Lila features …. [2]

Lila features …. [2]

Es geht weiter, das nächste „Opfer“ hat sich gefunden und es wundert sich wahrscheinlich keiner, dass er hier auftaucht.

Lila features DasManuel.

Ich habe ihn hier schon oft gelobhudelt, vorgestellt, gefeatured. Zusammenarbeiten präsentiert und fungierte als „Rent-A-Motivator“-Stimme im Hintergrund Vordergrund.
Dieser Mann hat die typischen depressiv-selbstzerstörerischen Züge von Künstlern, zweifelt permanent an seinem Talent und der Qualität seiner Arbeit. Immer, wenn ich ihn treffe, schaue ich nach, ob noch beide Ohren dran sind oder ob er schon „auf-van-Gogh“ macht. 🙂

Schaue ich mir seine älteren Werke im Vergleich zu den heutigen Werken an (die von DasManuel *g*), muss ich sagen, dass ich hier manchmal die digitale Welt verfluche. Und ich von Glück sagen kann, dass ich ihn entdeckt habe, zu einer Zeit, wo nicht alles mit dem Tablet geschaffen wurde sondern auch durchaus, vermehrt sogar, zum Stift gegriffen hat. Das kann er so gut, dass seine Zeichnungen bei mir an der Wand hängen und im Geldbeutel stecken und mich dort erfreuen.

Genug gelobhudeleyt, ab in die Bilder:

A blog … in scribbles
the-dark-side-of-the-wood

Deine Motivation damals – Ich könnte den einleitenden Text kopieren, der ist aber auf englisch… Ich zeichne viel und dachte es wäre nett, einige der Scribbles in einer Gallerie zusammenzustellen.

Besonderheiten in der Ausführung – Viel Ge-Scanne und ich habe die Zeichnungen nachträglich eingefärbt (blau und rot, keine Ahnung, warum – vielleicht weil weiß, blau und rot meine Lieblingsfarben sind?)

Deine Sicht heute – Die selbe wie damals: Ich zeichne viel, aber nicht genug. Deshalb werde ich da auch nicht besser. Nochmal würde ich so einen Beitrag allerdings nicht veröffentlichen – wohl aber Konzept-Scribbles zu fertigen Werken (das habe ich seitdem wiederholt gemacht).

Ich weiß gar nicht genau, wo ich da anfangen soll. Also zum Einen ist es mit Stift gemalt und es ist ein Scribble. Ein scheinbar nebenbei entstandenes Sammelsurium, Doodles, Sketche… ABER ich finde, dass die gesammelten Werke ein deutliches Bild, eine Handschrift zeigen. Ob das die spitzen Hängebrüste sind, die Pickel auf dem Penis oder der Fokus auf HighHeels – man findet hier alles, was DasManuel auch später in anderen Zeichnungen verwendet hat.
Die Geschichte um die beiden Kinder (Hänsel und Gretel?) würde mich sehr interessieren, ebenso die Idee des Schlagringes.

Am meisten gefällt mir glaube ich an diesem Sammelsurium, dass ich mich damit beschäftigen kann und etwas bewundern kann, was ich selbst nicht vermag. Und dies mit einer scheinbaren Leichtigkeit aufs Papier gezaubert wurde. Es zeigt mir außerdem die breite des Portfolios – erotisch, witzig, süß, skurril, abstrakt, schockierend – da ist alles dabei.

Little Girl
Druck

Deine Motivation damals – Ehrlich gesagt… ich habe keine Ahnung (mehr), was mich zu diesem Bild motiviert hat. Dazu gibt es ja Fortsetzungen; da geht es dann um Selbstverstümmelung in abstrakter Form – das Mädchen scheint keinen Schmerz zu empfinden bzw. hat sogar Spaß daran. Hier, beim ersten Bild, drückt sie noch Erstaunen, Schmerz, Traurigkeit etc. aus. Möglicherweise wollte ich einfach nur schocken? Ich weiß es wirklich nicht mehr.

Besonderheiten in der Ausführung – Das Bild ist in weiten Teilen aus Detailfotos und Nachzeichnen dieser entstanden – so beispielsweise die Hände oder die Frisur des Mädchens.

Deine Sicht heute – Die Frau im Hintergrund würde ich heute anders ausführen. Schon als Silhouette, jedoch ‚kontextbezogener‘ (die war glaube ich auf einem Club-Flyer). Das Blut auf dem Rock ist zu wenig durchscheinend und sieht deshalb unecht aus. Rest ist okay, ich mag den Stoffhasen. 😉

Ich glaube, das ein späteres Bild der Reihe „Little Girl“ eines der ersten Bilder von DasManuel war, über das ich gestolpert bin. Ich fühle mich da sofort an HappyTreeFriends erinnert. Und die mag ich – sehr sogar. Genau mein Humor 🙂
Ich entdecke auf diesen Bildern immer was Neues – so auch heute – die Smiley-Haarspangen hatte ich vorher noch nicht so wahrgenommen … dass der popelnde Finger der Mittelfinger ist, dafür habe ich auch eine Weile gebraucht. Ob DasManuel immer so tiefgehend denkt, dass einen unerwiderte Liebe von innen heraus zerstören kann? Keine Ahnung. Aber ich kann es reininterpretieren. Ja, es mag ein wenig Psycho sein – aber sind wir nicht alle ein wenig Psycho.
Schön finde ich die gewollte oder auch ungewollte James-Bond-Logo-Anlehnung 🙂

Dominatrix
Domina 2

Deine Motivation damals – Ich scribbelte eine übertrieben füllige Frau (sie ist übrigens im Beitrag ‚A blog … in scribbles‘ zu finden) und wollte diese Übertreibung in ein entsprechendes Bild übertragen. Meine Vorliebe für High Heels erkennt man an der höheren Detailtreue beim Schuhwerk, die Frisur ist von Julija Timoschenko inspiriert; eine Frau mit sehr spezieller erotischer Ausstrahlung.

Besonderheiten in der Ausführung – Die Hände der männlichen Figur sind aus einem Lustigen Taschenbuch, von einem gefangenen Panzerknacker. 😉 Wie auch bei ‚Little Girl‘ verwende ich hier wenig Farbe und arbeite mit starken Kontrasten (bei ‚Little Girl‘ – vor allem den ‚Fortsetzungen‘ – allerdings besser umgesetzt). Die Variante mit dunklem Hintergrund ist am Ende und spontan entstanden. Diesbezüglich habe ich ein wenig mit den Möglichkeiten des Blog experimentiert (das sind zwei Bilder, die klickbar sind).

Deine Sicht heute – Den Mann würde ich weglassen und die Domina würde direkt den Betrachter anblicken. Die Hautschattierungen wären überzeugender – oder würden fehlen. Der Ohrring sieht irgendwie seltsam aus. Wahrscheinlich würde ich das Monokel ebenfalls entfernen (Sekretärinenbrille statt dessen) und die Brustwarzen piercen. 😛

Jetzt wird’s persönlich. Ich glaube, dass dieses Bild der Anfang der Gedankenkette war, die es mir erlaubt hat, überhaupt über den Gedanken nachzudenken, ob ich dominant sein wollen würde und könnte. Mir gefiel zwar einiges NICHT an dem Bild (Die Brüste, ehrlich jetzt? 😉 ) aber die Grundsituation machte mich an. Und damit war der Gedankenfluß im …äh… Fluß. Wir kannten uns damals nicht aber ich musste immer schmunzeln, weil die Figur meiner jetzt nicht SO unähnlich ist (ich habe definitiv schönere Brüste und keine roten Brustwarzen!). Der Sklave gefällt mir gut, weil es genau die Art Demütigung ist, die ich ausüben wollen würde.
Ich mag hier auch das Spiel mit den Schatten – Domina hat einen weissen Schatten, Sklave einen schwarzen. Vielleicht ein wenig angelehnt an Paula Abdul’s Straight Up-Video?
Erst durch DasManuels Antworten habe ich heute entdeckt, dass das Monokel an der Brustwarze festgemacht ist.
Ich möchte noch auf die Füsse des Sklaven hinweisen – ich übe das ja grade selbst und dieser Fuß – ist toll in seiner Proportion und „Einfachheit“.

Love. Suicide. The Gilded Palace of Sin. A Masochistic Novel Graphic.
inhalt_manuel

Deine Motivation damals – Ich wollte eine Geschichte über ein SM-Arrangement schreiben, ohne die – in meinen Augen schreckliche – ‚Fifty Shades‘-Verklärung, die man oft in diesem Zusammenhang vorgeführt bekommt. Ja, ich weiß, Fifty Shades of Grey gab es damals noch nicht (oder zumindest hatte ich noch nichts davon gehört) – ich meine die romantische Verklärung einer an sich eher brutaldirekten Situation. In der Erzählung sind persönliche Vorlieben bzw. Fantasien eines sadomasochistischen Verhältnisses verarbeitet.

Besonderheiten in der Ausführung – Ich habe das als Novel Graphic tituliert und auch entsprechend angelegt – als 5 kapitelbezogene Bild-Panels, die die Textaussage verstärken (sollen, hoffentlich). Der Text selbst ist auch mehr als nur Buchstaben, er visualisiert sich in Teilen selbst. In den Kapiteltiteln spiegelt sich meine Vorliebe für Musik wieder – sie sind nach dem jeweils gleichen Schema mit kapitelbezogenen Lied- und Albumtiteln angelegt.

Deine Sicht heute – Die meisten graphischen Elemente erscheinen mir jetzt zu plump. Auf die Überblendung in Kapitel 01 bin ich aber immer noch stolz, die sieht echt echt aus. Den Anfang von Kapitel 03 finde ich furchtbar – weiß allerdings immer noch nicht, wie ich die Situation mit ‚besseren‘ Worten beschreiben sollte.

Ein wenig geschummelt, weil es AUCH Text enthält – aber dennoch lesens- und guckenswert. Ich bin mir nicht sicher wann, aber relativ am Anfang schickte mir DasManuel den Link hierzu und ähnlich wie bei der „Dominatrix“ war damals überhaupt nichts in mir, was mich auf die Idee hätte bringen können, Switcher zu sein. Ich fand die Vorstellung tatsächlich eine Weile „ekelig“ und stellte mir immer wieder die Frage, wie ich jemanden respektieren sollte, der sich vor mir in den Staub wirft. Bis ich mal darüber nachgedacht habe, dass ich mich ja auch in den Staub werfe UND respektiert werden möchte.
Ich las also die Graphic Novel und hatte erstmal gar keinen Sinn für das Design – es störte mich regelrecht. Der Fokus war, dass ich den Inhalt aufsaugen und die Gefühle diesbezüglich sortieren wollte.
Heute, mit etwas Abstand, verstehe ich teilweise die Elemente erst so richtig (und ob ich sie richtig interpretiert habe, bleibt dann nochmal dahin gestellt).
Ich finde schon, dass es eher ein Werk für härter besaitete Menschen ist und auch nicht immer einfach. Aber es bringt einem den Menschen dahinter näher und gibt einen, sonst relativ seltenen, Einblick in die gespaltene Seele eines subs. Männliche subs haben es meines Erachtens überproportional schwerer – ihre Rolle zu akzeptieren, diese dann auch zu leben und sich dafür nicht zu schämen. Und es verschönt nichts. Diese Art von Sex kann dreckig sein, widerwärtig und abstossend anmuten… Aber – es ist für mich auch immer ein Plädoyer gewesen, dass alles möglich ist. Ich zitiere H. ungern aber mit dem Satz hat er was Wahres gesagt: Es ist erst dann pervers, wenn Du niemanden mehr findest, der es mit Dir macht.
(Disclaimer: In SSC oder RACK … oder mit der bewussten, aufgeklärten Einwilligung des Anderen)

Kurz: Ich lese und betrachte das immer mal wieder und sogar gerne.

J.

Deine Motivation damals – Bei einem Sonntagsspaziergang begegnete ich einer schüchternen jungen Frau mit einer schrecklichen Entstellung im Gesicht (hervorgerufen durch Akne, eine Allergie o.ä.). Ich fragte mich, inwiefern eine solche Entstellung in jungen Jahren Einfluss auf die Verhaltensweise, das Leben, der jungen Frau haben kann – ob sie jemand lieben könnte bzw. was sie für das Gefühl von Zuneigung zu tun bereit wäre bzw. was passiert, wenn eine solche Person ‚an den Falschen‘ gerät.

Besonderheiten in der Ausführung – Zu diesem Zeitpunkt las ich einen Roman von Haruki Murakami – 1Q84 – und war zutiefst beeindruckt von der Klarheit und Präzision seiner Romansprache. Diese Klarheit und Präzision wollte ich nutzen, um die Kurzgeschichte passend zum Thema bewusst kühl und menschenfeindlich erscheinen zu lassen.

Deine Sicht heute – Experiment gelungen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr ‚zufrieden‘ und habe erreicht, was ich wollte. Zudem gefällt mir der ‚Story Twist‘ am Ende gut. Seit Veröffentlichung habe ich noch einige Details verändert – in Formulierung und Satzbau.

Zweite Schummelei – auch ein Text, aber einer der mich nachhaltig durchgerüttelt hat. Und wie ich finde, eines der besten „literarischen“ Werke von DasManuel.
Das Faszinierende daran ist, dass ich nichts von dem Wahrnehme, was DasManuel erreichen wollte – so lese ich einfach nicht. Ich achte nicht bzw. wenig auf die Sprache – zumindest dann nicht, wenn der Inhalt mich packt. Diese Geschichte konnte ich kaum lesen, weil mir sich permanent der Magen umdrehte bzw. ich losheulen wollte. Die Situation ist mir nicht unbekannt und das schwarz auf Bildschirmweiss zu lesen – das war nicht einfach. Aber so soll es sein. Wenn mich nichts mehr berührt, habe ich was falsch gemacht und auch die Kreativen, mit denen ich mich umgebe und von denen ich mich füttern lasse.

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Vielen Dank an DasManuel fürs Zeit-Nehmen und Mitmachen.

Teil 1 mit Listenes gibt es hier.

Lila features ….

Lila features ….

Also, ich habe ja vor längerem schon mal meine Lobhudeley-Kategorie „Lieblingsblogs“ eingeführt. Da sind hauptsächlich Blogs der schreibenden Art vertreten.

Nun interessiert mich aber auch die bildende Kunst, sehr sogar. Manchmal vergesse ich das, umso mehr freue ich mich, dass hier im Bloggyversum soviel bildende Künstler rumhüpfen und ihre Werke präsentieren.

Es passte, dass an Tag 19 der Blogging University die Aufgabe war „Feature a Guest“.

Also hier Teil 1 von vorerst 3 Teilen: Lila features Listenes

Die Vorgehensweise: Ich habe mir bei Listenes 4 Einträge/Werke ausgesucht, die mich persönlich sehr angesprochen haben. Die habe ich Maya geschickt und sie hat sich diese nochmal angeschaut und von mir gestellte Fragen beantwortet. Fragen, die ich sehr gerne auch Künstlern wie Dali oder Monet mal stellen würde. Ich gucke gerne hinter die „Kulisse“.

(Die kleinen Bilder verlinken beim Draufklicken auf die Originale auf den jeweiligen Blogs!)

Los geht’s!!!

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Hallo Leute!
Die liebe Lila hat fleißig in meinem Blog gestöbert und sich ein paar alte Bilder rausgesucht zu denen ich folgende Fragen beantworten sollte:

  • Deine Motivation damals – gibt es eine Geschichte, einen Grund hinter dem Werk?
  • Besonderheiten in der Ausführung – Zeichentechnik? Farben?
  • Deine Sicht heute – Was würdest Du anders machen und warum?

Ich habe mich sehr über ihre Anfrage gefreut und ich muss sagen, dass es mir auch Spaß gemacht hat, nochmal über ein paar meiner alten Bilder nachzudenken und sie zu Reflektieren. Jedes Bild ist wie eine kleine Welt, in der ich bis zur Fertigstellung lebe, was es umso schöner machte, nochmal in diese alten Erinnerungen einzutauchen.

img_00012New Flesh

Den Entwurf zu New Flesh skizzierte ich, nachdem ich es bei dem Hören vom gleichnamigen Lied der Band Grendel an der Stelle bei 2:51 Minuten vor meinem geistigen Auge sah.

„The notion that nature can be calculated
inevitably leads to the conclusion that
humans too can be reduced to basic mechanical parts“

Ich wollte aber nicht einfach einen Cyborg zeichnen, sondern die Menschlichkeit, die ja trotzdem irgendwo vorhanden ist, miteinfangen. Deshalb habe ich den ästhetischen nackten Körper einer Frau mit makabren, künstlichen Elementen versehen.
Für die Coloration habe ich, wie üblich, Buntstifte genutzt und den schwarzen Hintergrund mit Copics umgesetzt.
Wenn ich das Bild so betrachte wird mir klar, dass ich heute wohl vor allem die Bauchöffnungen anders gezeichnet, oder zumindest die entsprechenden „Deckel“ mit auf die Liege platziert hätte, so dass man nachvollziehen kann, wie die Öffnungen bei Vollendung des Cyborgs geschlossen werden.

Mich hat das Cyborg-Thema hier sehr angesprochen. Zumal ich meine erste fiktive Geschichte sofort im Kopf hatte, als ich das hier gesehen habe. Ich mag hier die Kombination von Farben und Formen, Schattierungen auf der Haut. Ich bin ja ein Fan davon, wenn Dinge nicht (zwingend) digitalisiert werden. Wenn man Pinselstriche oder Radierungen erkennen kann. Das mag ich hier sehr, sehr gerne. Außerdem finde ich, dass ich hier ganz klar „Maya“ erkennen kann. Ihre Handschrift, Ihr Stil, Ihr Ausdrucksweise

img32Hand mit Käfern

Ich habe früher für die Schule oder als Geschenk für Verwandte an Weihnachten, einige naturalistische Käfer gezeichnet, aber hatte nie welche für mich! Darum habe ich dann nach einer längeren Käfer-freien Zeit, zunächst das Bild Bunter Käfer gezeichnet und weil mir die Kombination von Mensch und Käfer so gut gefiel, kam ich auf die Idee, eine Hand mit Käfer zu zeichnen. Erst sollte nur einer dieser Kerle in Szene gesetzt werden, dann kam aber irgendwie eine Skizze zustande, in der mehrere Käfer in Kombination mit Blumen an einer Hand krabbeln. Selbst während des Colorierens mit Buntstiften wusste ich noch nicht wie das Endergebnis aussehen soll und wollte die Blumen erst passend zu den Fingernägeln blau gestalten, was mir irgendwann zu eintönig erschien, so dass die Rosen nun verschiedene Farben tragen. Ich weiß, dass mir damals der Aquarell Rahmen nicht gefiel, jetzt mag ich ihn aber und das Bild gefällt mir so gut, dass es seit 2013 meine Wand zieren darf!


Aaaah, Maya „quält“ mich ja gerne mal mit Spinnen- und Käferfotos. Deswegen musste ich so lachen, als ich mir dieses Bild ausgesucht hatte. Natürlich – ein Käfer! Viel mehr möchte ich aber das Augenmerk auf die Hand legen… Da ich ja mit einigen „Künstlern“ spreche und die immer große Probleme mit Händen haben, biete ich dieses Objekt zum Studium an 🙂
Ich habe selbst mal einen Porträt-Kurs in der VHS gemacht, das sah NIE echt aus, immer (stümperhaft) gemalt. Ein bißchen besser als Strichmännchen – aber kaum. Daher bewundere ich jeden, der so zeichnen kann, dass es „echt“ aussieht.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mir auch die Blumen sehr gut gefallen und das nicht nur, weil es „meine“ Farben sind! Ich kann verstehen, dass Maya dieses Bild in der Wohnung hängen hat.

img_00022kleinCat Girl

Um ehrlich zu sein, ging es mir bei dem Bild vor allem darum, mal so richtig große, gequetschte Brüste zu zeichnen, weil ich da so einen schönen Glanz mit in die Schattierung einbringen kann, weshalb die Coloration natürlich auch mit Buntstiften gemacht werden musste.
Leider gefällt mir jetzt die Unfertige Version besser, weil das Gesicht meiner Meinung nach etwas Misslungen ist und die Haare mit weniger Struktur sicher auch besser ausgesehen hätten.


Ich musste automatisch an Petplay denken und wie albern ich da meistens die Frauen finde – Katzenöhrchen und Anal-Plug mit Schwanz (Sorry Maya, die Assoziation ist einfach passiert 🙂 ).
In diesem Bild wiederum finde ich das gar nicht albern. Vielleicht weil es abstrakt ist? Ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass mir hier besonders die Augen, Ohren und Haare gefallen. Lustig, dass genau DAS Maya nicht gefällt.
Außerdem eigentlich auch ein bißchen der leicht rötliche Popo… Ja, sorry, das SM-Thema ist einfach nicht zu verleugnen. 🙂
In der Beschreibung von Maya musste ich sehr lachen, als ich das mit den gequetschten Brüsten gesehen habe. Ich musste mich dann gleich fragen, wie die wohl aussehen, wenn das Mädel aufrecht steht. Hmm!
Dass man soviel Zeugs im Hirn rumspinnen kann, wenn man sich Bilder anschaut – ich glaube genau darin liegt für mich die Faszination.

imgDie blutende Frau

Wenn ich mich recht Erinnere, ist die Skizze zu der Frau selbst während einer Zugfahrt entstanden. Da gefiel sie mir so gut, dass ich es nicht bei einer Skizze belassen wollte und überlegt habe, sie in ein Bild einzufügen. Die Unfertige Ausarbeitung wollte ich beibehalten, so kam ich irgendwann auf die Idee, mal etwas Neues zu probieren und habe die Frau mit verschiedenen Elementen Kombiniert.
Die Coloration ist in diesem Bild eine Kombination aus Aquarell, Buntstift und Acrylfarbe, was dem Werk meiner Meinung nach eine gewisse Tiefe verleiht. Der nachträglich eingefügte Text vom Lied Deep Waters, ebenfalls von Grendel, passt erstaunlich gut zum Motiv und gibt dem ganzen Bild für mich selber nochmal eine neue Bedeutung.
Heute hätte ich wohl das Blut etwas flüssiger gestaltet und das hintergründige Blau ein wenig mehr abgedunkelt.


Lustig. Ich hatte nur Augen für die Hände. Und wenn ich mir die Scribbles so anschaue und dazu DasManuel im Ohr habe, der immer sagt: „Alles nur Kreise, Malen ist Kreise malen“ – verkürzt zitiert – dann schaue ich mir die unterste Hand an und sehe => Kreise! 🙂
Und „eigentlich“ sieht es gar nicht so schwer aus… Als ich es dann selbst versucht habe, hatte ich eher so eine Hand Richtung Tim Burton-Figur auf dem Papier. Gruzilla lässt grüßen. Also, liebe Maya, vielleicht magst Du mal ein „Hand-Mal-Tutorial“ auf YouTube stellen? 🙂
Die Faszination, wie man selbst mit Kugelschreiber so gut zeichnen kann, hält immer noch an, daher finde ich auch den Scribble der Frau schon so gut, dass ich es mir an die Wand hängen würde.
Außerdem, das ist das Wichtigste, mag ich Entstehungs-Posts. Wenn mir die Künstler zeigen, wie sie dahin gekommen sind, zum fertigen Bild. Wenn ich Techniken erkennen kann, das Handwerk sehe.

Diese Auswahl an Bildern von Lila hat interessanterweise eine für mich logische Aufteilung! Gerahmt wird das Ganze von zwei dunkleren Bildern mit dunklem Blau und giftigem Grün, mittig befinden sich dann zwei fröhliche bunte Bilder mit einem hohen Rosa Anteil – also eine stimmige Auswahl.


Ich danke Maya, dass sie sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, dass es Euch auch ein bißchen gefällt, wenn ich in den Archiven der Kreativen im Bloggyversum rumstöbere und ältere Werke mal abstaube und ausstelle – wie in einer kleinen Online-Galerie 🙂