Frisur des Mädchens.

Deine Sicht heute – Die Frau im Hintergrund würde ich heute anders ausführen. Schon als Silhouette, jedoch ‚kontextbezogener‘ (die war glaube ich auf einem Club-Flyer). Das Blut auf dem Rock ist zu wenig durchscheinend und sieht deshalb unecht aus. Rest ist okay, ich mag den Stoffhasen. 😉

Ich glaube, das ein späteres Bild der Reihe „Little Girl“ eines der ersten Bilder von DasManuel war, über das ich gestolpert bin. Ich fühle mich da sofort an HappyTreeFriends erinnert. Und die mag ich – sehr sogar. Genau mein Humor 🙂
Ich entdecke auf diesen Bildern immer was Neues – so auch heute – die Smiley-Haarspangen hatte ich vorher noch nicht so wahrgenommen … dass der popelnde Finger der Mittelfinger ist, dafür habe ich auch eine Weile gebraucht. Ob DasManuel immer so tiefgehend denkt, dass einen unerwiderte Liebe von innen heraus zerstören kann? Keine Ahnung. Aber ich kann es reininterpretieren. Ja, es mag ein wenig Psycho sein – aber sind wir nicht alle ein wenig Psycho.
Schön finde ich die gewollte oder auch ungewollte James-Bond-Logo-Anlehnung 🙂

Dominatrix
Domina 2

Deine Motivation damals – Ich scribbelte eine übertrieben füllige Frau (sie ist übrigens im Beitrag ‚A blog … in scribbles‘ zu finden) und wollte diese Übertreibung in ein entsprechendes Bild übertragen. Meine Vorliebe für High Heels erkennt man an der höheren Detailtreue beim Schuhwerk, die Frisur ist von Julija Timoschenko inspiriert; eine Frau mit sehr spezieller erotischer Ausstrahlung.

Besonderheiten in der Ausführung – Die Hände der männlichen Figur sind aus einem Lustigen Taschenbuch, von einem gefangenen Panzerknacker. 😉 Wie auch bei ‚Little Girl‘ verwende ich hier wenig Farbe und arbeite mit starken Kontrasten (bei ‚Little Girl‘ – vor allem den ‚Fortsetzungen‘ – allerdings besser umgesetzt). Die Variante mit dunklem Hintergrund ist am Ende und spontan entstanden. Diesbezüglich habe ich ein wenig mit den Möglichkeiten des Blog experimentiert (das sind zwei Bilder, die klickbar sind).

Deine Sicht heute – Den Mann würde ich weglassen und die Domina würde direkt den Betrachter anblicken. Die Hautschattierungen wären überzeugender – oder würden fehlen. Der Ohrring sieht irgendwie seltsam aus. Wahrscheinlich würde ich das Monokel ebenfalls entfernen (Sekretärinenbrille statt dessen) und die Brustwarzen piercen. 😛

Jetzt wird’s persönlich. Ich glaube, dass dieses Bild der Anfang der Gedankenkette war, die es mir erlaubt hat, überhaupt über den Gedanken nachzudenken, ob ich dominant sein wollen würde und könnte. Mir gefiel zwar einiges NICHT an dem Bild (Die Brüste, ehrlich jetzt? 😉 ) aber die Grundsituation machte mich an. Und damit war der Gedankenfluß im …äh… Fluß. Wir kannten uns damals nicht aber ich musste immer schmunzeln, weil die Figur meiner jetzt nicht SO unähnlich ist (ich habe definitiv schönere Brüste und keine roten Brustwarzen!). Der Sklave gefällt mir gut, weil es genau die Art Demütigung ist, die ich ausüben wollen würde.
Ich mag hier auch das Spiel mit den Schatten – Domina hat einen weissen Schatten, Sklave einen schwarzen. Vielleicht ein wenig angelehnt an Paula Abdul’s Straight Up-Video?
Erst durch DasManuels Antworten habe ich heute entdeckt, dass das Monokel an der Brustwarze festgemacht ist.
Ich möchte noch auf die Füsse des Sklaven hinweisen – ich übe das ja grade selbst und dieser Fuß – ist toll in seiner Proportion und „Einfachheit“.

Love. Suicide. The Gilded Palace of Sin. A Masochistic Novel Graphic.
inhalt_manuel

Deine Motivation damals – Ich wollte eine Geschichte über ein SM-Arrangement schreiben, ohne die – in meinen Augen schreckliche – ‚Fifty Shades‘-Verklärung, die man oft in diesem Zusammenhang vorgeführt bekommt. Ja, ich weiß, Fifty Shades of Grey gab es damals noch nicht (oder zumindest hatte ich noch nichts davon gehört) – ich meine die romantische Verklärung einer an sich eher brutaldirekten Situation. In der Erzählung sind persönliche Vorlieben bzw. Fantasien eines sadomasochistischen Verhältnisses verarbeitet.

Besonderheiten in der Ausführung – Ich habe das als Novel Graphic tituliert und auch entsprechend angelegt – als 5 kapitelbezogene Bild-Panels, die die Textaussage verstärken (sollen, hoffentlich). Der Text selbst ist auch mehr als nur Buchstaben, er visualisiert sich in Teilen selbst. In den Kapiteltiteln spiegelt sich meine Vorliebe für Musik wieder – sie sind nach dem jeweils gleichen Schema mit kapitelbezogenen Lied- und Albumtiteln angelegt.

Deine Sicht heute – Die meisten graphischen Elemente erscheinen mir jetzt zu plump. Auf die Überblendung in Kapitel 01 bin ich aber immer noch stolz, die sieht echt echt aus. Den Anfang von Kapitel 03 finde ich furchtbar – weiß allerdings immer noch nicht, wie ich die Situation mit ‚besseren‘ Worten beschreiben sollte.

Ein wenig geschummelt, weil es AUCH Text enthält – aber dennoch lesens- und guckenswert. Ich bin mir nicht sicher wann, aber relativ am Anfang schickte mir DasManuel den Link hierzu und ähnlich wie bei der „Dominatrix“ war damals überhaupt nichts in mir, was mich auf die Idee hätte bringen können, Switcher zu sein. Ich fand die Vorstellung tatsächlich eine Weile „ekelig“ und stellte mir immer wieder die Frage, wie ich jemanden respektieren sollte, der sich vor mir in den Staub wirft. Bis ich mal darüber nachgedacht habe, dass ich mich ja auch in den Staub werfe UND respektiert werden möchte.
Ich las also die Graphic Novel und hatte erstmal gar keinen Sinn für das Design – es störte mich regelrecht. Der Fokus war, dass ich den Inhalt aufsaugen und die Gefühle diesbezüglich sortieren wollte.
Heute, mit etwas Abstand, verstehe ich teilweise die Elemente erst so richtig (und ob ich sie richtig interpretiert habe, bleibt dann nochmal dahin gestellt).
Ich finde schon, dass es eher ein Werk für härter besaitete Menschen ist und auch nicht immer einfach. Aber es bringt einem den Menschen dahinter näher und gibt einen, sonst relativ seltenen, Einblick in die gespaltene Seele eines subs. Männliche subs haben es meines Erachtens überproportional schwerer – ihre Rolle zu akzeptieren, diese dann auch zu leben und sich dafür nicht zu schämen. Und es verschönt nichts. Diese Art von Sex kann dreckig sein, widerwärtig und abstossend anmuten… Aber – es ist für mich auch immer ein Plädoyer gewesen, dass alles möglich ist. Ich zitiere H. ungern aber mit dem Satz hat er was Wahres gesagt: Es ist erst dann pervers, wenn Du niemanden mehr findest, der es mit Dir macht.
(Disclaimer: In SSC oder RACK … oder mit der bewussten, aufgeklärten Einwilligung des Anderen)

Kurz: Ich lese und betrachte das immer mal wieder und sogar gerne.

J.

Deine Motivation damals – Bei einem Sonntagsspaziergang begegnete ich einer schüchternen jungen Frau mit einer schrecklichen Entstellung im Gesicht (hervorgerufen durch Akne, eine Allergie o.ä.). Ich fragte mich, inwiefern eine solche Entstellung in jungen Jahren Einfluss auf die Verhaltensweise, das Leben, der jungen Frau haben kann – ob sie jemand lieben könnte bzw. was sie für das Gefühl von Zuneigung zu tun bereit wäre bzw. was passiert, wenn eine solche Person ‚an den Falschen‘ gerät.

Besonderheiten in der Ausführung – Zu diesem Zeitpunkt las ich einen Roman von Haruki Murakami – 1Q84 – und war zutiefst beeindruckt von der Klarheit und Präzision seiner Romansprache. Diese Klarheit und Präzision wollte ich nutzen, um die Kurzgeschichte passend zum Thema bewusst kühl und menschenfeindlich erscheinen zu lassen.

Deine Sicht heute – Experiment gelungen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr ‚zufrieden‘ und habe erreicht, was ich wollte. Zudem gefällt mir der ‚Story Twist‘ am Ende gut. Seit Veröffentlichung habe ich noch einige Details verändert – in Formulierung und Satzbau.

Zweite Schummelei – auch ein Text, aber einer der mich nachhaltig durchgerüttelt hat. Und wie ich finde, eines der besten „literarischen“ Werke von DasManuel.
Das Faszinierende daran ist, dass ich nichts von dem Wahrnehme, was DasManuel erreichen wollte – so lese ich einfach nicht. Ich achte nicht bzw. wenig auf die Sprache – zumindest dann nicht, wenn der Inhalt mich packt. Diese Geschichte konnte ich kaum lesen, weil mir sich permanent der Magen umdrehte bzw. ich losheulen wollte. Die Situation ist mir nicht unbekannt und das schwarz auf Bildschirmweiss zu lesen – das war nicht einfach. Aber so soll es sein. Wenn mich nichts mehr berührt, habe ich was falsch gemacht und auch die Kreativen, mit denen ich mich umgebe und von denen ich mich füttern lasse.

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Vielen Dank an DasManuel fürs Zeit-Nehmen und Mitmachen.

Teil 1 mit Listenes gibt es hier.

9.670

9.670

Sie. Er.

(MIttlerweile gescheitertes) Experiment, Expedition, Reise.

Sie: Teil 1 hier.

 

 

Ich geniesse die Unsicherheit in seinem Blick, als er die Box aufmacht und die Linsen sieht.
Ich liebe seinen fragenden Blick und das Flattern der Augenlider, wenn er versucht meinem Blick stand zu halten. Er kann es selten, heute garnicht… Er ist zu geil und zu nervös.

„Mach‘ sie rein bevor wir losfahren, Kleiner“

Der gute Junge gehorcht, ich seufze leise vor lauter Vorfreude.

Ich lehne mich rüber, beiße sanft in sein Ohrläppchen und hauche „Ab jetzt bist Du Meins.“

Ich sehe den Anflug eines Lächelns auf seinem Gesicht, sehe wie sich seine Lippen öffnen, er möchte etwas sagen – ich sage streng: „Ab sofort sprichst du nur, wenn ich dich dazu auffordere. Hast du mich verstanden?“

Er nickt.

Ich lasse das Auto an, drehe die Musik auf und fahre los.

Mein Kleiner sitzt unruhig neben mir, ich lächle und lege meine Hand in seinen Schritt… Als er zusammenzuckt, lache ich leise vor mich hin. Ich spüre die Lust und die Härte, es zuckt mit jeder meiner Handbewegungen.

Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde, ich fahre direkt auf den Hof, schaue mir das Haus von aussen an. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl meines Kleinen. Er hat Geschmack.
Nachdem ich den Schlüssel gefunden habe, schliesse ich auf, hole unser Gepäck und suche meine Spieltasche, und packe aus… Das Halsband.

Lila Leder, samtig und hart, eine großer, schöner Ring vorne. Der Geruch alleine macht mich an… Das und die Leine nehme ich in die Hand und gehe zurück zum Auto.

„Aussteigen und hinknien“

Ich befestige das Halsband um seinen Hals, klinke die Leine an und bedeute ihm aufzustehen und mir zu folgen. Kurz vor der Haustüre weise ich ihn an, seine Männerklamotten abzulegen. Er muss den Windhauch spüren und sich fragen wo er gerade ist, er runzelt die Stirn und seine Hände zittern. Herrlich.

Sagte ich schon, dass mein Kleiner wunderschön ist? Für mich ist er gerade so das wunderbarste Wesen…
Ich streiche ihm über das Gesicht, fahre die Konturen nach, spüre die ersten Bartstoppel… Kontrolliere, ob er überall ordentlich rasiert hat. Nehme sein Gesicht in die Hand, nähere mich ihm und sage „Brav“

Ich nehme ihn mit nach drinnen, ins Fachwerkhaus, dort ins Wohnzimmer, wo ein Balken steht. Ein stabiles mitten im Raum – perfekt.

„Platz!“

Ich nehme das Seil vom Tisch, lasse es durch meine Finger gleiten und beuge mich zu meinem Schatz runter, streichle seinen Rücken entlang – immer etwas mit Fingernagel – zu seinem Po. Ich seufze und kneife feste rein. Meine Hand fährt zwischen seine Beine und umfasst den Ballstretcher, ziehe ihn ein wenig runter und Schlinge das Seil um seine Hoden. Das andere Ende verknote ich am Balken.

Ich fasse mir zwischen die Beine und halte ihm meine feuchten Finger vor die Nase, lasse ihn riechen und den Finger ablecken.

„Ich setze mich auf einen Stuhl … folge meinem Geruch, finde mich! Dann lecke mich. Zeig‘ mir, wie sehr Du mir gefallen möchtest!“

Mit ein paar Schritten habe ich den Raum durchquert und setze mich breitbeinig hin. Ich schaue direkt auf meinen Kleinen, auf seine tappsigen Versuche auf allen Viere die Richtung zu orten. Langsam tastet er sich vorwärts, skeptisch, ängstlich. Nach ein paar Irrwegen hat er mich fast erreicht, als er merkt, dass das Seil nicht lang genug ist. Er kann meine Füsse anfassen, zu mehr reicht das Seil nicht aus.

„Komm‘, mein Kleiner, weiter….“

Er geht vorsichtig vorwärts, ich kann zwischen seinen Beinen sehen, was passiert – ich geniesse den beginnenden Schmerz in seinem Gesicht zu lesen. Den Kampf in ihm … Weitergehen bedeutet Freud‘ und Leid zugleich. Die Verzweiflung mir gefallen zu wollen, mich schmecken zu dürfen und die eigenene Schmerzgrenze überschreiten zu müssen. Ihm wird kein Schmerz zugeführt (nun, nicht direkt *g*) … er fügt ihn sich selber zu. Köstlich… Er kriecht vor, winselt, kriecht wieder zurück.
Das Schauspiel dauert … vor, zurück, vor, zurück … „Ist das alles? Du hast noch einen Versuch, dann schliessen sich diese Beine für dich!“

Er gibt sich einen Ruck und landet mit dem Kopf genau dort, wo ich ihn haben will. Ich drücke seinen Kopf in meinen Schoß – „Jetzt leck‘!“ – seine Zunge macht das, was sie wirklich gut kann.
Ich bemühe mich um Zurückhaltung, möchte das Spiel länger geniessen, seinen Schmerz am schnellen Atem spüren, aber er ist zu gut und ich zu erregt. Nach dem Orgasmus halte ich seinen Kopf zwischen meinen Beinen… nehme ihm ein wenig die Luft, genieße seine Unruhe… und lasse ihn wieder frei.

Ich gehe zum Balken und weise ihn an mir zu folgen.

„Edgesprints, Süßer, 10 Minuten – Wieviel wirst Du schaffen?“

Er antwortet, mir ist die Zahl zuwenig, das gebe ich ihm eindeutig zu verstehen.
Er gibt mir mehr – gefällt mir schon besser.

„Okay, wenn Du das schaffst, darfst Du im Bett schlafen, wenn nicht bleibst Du hier liegen – Deine Zeit startet jetzt“