Umschau

Umschau

  
… Wo mich andere zurückgelassen haben.
H. mit neuen Triggern für Panikattacken und den (erneuten) Verlust des Vertrauen in Männer. Verlust der Freude an Hingabe, weil pure Angst vorherrscht.

Der Leinenmann mit granatenhaft zersplittertem Herz, Fragmente mit scharfen Kanten haben so tiefe Narben hinterlassen. Die offenen Wunden haben zum Ausbluten, zum Zusammenbruch geführt. Das Salz rieselt, macht unschöne Narben und bedeutet eine langsame Heilung. Verlust des Vertrauens in Worte, Versprechen und die Hoffnung.

R. mit geknicktem Ego und Hilflosigkeit. Trauer über verpasste Chance. Vermissen des Wissens, das man selbst nicht „krank“ ist, nicht schräg, nicht falsch … Weil es andere gibt, die genauso sind. Und trotzdem war ich nicht gut genug. Nicht mal für Kaffee. Verlust des Glaubens an Mut und Chancen.

Der Junge Schwan mit dem Gewinn von permanenter Skepsis und hochgezogenen Verteidigungsmauern, damit dem Verlust meiner „Freiheit“.
So könnte ich das sehen. Und in mir selbst den Hass nähren und gären lassen. 

Könnte ich. 

In schlechten (wirklich nur sehr kurzen) Momenten lasse ich das zu. Um dann den Schalter umzulegen. Durchzuatmen.

  
… Und weiter zu gehen.

Bis ich zu dem Menschen komme, der da ist, wo ich abgeholt werden kann und möchte.

Denn wenn ich soweit bin….wenn ich die Augen wieder aufmache… wenn ich ENDLICH fühle und glaube, dass ich es wert bin und die anderen die Knalltüten und Versager sind… Wenn ich sagen und aus tiefsten Herzen spüren kann, dass ich gut bin, so wie ich bin…

… Dann hoffe ich, dass da einer steht mit Helm und einer Vespa und wir einfach losfahren und das Leben gemeinsam erLEBEN können. Herzschlag an Herzschlag.

Oder so wie heute: Einfach mal ein Bier von einem Fremden spendiert bekommen, weil ich beim Konzert soviel Spaß habe 🙂

Der sterbende Schwan

Der sterbende Schwan

Ein Drama in …. einigen Akten.

Die sexuellen Treffen und Interessen hatten sich ja auf intensives Nachfragen (man könnte es auch gegen-die-Wand-stellen nennen) erledigt und er war ab da mit der Frau zusammen, mit der er seit 2 Jahren befreundet ist, was irgendwann in Freunde+ umschwenkte und parallel zu ihrer festen Beziehung von x-Jahren (habe nicht so genau zugehört) geführt wurde.

Irgendwann schrubte mir also der junge Schwan, dass er der Meinung sei, dass ich in ihn verliebt sei und doch bitte Nachrichten an ihn auf Goblins und Zombies beschränkten sollte, man müsse sich im Leben eben manchmal entscheiden.

Solch‘ weise Worte! Die über Nacht (tatsächlich hatten wir uns am Vortag noch gesehen) in für ihn unüblicher Wortwahl geschrieben Nachricht hatte zur Folge, dass er die Tage danach nicht in die Spielhölle kam und dann keine Augenkontakt wagte, nicht mit mir sprach und wie der sprichwörtlich geprügelte Hund durch die Gegend lief.
Irgendwann stellte ich ihn zur Rede, weil ich das Verhalten auch einfach sehr unangenehm für alle (Un-)Beteiligten fand und er sich sichtlich unwohl fühlte. Aus meiner Sicht her musste das nicht sein, aber ich wollte zumindest mal meine 10 Cent dazu loswerden.
Daraufhin entspannte sich die Lage und wir schrieben – über Goblins und Elfen. Irgendwann war ich geblockt auf WA.
Ich sprach ihn darauf an und er war sichtlich erschüttert. Dass er das nicht war und seine Freundin da wohl was geblockt haben muss, als er mal sein Handy zuhause vergessen hatte.
Es dauerte hmm knapp 3 Tage, dann war ich wieder entblockt und er entschuldigte sich und sagte, dass er das nun geklärt habe. Die einzige Konsequenz war nun, dass er sein Handy immer am Mann trug.

Wir schrieben weiter über Goblins und Elfen, er übte mit mir, wir verfeinerten Decks, tauschten Karten. Alles oberhalb der Gürtellinie, wirklich, auch keinerlei Kommentar zu seiner Beziehung (das habe ich wenn dann persönlich abgeliefert). Und dann – peng – war ich wieder geblockt! Ich schrieb eine Email, eine SMS und nach einem Tag rief ich an. Er war wütend, sauer, ich dachte – er hat’s kapiert!

2 Tage später sahen wir uns, er versicherte mir, was er für einen Aufstand geprobt habe und dass das GARNICHT ging und das Konsequenzen haben würde – habe er ihr gesagt. Aber er liebe sie halt auch, das müsse man schon verstehen. Wir stellten dann fest, dass die Email genauso gelöscht worden war die die SMS …. Nunja, also meine Beziehung war es ja nicht, mittlerweile amüsierte mich das ja sehr.

Ein paar Wochen vergingen, wie sahen uns ab und an, er fragte, wo ich blieb, wenn ich nicht in die Spielhölle kam, fragte nach, wie es mir ging, wenn ich mich eine Weile nicht meldete. Es war alles „cool“.
Wir verabredeten uns zum Schreiben seiner Abschlussarbeit – bei mir zuhause. Weil ich so doof bin/war, kochte ich uns auch noch was, während wir schrieben – äh – ich schrieb. Er kann sowas tatsächlich nicht.
Ich fragte dennoch nach, was er denn zuhause erzähle, so ganz unkomplikativ konnte ich mir das nicht vorstellen. Er antwortete ausweichend, murmelte was von „auswärts“ und „bei meinen Eltern“…. Mir war es letztendlich egal. „Wir“ schrieben also seine Abschlussarbeit, er sagte und betonte und erzählte jedem, wie sehr ich ihm den Arsch gerettet habe und dass er mir auf ewig dankbar sei…. Dann nutzte er die freie Zeit am kommenden Wochenende, um seiner Freundin bei ihrer Abschlussarbeit zu helfen, schliesslich habe er bei mir soviel gelernt – sagte er.

Wir trafen uns in der Spielehölle und auf Turnieren, es war chillig. Sonntag wollte ich ihm kurz eine Info durchgeben und war – RICHTIG – geblockt! Ich griff also zum Telefon, kurz gemeldet „bin geblockt“ und wartete ab.

Vorgestern bekam ich dann eine so dermassen unterirdisch prollige „Berlin Tag&Nacht“-Nachricht… Wooooooooooooooooooooooooooooah!

Ich hätte ihr ins Gesicht geschissen und Grenzen übertreten und überhaupt, er würde mich jetzt entblocken, aber NIE wieder mein Freund sein.

Kurz musste ich mal um mich schauen, ob ich mich in einem Sandkasten im Kindergarten befand – nein, ich stand tatsächlich bei mir zuhause im Wohnzimmer, mein Telefon perplex anstarrend.

Ich habe ihn angerufen, auf dem AB meine Kapitulation vor derart psychotischen Wahrnehmungen und Drohungen erklärt, ihm dann die Nachricht seiner Freundin geschickt und sehr direkt gesagt, dass der nächste Kontakt seines Drachens Konsequenzen haben würde, die er nicht erleben wollen würde und ich ihn bitten würde, dass er nun im Gegenzug ihr Telefon von meinen Kontaktdaten befreit und dafür sorgt, dass sie diese auch auf seinem Handy nicht mehr findet.

Dann bin ich mal gepflegt zusammen gebrochen. Die Ironie, dass die Dienstagstherapie komplett um ihn und meine Unfähigkeit des Loslassens geht, blieb mir nicht verborgen. Das war dann wohl der letzte Kick, den ich gebraucht habe. Die Wut richtet sich in 3 Richtungen: Gegen sie, weil – HALLO? Gehts noch? …. Gegen ihn: Weia, ehrlich? Eier, Rückgrat und Selbstachtung sind wohl irgendwo auf der Strecke geblieben? Und wie kannst Du das zulassen? (Nach allem, was ich für Dich getan habe – setze ich extra in Klammern, weil ich doof genug war, das wirklich freiwillig und im besten Glauben an seine Person gemacht zu haben) … und gegen mich, weil ich an den Stellen echt doof bin, nicht auf meine Freunde höre und immer und immer wieder diese Hoffnung habe, dass das Gute im Menschen siegt und dass man ehrlich zu mir ist.

Im Rückblick zweifle ich jedes der Gespräche an, die er angeblich mit ihr geführt haben will. Ich habe natürlich dem engeren Freundeskreis davon berichtet, die beiden Nummern geblockt, werde aber diese psychologische Kriegsführung nicht so weit greifen lassen, dass ich mich aus meinem Sozialkreis in der Spielehölle verdrängen lasse. Den „Schweigepakt“, den er und ich geschlossen haben, muss ich unter diesen Umständen nicht mehr beachten, es gibt keinen Grund mehr ihn zu schützen. Sollte mich also tatsächlich der Zorn des Drachens nochmal treffen, werde ich mich wehren.

Ich bin zuwenig Gosse, um diesen Kampf als solchen anzusehen. Diese Art von Auseinandersetzung (oder eben nicht) ist mir fremd. Es ist traurig zu sehen, dass er als Person verschwunden ist.

DasManuel hat das Drachige (wie er sie nennt) im Gegensatz zu mir bereits getroffen und hat mal geskribbelt (Ich soll extra betonen, dass das die Beta-Version ist! Aber der arme Mann hat ja keine Zeit *g*)

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Auf ihrem Arm liegt der kleine geknickte Schwan in Form eines Schoßhündchens, btw.

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🙂

Ja, liebe Lesbomatin, manche müssen Eintritt für solche Aufführungen zahlen, ich mach‘ mir meine Welt zu einer kleinen Soap-Opera-Welt… immer sehr „erfolgreich“ 🙂

Faszinierender Fakt: Ich dachte erst, ich bin da voll pazifistisch und friedlich und so eingestellt, wüsste nicht, was ich machen sollte, wenn dieses Vieh auf mich losgehen sollte. (ok, ich bin größer, schwerer und stärker, aber hey – Aggro-Frauen?) Dann fiel mir ein, was ich im Boxen so gelernt habe und in den Selbstverteidigungskursen und stellte mir vor, wie gut ihr ein gebrochenes Nasenbein stehen würde … Luftröhre wäre Schritt 2 … Ups! Meine Therapeutin meinte nur, dass sich da wohl etwas Wut in mir aufgestaut habe … joah, hmm 😉 Wohl doch nicht so passiv friedlich, wie ich dachte… 🙂

Die heutige Therapie hat zeitlich wieder nicht ausgereicht, es kommen interessante Themen auf mich zu, auf die ich mich – auch wenn sie hart werden – sehr freue. Denn irgendwo so dahinten am Horizont, sehe ich die Person, die ich sein will. Und die Dinge, die da angesprochen werden, wenn ich die bearbeiten kann? Bin ich dieser Person ein Stückchen näher.

Ich wünsche Euch ein superduper Wochenende!

In Vorfreude auf das kommende (wahrscheinlich nasse) Festival, diese kleine Perle – Optisch auch extra „manga“ für DasManuel 🙂

Schwanengesang

Schwanengesang

(Bitte hier wieder die wunderschöne Soap-Melodie für die Lesbomatin vorstellen)

Also … Ein Auf und Ab ging heute Gottseidank zu Ende. Anders kann ich es nicht beschreiben.
Ich finde noch raus, warum ich weiterhin lange brauche, um für mich einen Schlussstrich zu ziehen, bei Dingen/Menschen/Situationen, die mir nicht gut tun.

Wo fange ich an?

Also der zerknirschte, junge Schwan, der – zur Rede gestellt – zugab, dass es sich anders entwickelt als gedacht und das schon vor 3-4 Wochen hätte sagen sollen, aber sich nicht getraut hat …blablabla… Der hatte mir seit dem zur-Rede-stellen mehrfach versichert, dass ich mich ruhig an ihm austoben kann, was meine Wut und meinen Ärger angeht. Dass ich ihm ALLES sagen darf, was ich denke, auch wenn es irrational und wirr ist – er käme damit klar. Teilweise sprudelte es auch einfach aus mir raus, er bestätigte mir immer wieder, dass er wisse, dass er sich arschig verhalten habe… Dass er an meiner Stelle nicht mehr mit ihm sprechen würde… Dass er es aber sehr zu schätzen wisse und er mir beweisen würde, dass ich ihm vertrauen kann und mir seiner Freundschaft sicher sein kann…

Daraufhin gab ich ihm sogar noch meine Erklärungsbibel, in der Hoffnung meine Stimmungsschwankungen auf solche Ereignisse besser erklären zu können und damit auch dem alten Vorurteil entgegen zu wirken, dass dieser ganze Stress (der jetzt folgte und gefolgt wäre) aufgrund von tieferen (Liebes-)Gefühlen auf uns niederprasselt.

Ich kenne das ja schon.

Diese Vorwürfe kommen jedesmal, wenn etwas beendet wird – meist auf nicht nett – und ich dann auf gewisse Dinge bestehe (Wie klären einiger Aussagen, Situationen etc.pp.).

So…

Der junge Schwan hat sich Samstag noch total normal benommen, war sehr unterstützend in der Spielhölle (hatte ich nicht drum gebeten), nannte mich seine Glücksfee (weil er das Turnier gewann), schickte mir Fotos von Karten usw. Dann kam Sonntag die Einladung zu einem Spieleabend bei ihm zuhause. Einige Menschen kannte ich, seine „Noch-Nicht-Freundin-aber-bald-sobald-sie-sich-von-ihrem-Freund-trennt“ war auch mit dabei, ich schaute mir das eine Weile an, die Menschen, die ich kannte, sagten teilweise ab, der Event wurde mehr von ihr geplant als von ihm – es war klar, dass das keine Veranstaltung für mich sein würde. Und das sagte ich ihm, nett (Wirklich!) per privater Message.

Wir sprachen also weiter über Karten, bauten Decks, ich erwähnte, dass ich noch Karten für ihn habe – die ich günstig ersteigert hatte, selbst aber nicht spielen wollte – sagte ihm, dass er die ja mit mir tauschen könne… Wir witzelten, dass er die Karten ja auch in sexueller Dienstleistung bezahlen könne (zum Hintergrund: Das ist in den Kreisen ein durchaus gängiger Scherz… Sagen die Jungs permanent zueinander – jaaaaa, vielleicht ist es deswegen anders – who knows).

Dann – NICHTS … und nichts… und nichts…. (Ich erwähnte glaube ich schon mal wie sehr ich Schweigen mag) … Dann ging das in der Gruppe als weiter, die ich dann verliess und ihm – wieder nett und per privater Message – sagte, dass ich mir das nicht so gerne antun würde, weil mir das mit ihr vor der Nase nicht wirklich gut tun würde. Das war zeitlich nachdem er mir eben erzählt hatte, dass sie ja noch mit ihrem Freund lebt und zusammen ist. Ich habe mich da mit Kommentaren echt zurückgehalten, weil er alt genug ist. Fand es aber befremdlich, dass jemand mit so hohen Moralvorstellungen damit klarkommt „der andere Mann“ zu sein… nunja, ich sagte also etwas wie „ich hoffe, sie weiß Dich zu schätzen“ – in der Vergangenheit wurde er mehrfach von Frauen ausgenutzt und betrogen, teilweise mit seinen Freunden… Ich fand das eigentlich sehr nett von mir … Es folgten weitere 2 Tage Stille.

Heute bekam ich dann den Vorwurf, dass „er“ meinte, dass ich Gefühle für ihn entwickelt habe und er deswegen bereits mit ihr Stress gehabt habe und den nicht mehr wolle und ob wir bitte unsere Unterhaltungen auf Kartenspielen beschränken könnten. Er meinte, wirklich er? 😉

Ich zitiere: „Das hört sich so an, dass du irgendwie Gefühle für mich entwickelt hast und „Noch-Nicht-Freundin-aber-bald-sobald-sie-sich-von-ihrem-Freund-trennt“ weiß von uns beiden. Mir wäre es lieber, wenn wir unseren Kontakt auf Spielhölle und Karten spielen beschränken. Mir ist nur überhaupt nicht wohl dabei, wenn sich wieder was hochschaukelt. Ich hatte am Montag erst unfassbar stress deswegen und das will ich nicht wieder. Ich verstehe, dass du auf mich sauer sein wirst, nur muss man sich manchmal im leben entscheiden…“

Das Schöne daran? Genau dieses Szenario erzählte ich bereits am Morgen einem Freund. Sagte: „Das sieht dem Schwan gar nicht ähnlich, diese Schockstarre ist nicht auf seinem Mist gewachsen, dass ist bestimmt „Noch-Nicht-Freundin-aber-bald-sobald-sie-sich-von-ihrem-Freund-trennt“, die da die Fäden in der Hand hat“.
Hatte gestern Abend bereits alle Spuren von mir auf seinem Profil gelöscht, ihn bereits auf die „man sieht gar nichts mehr“-Liste auf FB gesetzt, den WA-Chat archiviert – was man halt so macht, ne?

Ich fand meine Reaktion auf sein Geschreibsel recht souverän, den einzigen Ausrutscher könnte man darin sehen, dass ich es mir nicht verkneifen konnte, ihn auf diese leicht verschobenen Moralvorstellungen hinzuweisen und ihm zu wünschen, dass es NICHT wieder so endet wie sonst – für ihn mit der Nase in der Scheisse. Ich verkniff mir zu sagen „Sollte das passieren, weisst Du ja, wo Du mich findest“. Ich wünsche ihm tatsächlich, dass diese Frau anders ist. Für sein kurzes Leben hat er die Quota an Arschfrauen echt hinter sich – und nein, da zähle ich mich wahrlich nicht dazu.

Ich kenne die Gefahren, die mit meinem Wesen einhergehen. Nettigkeit und Hilfsbereitschaft und Allzeit-bereit werden gerne für etwas anderes gehalten. Ich kenne auch die Reaktionen von Frauen und Freundinnen auf mich, dabei bin ich eben genau DAS nicht … Nie gewesen, ich habe leider … leider … LEIDER keine böse Faser in meinem Körper. Mehr als Auskotzblogbeiträge gibt es nicht. Ich veröffentliche keine Penisfotos oder Videos, keine Namen, ich hätte schon so viele Ehen und Beziehungen torpedieren und kaputt machen können… Das ist einfach nicht in meinem Bestreben.

Rachegedanken? Ach, beim jungen Schwan gar keine, ich weiss, dass er leidet wie Tier und er mir die nächsten Wochen in der Spielehölle aus dem Weg gehen wird und nicht in die Augen schauen wird.
Beim Leinenmann? Ja, da war der Wunsch immer mal da – einfach weil ich nie das Gefühl hatte, dass er leidet … Er sagt, dass er durchaus gelitten hat … ich hab’s nicht gemerkt, vielleicht wollte ich es auch nicht sehen, who knows…
Aber ganz ehrlich liebe Männer da draussen, die sich im Sexting und so üben? Schickt keine Schwanzbilder oder -videos rum. Selbst ohne Kopf (also Kopf => Augen, Nase, Mund, Haare ne? Nicht das andere „Köpfchen“) seid ihr, in den richtigen Kreis gepostet, erkennbar. Und wenn es nur das Unwohlsein wäre, dass ihr wisst, wessen Schwanz an der Tür Eures Arbeitgebers hängt. Oder Eure Frau aus dem Briefkasten fischt… Oder der hinter Eurem Scheibenwischer klemmt… Die Möglichkeiten sind so unfassbar groß – ich kann es nicht nachvollziehen, dass ihr, wenn ihr was zu verlieren habt, nicht drüber nachdenkt und Euch darauf verlasst, dass eine verlassene, ego-verletzte, wütende Frau rational und fair handelt… 🙂

Ein Freund wies mich darauf hin, dass ich ja geschrieben hätte, dass ich es diesmal GANZ anders machen wollen würde – geniessen bis es vorbei ist, ohne wenn und aber.
Das war der Plan. Ich behaupte auch immer noch, dass ich das geschafft hätte, wenn das Ganze ein „normales“ Ende gehabt hätte. Aber auf Lügen kann ich eben gar nicht. Und auch wenn die Motive für das „Nicht-die-Wahrheit-sagen“ ehrenvolle und/oder nachvollziehbare waren, es bleibt am Ende eine Unehrlichkeit – die verletzt. Dass danach so viele Versprechungen auf mich niedergeprasselt sind, dass ich einen Regenschirm gebraucht hätte und es mir fast schon zuviel war, das ist der Jugend des Schwanes geschuldet. Dass es dann aber jetzt mit den Manipulationen der „Noch-Nicht-Freundin-aber-bald-sobald-sie-sich-von-ihrem-Freund-trennt“ auf diese Weise endet, nun ja …

Da sag‘ noch EINER mal zu MIR, ich sei Drama … Hallo?

Dieser besagte Freund sagte auch, dass ich ja schon Fortschritte gemacht habe, weil es ja immerhin kein verheirateter Mann sei… Ich müsse das jetzt nur noch justieren – was älter und mit weniger Ballast … 🙂
Ich musste und muss da weiterhin drüber lachen, denn:
1) Eigentlich war es jetzt ja doch wieder ein vergebener Mann
2) Woher nehmen und nicht stehlen
3) Wo bitte findet Frau im Alter von 30-50 Menschen, die keinen oder wenig Ballast haben… Die dann auch noch die Energie und den Willen haben, sich mit etwas komplexeren Mitmenschen auseinander zu setzen … Die dann vielleicht auch noch die sexuellen Experiementierfreuden teilt

Ich bin weiterhin skeptisch, dass es diese Wesen gibt – da such ich doch vielleicht besser nach Einhörnern?

😉

Diese Soap ist nun zu Ende – als Abspannmusik den Link klicken

I think I’ve had enough
I might get a little drunk
I say what’s on my mind
I might do a little time

‚Cause all of my kindness
Is taken for weakness

Der Freitagspost erschien diese Woche bereits am Donnerstag 🙂

Ein schönes Wochenende und für die, die heute noch Sonne haben – Nase entgegen strecken bitte 😉
Lila

Ach herrje, einen Freitag UND einen Dienstag verpasst … tstststs…..

Ach herrje, einen Freitag UND einen Dienstag verpasst … tstststs…..

aaaaargh!
Was ist denn grade los?

Es war SO viel los, ich hatte keine Lust zu bloggen, wenig Lust zu reden … Letzten Mittwoch gab es einen wunderschönen Trigger, verursacht vom jungen Schwan. Albern. Total nichtig, eigentlich…. Ich kann verstehen, dass die andere Seite es nicht wirklich versteht. Aber das ist wohl das Geheimnis von Triggern, von Komplexen, von Ticks – andere verstehen selten. Sind eben sehr persönlich. Irgendwie.
Was war passiert?

Ich war in der Spielehölle, alles war gut, lustiger Abend – wie sind essen gegangen, eine Truppe von 4 Jungs et moi… und man redete über Freitag und die Party beim jungen Schwan… Was man alles spielen wollen würde, die lustig das werden würde… Ich sass da und lächelte, schwieg… Draussen wurde sich verabschiedet, ich frage diverse „Wann sehen wir uns?“ – je nach Geschick kam ein „Nächste Woche?“ oder eben ein „Öhm, also ich bin Freitag beim jungen Schwan? Ah… ja dann… äh… nächste Woche?“
Der junge Schwan bedankte sich unter vier Augen noch sehr liebevoll und für seine Verhältnisse extrem intensiv für meine Hilfe die letzten Tage, drückte mich – meine Miene war Bombenfest – ich fragte in der Umarmung „Wann sehen wir uns?“ – er „Nächste Woche?“
okay – ich war also nicht eingeladen…. hmm ouch ouch ouch…
Ich schaffte es zum Auto, dann flossen die Tränen… Schaffte es nach Hause und die Tränen flossen immer noch.

Mittlerweile hat sich die Situation ein wenig aufgelöst, der Knick im Ego ist aber noch nicht ganz ausgebügelt – das wird auch noch eine Weile dauern, aber wir haben mittlerweile gesprochen und er ist sehr geknickt, ob der ganzen Situation. Hmm nunja… ich glaube er hat gestern einen Vorgeschmack meines Elefantenhirns bekommen … Aber ich versuche nicht nachtragend zu sein, ehrlich! Ich schwöre!
Wirklich, ich will das immer gar nicht und vielleicht ist es mal anders, weil ich Dinge wirklich kläre und sie nicht in mich reinfresse? Könnte ja sein?

Daher freue ich mich auch den nächsten Freitag, weil dann DAS Gespräch mit dem Leinenmann ansteht – ich bin ja mal gespannt. Er hat sich Notizen gemacht… 🙂 Ich bin gespannt … Ich habe mir keine Notizen gemacht, ich muss einfach nur in mich reinhören… Denke ich 🙂

R. ist wieder aufgetaucht, was mich sehr gefreut hat. Ich vermutete ihn als stillen Mitleser und mittlerweile kommunizieren wir wieder – auf einer Ebene mit der ich leben kann… Denn – daher war der Schritt wichtig für mich – ich habe keine Angst mehr ihn zu verlieren oder zu gehen … Aber mit dem Wissen, dass ich sagen muss, wenn mir etwas nicht passt – ob ihm das gefällt, ihn wütend oder zickig macht.. Egal!

Mit meiner Mutter das gleiche Spiel: Ich muss sagen, was ich denke, was ich fühle… Nicht mit dem Vorschlaghammer – aber auch nicht SO verschnörkelt, dass es keiner versteht.

Mutig sein! Für mich einstehen! Meine Meinung sagen – ohne Angst!

Nothing’s gonna hurt you the way that words do
And they settle ’neath your skin
Kept on the inside and no sunlight
Sometimes a shadow wins
But I wonder what would happen if you

Say what you wanna say
And let the words fall out
Honestly I wanna see you be brave

Und: Ich hatte kurz gedacht „Oh, Therapie reicht vielleicht auch einmal die Woche und vielleicht bin ich bald geheilt“ – äh, nein… wir machen das schön noch ein bisschen weiter… 🙂

Intensiv

Intensiv

Ich glaube Dienstag wird der neue Freitag… Puh!

Faszinierend, dass die Abende in der Spielhölle (Wie meine Mutter den Laden liebevoll nennt) immer an Therapietagen sind.

Verabredet war ich eigentlich heute mit jemand, der mir was beibringen wollte… Und einem anderen Bekannten.
Vermutete aber den jungen Schwan im Laden – da aber die Kommunikation grade sehr einseitig ist, Schwan steckt immer noch seinen Kopf unter den Flügel und schweigt, wusste ich nicht, ob er da ein würde.

Ich hatte keine Zeit mehr sein Lieblingskleidungsstück mehr anzuziehen, brachte ihn aber zum Grinsen, als ich es ihm in der Tasche zeigte 🙂 Immerhin etwas.

Eigentlich wollte ich ihn nicht im Spielfluß stören, aber er wollte spielen und so zog er mir 3-4 Mal das Fell über die Ohren… (und das obwohl er, wie er nachher zugegeben hat, schon weggeschummelt hat, damit es nicht so schlimm wird…). Eigentlich warteten 2 andere Herren auf ein Match mit mir, aber wir waren irgendwie nicht zu trennen… Er wurde auch 2mal gefragt, ob er spielen möchte, er wollte aber nicht.

Er will ja immer nicht so sprechen und ich soll und darf ja eigentlich auch nicht fragen. Ich bin ja aber geschickt *hüstel* Und so sprudelte es in Etappen aus ihm raus, leise, soll ja keiner hören.

Die „großen“ Jungs gehen ab und an nochmal in eine Kneipe um die Ecke weiterspielen und der doofe Freund vom Leinenmann fragte sogar mich, ob ich mit wolle… Huch… Junger Schwan wollte aber gehen und ich begleitete ihn noch zum Einkaufen und dann standen wir noch knapp eine Stunde an seinem Auto. Redeten, sprachen über seine Projekte, ich bot Hilfe an (weil ich tatsächlich helfen kann) und er guckt mich wieder an und schweigt eine Weile, guckt weiter, um dann zu fragen, warum ich das mache… Hilfe anbieten… Ihm.

Öhm… ja… nun… Weil das Dinge sind, die MIR leicht fallen und DIR schwer fallen.. und weil Du nicht alleine bist… Ich erzählte ihm dann „Schwänke“ aus meinem Leben und zeigte ihm auf, dass ich durchaus weiss, wie sauschwer es ist, Hilfe anzunehmen oder geschweige denn danach zu fragen – ich kann das nämlich auch nicht… Also so gar nicht.
Ich habe nie Schwäche gezeigt, nie Hilfe angefragt, ungern angenommen und überhaupt… Ich kenn‘ das … und deswegen weiss ich auch, dass es schwer für ihn ist.
Er: „Ich bin ein Sturkopf“
Ich: „Prima, ich auch“

Und dann mussten wir beide lachen.

Ich habe ihm auch erzählt, wie schwer es für mich ist, nicht NOCH mehr zu machen und nicht innerlich durchzudrehen und ihm vor allem zu vertrauen. Weil der Gedanke, dass das alles nur ein Scherz ist oder er sich mit den anderen Jungs austauscht oder oder oder … Die sind in schlechten Momenten schon präsent. Und dass ich das aber nicht denken möchte, weil ich ihm das nicht zutrauen möchte.
Daraufhin erzählte er, dass es ihm ja auch so ginge, ich könne ihn ja auch in die Pfanne hauen und sowieso hätte ich ihn am ersten Abend ja auch vergewaltigen können – so mit Peitsche und Fesseln und so… 🙂
Oooops, habe ich da zuviel aus der Spielkiste rausgeholt? *unschuldigguck*
Er stellt dann glaube ich von selbst fest, dass wir beide einander vertrauen können, sollen, müssen… Mir ist das ja recht – ich habe keine Lust mehr auf Lügen.

Nun bleibt einiges zu hoffen: Für ihn, dass er seine Leichtigkeit wieder findet… und dass er es schafft, schlechte Dinge und Menschen links liegen zu lassen (das kann er nämlich besser als ich). Dass er es schafft seine Lebensfreude und seinen Optimismus wiederzufinden und sein charmantes kindliches Gemüt zu behalten … 🙂
Dass er helfenden Händen vertraut und sie annimmt – einfach so.
Und dass ich es schaffe, mich zurück zu nehmen und da zu sein, wenn es passt und ihm Raum zu geben, wenn er ihn braucht – nicht meine einfachste Übung 🙂

Weiterhin: Keine Beziehung. Zumindest keine die Liebe oder einen Status oder sowas hat. Kann ich nicht, will er nicht. Passt. Aber ich glaube einfach dran, dass Menschen manchmal ins Leben schneien und eine Funktion haben. Manchmal flattern sie wieder raus, manchmal hinterlassen sie Aufgaben, Lücken, Suchbilder und manchmal bleiben sie einfach. Irgendwo im Leben drin.

So! Ich tanze jetzt im Büro in meinem Blümchenkleid und freue mich einfach des Lebens. Sonne scheint, Kaffee schmeckt, Musik läuft…

Life is good 😉

Wund

Wund

… hach…

Ich habe ganz vergessen, wie schön es sein kann einfach erschöpft in die Kissen zu fallen und am nächsten Morgen aufzuwachen und die „Kampfspuren“ spüren…

Es war ein super intensiver, schöner Abend… 🙂

Der junge Schwan hat für sein Alter schon verdammt viele Dämonen, die um ihn rumschwirren. Sachen, die normalerweise mein Helfersyndrom triggern… Interessanterweise kann ich es spüren, aber agiere nicht zwingend wie früher. Ich weiß, dass er das nicht möchte. Und ich schätze ihn und seine Offenheit zu sehr, als dass ich das aufs Spiel setzen wollen würde.

Es gibt auch kein „Machtgefälle“, keine Spielchen – ich bin da noch sehr oft ein bißchen irritiert, weil ich es so nicht kenne. Innerhalb von Sekunden freue ich mich aber einfach darüber, dass es genauso gut ist. Mal tease ich ihn, mal neckt er mich … Die Insider lassen andere dennoch mitlachen, uns aber auch noch andere Dinge verspüren… Oft genug flogen gestern Blitze zwischen den Augen hin und her… Einfach so … Ohne Krampf… Ohne Kampf… Jeder lässt den anderen sein.

Die Begegnung mit dem Leinenmann war unaufgeregt. Ich finde, dass er mir aus dem Weg geht, ich denke aber nicht mehr, dass es meine Aufgabe ist, die Brücke zu schlagen. Beim Beobachten aus der Ferne fragte ich immer in mich rein: Fehlt er mir? Empfinde ich noch etwas? Was genau hat mich damals angezogen?
Nein, Ja – Enttäuschung und Mitleid, Keinen blassen Schimmer mehr.

Es ist am Ende des Tages auch egal, weil ich mich durch die Distanz für Neues öffnen kann. Irgendwann lege ich mir im Laden eine klassische „Tanzkarte“ zu … Keine Ahnung, warum alle bei mir am Tisch stehen, aber ich find’s ganz nett… 🙂 Mit dem Schwan ist einiges interessant: Die körperliche Distanz aus Angst vor zuviel Nähe, das fehlende Knutschen und seine Angst vor Fortpflanzung sind Dinge, über die wir sprechen, die aber Zeit brauchen.

Und das haben wir: Zeit …. alle Zeit der Welt… es gibt kein Ziel, es gibt nur den Weg… Schritt für Schritt … in unserem Tempo…

Und – OMG, was dieser Mann mit seinen Händen anstellen kann ist unglaublich!
Damit auch mal die Cliché bedient werden: Was eine pure Freude es ist mit einem jungen, knackigen, durchtrainierten Körper spielen zu dürfen… Orrrrr… 🙂

Ich gehe mal tagträumen 🙂

Perjantai

Perjantai

… das war finnisch… 🙂 (Bitte mit Sendung-mit-der-Maus-Stimme vorstellen!)

Also … diese Woche war ja mal wieder ein kleines turbulentes Miststück 🙂

Das Dampfablassen und das Nachbeben zeigen an Tag 2 nur eines: Erleichterung … Freiheit zu Atmen … Freiheit zum Denken und Freiheit zum Geniessen

Mit meiner Therapeutin musste ich heute sogar richtig lachen, weil ich mich beschrieben hatte, wie es mir geht, wenn ich etwas oder jemand Neues für mich Entdecke.
Pure Begeisterung! Die man mir anmerkt, die ich auch gerne jeden Wissen lasse, ich teile diese Freude auch gerne… Zu Sir Alecs Freude hier wieder das Bildnis vom Welpen… 😉

Aber so ungefähr darf man sich das vorstellen:

(Ja, ich kann das ABC auch rülpsen 😉 )

Ein Teilfazit ist, ich muss lernen, auch dieses Gefühl, diese Begeisterung zu erkennen und steuern zu können. Weil es mir in der Begeisterung leider oft passiert, dass ich Fehler oder Schlechtes nicht sehe(n will) und ich mich dann Menschen öffne, die damit nicht umgehen können und im Schlimmsten Fall Schaden anrichten.

Mein kleiner, großer Schwan ist eine pure Freude.

Ich verbiete mir Gedanken wie „niedlich, süß, putzig“ – denn manchmal ist er genau das… Wenn die Naivität und/oder seine Jugend durchbricht…
Ich verbiete mir Sätze, die altklug klingen, denn ich weiss, wie sehr es nervt, wenn mir jemand erzählen will, dass ich das „mit dem Alter“ noch lerne…
Ich mag es, dass er offen zugeben kann, wenn ihn etwas überfordert…
Ich mag es, dass er einfach sagt „ich find Dich toll“
Ich liebe unsere versaute Ebene *g*
Ich liebe sein Lächeln und die Grübchen, die er so sehr hasst, weil sie unmännlich sind.
Ich amüsiere mich über seine „Figurprobleme“, er möchte mehr Muskeln – wirkt männlicher – ahja 🙂
Ich habe Pippi in den Augen, wenn er mir tagsüber Fotos von seiner Arbeit schickt, die er mit so einer Hingabe macht… es ist eine Wonne… es ist schön, wenn man an sowas erinnert wird.
Ich geniesse die Wirkung, die ich auch ihn zu haben scheine. Ich freue mich da einfach dran.
Und somit freue ich mich auch weiterhin auf Freitags… Es bleibt einfach ein toller Wochentag.

Es regnet heute Komplimente für die Klamotte und für die Haare … ich weiß garnicht, was hier los ist *grins*

Ein schönes Wochenende 😉

Lila