Scheiterhaufen

Scheiterhaufen

DasManuel hat auf Druck einer bestimmten MrsMcH eigene Fragen zum Stöckchen-Wurf ausgespuckt, aber leider den Stockwurf ignoriert. Da ich die Fragen interessant fand, habe ich sie mal beantwortet … 🙂

 

Hat dein Leben einen Sinn?

Hat irgendein Leben einen tieferen Sinn? Primäre Funktionen wie atmen, essen, trinken, schlafen mal ausgenommen, hoffe ich doch, dass meine Lebenszeit nicht gänzlich un-sinnig war. Aber ob ich eine tiefere Motivation, ein Ziel oder einen Sinn in mein Leben hinein interpretieren würde? Da fehlt mir sowohl der spirituelle als auch das gegenteilige fatalistische Denkansatz.

Wenn du ein Ereignis (irgendeines) ungeschehen machen könntest, welches wäre das? Und warum genau dieses?

Das ist eine für mich sehr einfach zu beantwortende Frage: Ich würde mich gerne nicht mit Heiko getroffen haben. Ihn am Besten nicht kennengelernt haben. Warum?
Weil es das erste Mal in meinem Leben so war, dass mein kleiner Leitspruch „everything happens for a reason“ oder „ich möchte nichts bereuen“ nicht gegriffen, keinen Sinn gemacht haben. Das, was ich von ihm gelernt habe, hätte ich besser oder anders auch von anderen lernen können. Das was ich NUR von ihm lernen konnte, hätte ich lieber nicht gelernt. Sich wochenlang für verrückt zu halten zum Beispiel. Keinen Ansprechpartner zu haben, weil dieser einen mit einer falschen Biographie und falschen Erfahrungswerten in Sicherheit gewogen hat. Das wären Dinge gewesen, die ich mir gerne erspart hätte. Ebenso die ganzen Streitigkeiten, Kämpfe und Verletzungen. Das Nachtreten am Ende – all‘ das hätte nicht sein müssen. Und ich hätte es wissen können, wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört hätte. Habe ich aber nicht. Pech.

Um aber eben doch etwas Gutes daraus zu ziehen: Durch ihn ist der Grundstein für die depressive Episode gelegt worden, die letztendlich zur Therapie und zu einer hoffentlich besseren Zukunft führen wird.

Dennoch bleibe ich dabei: Wenn ich könnte, würde ich …

 

Woran glaubst du?

Puh! Schon wieder so eine Frage. Wenn ich definieren muss, woran ich glaube und dem Ganzen einen Namen geben soll, dann wäre das am Ehesten Schicksal oder Karma.
Ich würde gerne sagen, dass ich an mich glaube – das ist aber nicht oder selten der Fall.

Vielleicht ist die beste Antwort, dass ich immer an das Gute im anderen Menschen glaube. Und das auch gerne sage. Ich bin an dieser Stelle hoffnungslos naiv… 🙂

 

Welcher ist dein größter Makel?

Ich bin hoffnungslos naiv … und fatalistisch … das ist eine unglaublich anstrengende Kombination.
Mein größter Makel ist meine Impulsivität/Ungeduld. Die beiden Eigenschaften geben sich nicht soviel, was den Wettkampf um den größten Makel angeht 🙂

 

Dir wird ein Tag absoluter strafrechtlicher Immunität gewährt, den du selbst bestimmst – du kannst 24Stunden lang tun und lassen, was du willst. Welchen Tag wählst du? Wie verlebst du diesen Tag?

Da müsste mir ja erstmal einfallen, was ich gerne machen würde, was illegal wäre. Hmm! Ich bin kein Drogen- oder Alkoholkonsument. An Selbstjustiz glaube ich nicht. Wenn ich mein Bankkonto füllen könnte und das Geld auch nach Ablauf der 24h behalten dürfte, das hätte einen praktischen Sinn.

Den Bundestag lila anstreichen und mit Glitzer bestreuen. Die Waschmaschine ist so grau und trist.

 

Schreiben bedeutet für dich …?

Mittlerweile gedankliche Freiheit und Entlastung. Und ich hoffe in Zukunft auf einen Ausbau meiner kreativen Ader … Fiktion oder Wahrheit? Ich mag‘ den Gedankenspagat beim Lesen, ich möchte auch so schreiben.

 

Welcher war der bislang glücklichste Moment deines Lebens und warum?

Ich würde sagen, die Geburt der Tochter meiner besten Freundin. Ich war Geburtspartner und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich fand‘ das toll und habe mit diesem Kind bis heute ein besondere Beziehung.

 

Welcher war der bislang traurigste Moment deines Lebens und warum?

Das ist in der jetzigen Phase echt eine gemeine Frage. Momentan finde ich fast alles traurig und in der Retrospektive ist auch vieles grau und traurig. So sehr, dass ich mich manchmal frage, warum ich noch so oft lachen kann und warum ich in all dieser Verzweiflung nicht aufhöre zu existieren, da es ja eh‘ niemanden interessieren würde, ob ich atme oder nicht.
Vielleicht den Punkt vor ein paar Wochen, als mir klar war, was ich alles verloren habe und was ich nicht nachholen, aufholen, wiederholen kann… Nie können werde. Die Endgültigkeit von allem und das Zerrinnen der verfügbaren Zeit.

 

Welches Handeln birgt größere Verantwortung und warum: Leben zu geben – oder zu nehmen?

Geben! Das ist eine übermenschliche Bürde für einen anderen Menschen und dessen Wohlergehen verantwortlich zu sein. Ein Grund, warum ich kein Kind habe, ist, dass ich mir dessen immer bewusst war und niemals freiwillig alleinerziehend hätte sein wollen. Aus purem Egoismus ein Kind in die Welt zu setzen (was in der Jugend mal mein Plan war, weil ich unbedingt Mutter sein wollte), kam mit dem Alter und dem Bewusstwerden der Verantwortung und dem Erkennen, dass man NIE alles richtig machen kann mit Kindern und Kindererziehung, das Wissen, dass ich das nicht möchte.

Leben nehmen: Da möchte ich gerne unterscheiden. Ich denke in diesem Fall bewusst an Sterbehilfe und das wünsche ich mir für mich. Dass, wenn ich nicht mehr möchte, mir jemand helfen wird, das Elend zu beenden. Und genauso möchte ich diesen Wunsch meinen Liebsten erfüllen können, wenn diese das wünschen.

 

Wo ich gerade davon rede … Wenn du wählen müsstest, entweder die gesamte Menschheit auszulöschen oder 50% davon, zufällig bestimmt (es kann dich treffen) – wie würdest du entscheiden?

Verstehe ich nicht, warum möchte jemand die gesamte Menschheit auslöschen? Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann nehme ich die 50% – ich glaube per se an die Institution Mensch und möchte diese nicht auslöschen. Und wenn es mich trifft – nunja, ich hatte bis dato ein eigentlich ganz okayes Leben. Dann ist dem eben so. Ich habe keine Bucket-List, die ich noch panisch abarbeiten muss. 🙂

Switch

Switch

Ich muss meine Dating-Portal-Profile umschreiben.
Was lange in mir schlummerte, wogegen ich mich teilweise gewehrt habe, was ich am Anfang skurril fand, ist einfach auch ein Teil von mir… Ich also switche gerne.
Ich mag gerne mal in die dominanten Schuhe schlüpfen. Punkt.

(Auch wenn ich im folgenden gerne das Wort „Rolle“ benutze, wie „in eine Rolle schlüpfen“, „die Rolle annehmen“ … Das möge bitte nicht missverstanden werden. Ich stehe nicht auf und ziehe mir ein Kostüm über, es gibt keine festen Zeiträume, wo ich das eine oder andere bin … Es ist in mir – immer präsent. Ich entscheide nur im passenden Moment, was ich gerne ausleben möchte – so wie andere sich ihren Joghurt aussuchen – Erdbeer oder Kirsch?)

Der Weg zu der Erkenntnis war nicht ganz so einfach. Bei den ersten Schritten in die Welt von BDSM war H. die Anlaufstelle und die Aussage war „Wenn Du irgendwann mal einen Mann dominieren willst, ist mit uns Schluss. Das ist für mich total unerotisch und ein Abturn.“
Und so wandelte ich die dominanten Gelüste in Gelüste gegenüber Frauen um, Frauen würde ich dominieren können und wollen, sagte ich mir und ihm.
Hmm nunja … Heute weiss ich – ich würde mich keiner Frau unterordnen wollen, dafür ist mein Ego nicht gemacht, daher würde ich in einer Mehr-Partner-Situation gleichgestellt oder dominant agieren. Aber das heisst nicht zwingend, dass ich eine weibliche sub haben wollen oder bespielen würde. Heisst auch nicht, dass ich das nie wollen würde. Ich weiss aber heute schon, dass ich Frauen anders dominieren würde als Männer. Da gibt es unterschiedliche Triebfedern und Trigger, die sich in anderen Handlungen wiederspiegeln.

Nach H. war ich unsicher, verletzt, lustlos. Ich konnte mir nicht vorstellen irgendwann nochmal Vertrauen zu haben.
Dann kam Dieser Mann , der schon immer überzeugt war, dass in mir eher eine Domme schlummert als eine sub. Der mir sich anbot (und sich dann letztlich wieder verweigerte). Der aber, egal, was sonst noch passierte, eine Tür geöffnet hatte und mir erlaubte zu lernen. Neugierige, teilweise kindlich-naive Fragen zu stellen, Phantasien zu besprechen und auszuprobieren.

Und dann ist da R.
Ich schreibe nicht viel von ihm und dennoch ist er immer da, immer für mich da, weiterhin immer „nur“ online. Aber das macht tatsächlich erstmal nichts aus und sagt auch an dieser Stelle wenig über die Qualität der Beziehung aus. Er war mit ein Grund für Probleme in der Beziehung mit H., der die Aussagen „Du sollst andere Männer treffen“ und „Ich will aber der Wichtigste für Dich sein, Du bist aber nicht wichtig für mich“ ohne mit der Wimper zu zucken und seine eigenen Diskrepanzen entdeckend über die Lippen brachte.
Nun … R. half und hilft mir. Er war und ist ein sicherer Ort für mich, ich kann ihm vertrauen.

Und, er ist Switch. Ich wusste, dass er mal den ein oder anderen Fetisch ausgelebt hat, dass er sich auch mal eine Online-Domme gesucht hatte, aber so richtig präsent wurde das alles erst, als ich ihm von den Ausflügen mit „dem Mann“ erzählte. Erst kamen, in seiner so gewohnt charmanten Art, blöde Kommentare und dann irgendwann die Aufforderung „Dominier mich!“

„Äh, ja … Neeeeee? Geht nicht??????? Du bist mein Dom? Ich verlier jeden Respekt? und Du machst Dich doch eh‘ nur lustig über mich!“

Ungefähr so war meine Reaktion… Aber ich nahm trotzdem die Zügel in die Hand und bespielte ihn … online. Erfolgreich, glaube ich, denn seitdem spielen wir regelmäßig.

Das, was ich für unmöglich hielt, geht… Man kann in einer Beziehung beide Seiten miteinander ausleben, ohne dass es zu Komplikationen führt – wenn sich beide an gewisse Regeln halten.

Für uns z.B. gilt, dass es niemals Konsequenzen aus der Verhaltensweise aus der anderen Rolle geben darf. Er kann mir also kein Verhalten von Domme „heimzahlen“, wenn ich sub bin. Gilt genauso umgekehrt. Es gibt Keywords, Kosenamen, die das Spiel einläuten und die Rollen klarmachen. Jeder muss ehrlich sagen, wonach ihm/ihr gerade der Sinn steht. Ich kann nicht dommen, wenn ich subbig bin, er genausowenig. Das muss der Andere dann jeweils akzeptieren.
Es ist ganz einfach.

Ich musste mich an vieles Neues gewöhnen, mich selber hinterfragen, warum ich im ersten Moment davor zurückschrecke. Balltorture, Eier abbinden, die Harnröhre penetrieren – unvorstellbare Techniken noch vor einem Jahr. Im Endeffekt ist es einfach nur unbekanntes Terrain. Also Lesen, Fragen, Ausprobieren – mit dem richtigen Partner…. Der sich gerne für mich in Schale schmeisst: Also Heels, Strapse, Spitzenslip… Am Anfang war das eher so „Naja, wenns Dir Spaß macht, zieh das halt an“ – Mittlerweile verstehe ich sein Bedürfnis, seine Trigger an dieser Stelle… Und verstehe, dass es ihm noch mehr Spaß macht, weil es mich anmacht. Und das tut es tatsächlich. Wollte ich am Anfang keine Bilder „davon“ sehen, freue ich mich darüber und fordere diese auch ein.

Bei R. und mir gibt es selten Übergriffe in den Alltag, er würde, wenn ich es mir wünschen würde, in Klamotte ins Büro gehen. Ich stelle ihm das allerdings frei, weil ich es mir selber als sub auch selber aussuchen möchte. Das ist für mich eine Grenze, die ich in beiden Rollen beachte. Der andere Mann hatte andere Spielvorlieben, der trug mit Vorliebe seinen Ballstretcher für mich, ging Commando, entschwand gerne mal auf Arbeit aufs Klo um eine Spielrunde einzulegen. Es gibt so wahnsinnig viele Varianten, die es noch zu entdecken gibt.

Es gab und gibt doofe Situationen – massenweise… Es gab auch Tränen der Überforderung. Aber es gibt auch immer wieder Klärung und Gespräche. Ich kann meine Erfahrungen und meine eigenen Limits als sub z.B. nicht immer vergessen – Degradierung, gerade verbale, fällt mir nicht leicht, ist aber einer von R.s größten Leidenschaften. Ich mache es auf meine Art und das ist okay und genug für ihn. Es gibt, das macht es so entspannend, keinen Druck. Es passt.

Momentan bin ich mehr Domme und weniger sub. Manchmal fragt er mich, ob das für mich okay sei. Meistens ist es das. Denn ich bin gerade keine gute sub. Ich bin zu gierig nach Liebe, Nähe und Anerkennung und das macht mich verzweifelt und grenzenlos. Und ich habe kein Vertrauen, oder wenig, sowohl in ihn als auch in mich. Das ist schwierig und eine Aufgabe für uns beide.
R. liebt das Spiel der Willkür, Verweigerung und des Mindfucks. Das passt gerade nicht und ist zuviel für mich – das weiss er und wir „arbeiten“ daran, Vertrauen aufzubauen.
Als Domme bekomme ich seine Nähe und Anerkennung aus der Rolle raus, das passt wunderbar. Die eine Rolle ist Unsicherheit, die andere Sicherheit… Ich bevorzuge das Spiel in Sicherheit – momentan.
Aussenstehende, die unsere Konversationen auf tumblr begutachten, finden es faszinierend, wie wir parallel und fast schon schizophren beide Rollen bedienen können und scheinbar ohne Schwierigkeiten von der einen in die andere Rolle übergehen. Weil es aber eben keine Rolle ist, sondern einfach Teil von uns.

Ich denke da nicht weiter drüber nach – er macht mich an, wenn er mir dommige Bilder schickt oder wenn er mir subbige Bilder schickt. Das macht keinen Unterschied – ich bin eine Person, die verschiedene Vorlieben hat.

Ganz einfach.

Es passt. Einfach mal genießen, dass das so ist.

9.670

9.670

Sie. Er.

(MIttlerweile gescheitertes) Experiment, Expedition, Reise.

Sie: Teil 1 hier.

 

 

Ich geniesse die Unsicherheit in seinem Blick, als er die Box aufmacht und die Linsen sieht.
Ich liebe seinen fragenden Blick und das Flattern der Augenlider, wenn er versucht meinem Blick stand zu halten. Er kann es selten, heute garnicht… Er ist zu geil und zu nervös.

„Mach‘ sie rein bevor wir losfahren, Kleiner“

Der gute Junge gehorcht, ich seufze leise vor lauter Vorfreude.

Ich lehne mich rüber, beiße sanft in sein Ohrläppchen und hauche „Ab jetzt bist Du Meins.“

Ich sehe den Anflug eines Lächelns auf seinem Gesicht, sehe wie sich seine Lippen öffnen, er möchte etwas sagen – ich sage streng: „Ab sofort sprichst du nur, wenn ich dich dazu auffordere. Hast du mich verstanden?“

Er nickt.

Ich lasse das Auto an, drehe die Musik auf und fahre los.

Mein Kleiner sitzt unruhig neben mir, ich lächle und lege meine Hand in seinen Schritt… Als er zusammenzuckt, lache ich leise vor mich hin. Ich spüre die Lust und die Härte, es zuckt mit jeder meiner Handbewegungen.

Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde, ich fahre direkt auf den Hof, schaue mir das Haus von aussen an. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl meines Kleinen. Er hat Geschmack.
Nachdem ich den Schlüssel gefunden habe, schliesse ich auf, hole unser Gepäck und suche meine Spieltasche, und packe aus… Das Halsband.

Lila Leder, samtig und hart, eine großer, schöner Ring vorne. Der Geruch alleine macht mich an… Das und die Leine nehme ich in die Hand und gehe zurück zum Auto.

„Aussteigen und hinknien“

Ich befestige das Halsband um seinen Hals, klinke die Leine an und bedeute ihm aufzustehen und mir zu folgen. Kurz vor der Haustüre weise ich ihn an, seine Männerklamotten abzulegen. Er muss den Windhauch spüren und sich fragen wo er gerade ist, er runzelt die Stirn und seine Hände zittern. Herrlich.

Sagte ich schon, dass mein Kleiner wunderschön ist? Für mich ist er gerade so das wunderbarste Wesen…
Ich streiche ihm über das Gesicht, fahre die Konturen nach, spüre die ersten Bartstoppel… Kontrolliere, ob er überall ordentlich rasiert hat. Nehme sein Gesicht in die Hand, nähere mich ihm und sage „Brav“

Ich nehme ihn mit nach drinnen, ins Fachwerkhaus, dort ins Wohnzimmer, wo ein Balken steht. Ein stabiles mitten im Raum – perfekt.

„Platz!“

Ich nehme das Seil vom Tisch, lasse es durch meine Finger gleiten und beuge mich zu meinem Schatz runter, streichle seinen Rücken entlang – immer etwas mit Fingernagel – zu seinem Po. Ich seufze und kneife feste rein. Meine Hand fährt zwischen seine Beine und umfasst den Ballstretcher, ziehe ihn ein wenig runter und Schlinge das Seil um seine Hoden. Das andere Ende verknote ich am Balken.

Ich fasse mir zwischen die Beine und halte ihm meine feuchten Finger vor die Nase, lasse ihn riechen und den Finger ablecken.

„Ich setze mich auf einen Stuhl … folge meinem Geruch, finde mich! Dann lecke mich. Zeig‘ mir, wie sehr Du mir gefallen möchtest!“

Mit ein paar Schritten habe ich den Raum durchquert und setze mich breitbeinig hin. Ich schaue direkt auf meinen Kleinen, auf seine tappsigen Versuche auf allen Viere die Richtung zu orten. Langsam tastet er sich vorwärts, skeptisch, ängstlich. Nach ein paar Irrwegen hat er mich fast erreicht, als er merkt, dass das Seil nicht lang genug ist. Er kann meine Füsse anfassen, zu mehr reicht das Seil nicht aus.

„Komm‘, mein Kleiner, weiter….“

Er geht vorsichtig vorwärts, ich kann zwischen seinen Beinen sehen, was passiert – ich geniesse den beginnenden Schmerz in seinem Gesicht zu lesen. Den Kampf in ihm … Weitergehen bedeutet Freud‘ und Leid zugleich. Die Verzweiflung mir gefallen zu wollen, mich schmecken zu dürfen und die eigenene Schmerzgrenze überschreiten zu müssen. Ihm wird kein Schmerz zugeführt (nun, nicht direkt *g*) … er fügt ihn sich selber zu. Köstlich… Er kriecht vor, winselt, kriecht wieder zurück.
Das Schauspiel dauert … vor, zurück, vor, zurück … „Ist das alles? Du hast noch einen Versuch, dann schliessen sich diese Beine für dich!“

Er gibt sich einen Ruck und landet mit dem Kopf genau dort, wo ich ihn haben will. Ich drücke seinen Kopf in meinen Schoß – „Jetzt leck‘!“ – seine Zunge macht das, was sie wirklich gut kann.
Ich bemühe mich um Zurückhaltung, möchte das Spiel länger geniessen, seinen Schmerz am schnellen Atem spüren, aber er ist zu gut und ich zu erregt. Nach dem Orgasmus halte ich seinen Kopf zwischen meinen Beinen… nehme ihm ein wenig die Luft, genieße seine Unruhe… und lasse ihn wieder frei.

Ich gehe zum Balken und weise ihn an mir zu folgen.

„Edgesprints, Süßer, 10 Minuten – Wieviel wirst Du schaffen?“

Er antwortet, mir ist die Zahl zuwenig, das gebe ich ihm eindeutig zu verstehen.
Er gibt mir mehr – gefällt mir schon besser.

„Okay, wenn Du das schaffst, darfst Du im Bett schlafen, wenn nicht bleibst Du hier liegen – Deine Zeit startet jetzt“

10.080

10.080

Sie. Er.

(Mittlerweile gescheitertes) Experiment, Expedition, Reise.

Los geht’s – Fortsetzung folgt.

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Es würde großartig werden… 1 Woche weg vom Alltag, weg von Konventionen… 1 Woche Urlaub in einem abgelegenen Ferienhaus… Mit meinem sub… 24/7… Köstlich!

Und um dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, wird er meistens blind sein… Ich hatte für ihn schwarze Kontaktlinsen besorgt. So würde die „Außenwelt“ nicht merken, was wir gerade ausleben, er hat nicht permanent eine Maske auf dem Gesicht, ich kann sein Gesicht sehen… Ohne Barrieren… Es wird mir komplett ausgeliefert sein….. Traumhaft.

Ich hatte alle unsere Lieblingsutensilien eingepackt, plus noch ein paar neuer fieser Überraschungen. Alle Verwöhn-Mittelchen für mich und ein paar tolle Outfits für ihn… Und eben die Kontaktlinsen!

Noch vor der Abfahrt zu ihm, legte ich die Packung auf das Amaturenbrett, ich hatte einen Trenchcoat an, beim Einsteigen wird er kurz einen Blick auf mein Outfit werfen können. Er wird die Heels sehen und den Spitzenansatz der Strapse… Den Rest wird er sich denken können und es wird ihn hart machen. Wunderbar!

Mein Kleiner stand am verabredeten Ort, er kennt mein Auto nicht und so beobachte ich ihn eine Weile. Ich weiß, dass er keine Unterhose trägt… Dass er den großen Ballstretcher für mich trägt…. Und Strapse…. Mmmmmmmmmh

Er ist sichtlich nervös… Trippelt hin und her… Schaut auf seine Uhr, hält Ausschau, schaut auf sein Handy… Er möchte eine Nachricht von mir, weiß aber, dass er sich nicht melden darf… Ich erfülle ihm seinen Wunsch und schreibe ihm einen Text: „Zieh‘ Deine Heels an und laufe vor der Bushaltestelle auf und ab…. Nicht schummeln, ich seh‘ Dich“

Als sein Handy brummt genieße ich das Mienenspiel auf seinem Gesicht: Freude, Konzentration, Freude, Skepsis, Murren, Ergebenheit… Er bückt sich, ich liebe den Anblick seines Hinterns, wenn er sich vorbeugt und bückt… Mmmh … Er holt seine roten Heels aus der Tasche und wechselt die Schuhe, richtet sich auf, schaut sich um, unsicher stakst er die ersten Schritte nach links, dreht sich um, geht nach rechts… er gewinnt an Sicherheit…. Es ist wunderbar zu beobachten, wie sehr er es genießt… Er ist wunderschön … Er ist Meins.

Ich merke, wie ich in Stimmung komme, feucht werde … Den Drang habe, ihn zu besitzen, zu bearbeiten, zu genießen.
Ich fahre vor, lasse das Fenster herunter und rufe ihn zu mir, befehle ihm einzusteigen. Er darf mich zur Begrüßung auf die Wange küssen, mehr nicht.

„Kleiner? Da vorne liegt etwas für Dich… Ich möchte, dass Du das anlegst.“

Ein Ausflug

Ein Ausflug

auf die dominante Seite, das hatte sich durch Zufall vor ein paar Wochen so ergeben. Weder besprochen noch geplant, es ist „einfach passiert“ – allerdings auch nur Online… Also das „Spielen“…. der Kontakt war schon real und „in echt“ 🙂

Ich habe es schon immer vermutet, dass ich eine sehr dominante Seite habe, konnte mir aber immer nicht vorstellen, diese auszuleben – und schon gar nicht als Domme für einen männlichen Sub. Dafür gibt und gab es mehrere Gründe, einer von ihnen – das Unwissen – gerade über die männliche Anatomie und deren Funktionalität … nein, das ist auch falsch – ich weiss schon, wie die funktioniert, aber eben nicht so sehr wie es sich für den Mann anfühlt, wenn es denn funktioniert… also, ihr wisst schon, was ich meine *g*

Nun hatte sich das irgendwie in Gesprächen ergeben und das Interesse war da, aber auch die Angst und die Zurückhaltung … Also haben wir, nein, habe ich einfach mitten im Gespräch angefangen mal auszuprobieren… Ich habe wahnsinnig viel gelernt und auch gelacht, Ballstretcher und wie diese funktionieren – faszinierend!!!

Mir hat es echt viel Spass gemacht, mir Aufgaben auszudenken, die schon anspruchsvoll waren, manchmal ein bisschen gemein – aber was ich eben nicht bin – niemals fies … Die Verantwortung für jemand anderen zu übernehmen, fand ich anstrengend und schön gleichzeitig … Ob ich das dauerhaft wollen würde? Das wage ich mal zu bezweifeln… Edgetraining, Zipline, Plug, Klammern, Strafarbeiten … War alles dabei … Und ich glaube zumindest mal, dass er in dieser Zeit eine sehr gute Zeit hatte *grins*

Was es definitiv NICHT für mich war? Sexuell erregend… Also zumindest nicht in dieser Form, die eben eher „seinem“ Lustgewinn diente, als dem meinen… Da ich keine Bilder als Beweise wollte, was bei mir sonst ja auch gerne mal dem Kopfkino dient, wusste ich – das macht mir Spass, aber das wird nicht meine dauerhafte Neu-Orientierung… Nicht für die sexuellen Gelüste 🙂

Ob ich jemals all die Dinge SELBER einem Menschen anlege oder antue, die er quasi in meinem Auftrag gemacht hat? Keine Ahnung, ich habe da immer noch innerliche Blockaden mir das vorzustellen… Weiterhin schwierig fände ich das Thema „Schläge“, besonders mit der Hand…

Aber die Macht? Oooooooh, die hat mir sehr gut gefallen… Ein bisschen ZU gut…. 🙂

Was ich am „subben“ so mag, den Kopf abschalten und alles von mir zu werfen und einfach nur loslassen zu können, das fehlt natürlich total beim „dommen“ … Ich hatte hohe Ansprüche an mich, wollte Fehler, die ich bei Doms gesehen und erlebt hatte, nicht selber machen … und damit wird es einfach anstrengend… Schön, aber anstrengend… Gleichzeitig ist es auch unheimlich schön zu wissen, was ein andere Mensch gerade „für“ mich macht… Das gefiel mir schon auch sehr gut.

Es endete dann leider bevor wir in die gemeinsame Spiel-Phase eintreten konnten … Verheiratete Männer haben eben einen grossen Haken und der heisst Ehefrau. *g*

Da ich niemals wissentlich eine Ehe sprengen oder torpedieren würde oder werde (hoffe ich), musste ich mich zurückziehen und habe daraus aber zumindest gelernt, dass ich Männer NOCH sehr viel genauer befragen werde, wie ihre sogenannte „offene“ Beziehung denn geartet ist … Denn „offen“ ist nicht gleich „offen“ … Und selbst wenn „offen“ vereinbart ist, heisst es nicht, dass „offen“ praktiziert wird… Dinge wie „Ich darf das, aber sie darf nichts davon merken“ sind in der Übersetzung eben doch nur „Fremdgehen mit mehr Angst im Nacken“ – Furchtbar diffizil diese ganzen Definitionen 🙂

An alle Männer, die diese Vereinbarung mit ihrer Ehefrau irgendwann mal getroffen haben: Frauen riechen sowas … 🙂 Frauen sind die geborenen Detektive *g* Entweder sie kommt damit klar, dass ihr andere Frauen, wenn auch in anderen Funktionen, habt, oder eben nicht… Dieses „ich will davon nur nichts mitbekommen“ funktioniert nur bei einer Miniiiiiikleinen Prozentzahl an Männern … Und meistens nur, weil sie nichts mitbekommen WILL …. Meine Meinung. Wenn es hier mitlesende Männer gibt, die das schon anders erlebt haben, ich freue mich über Beispiele, die mir das Gegenteil beweisen 🙂
Fazit: Ja, es hat Spass gemacht und ich werde es sicher wieder mal ausprobieren… Und ja, demnach bin ich ein Switch … Es gibt Schlimmeres im Leben, als das 🙂

2538 – Der Epilog H.

2538 – Der Epilog H.

2538 Emails habe ich gerade gelöscht, alle Bilder, alle Hinweise, dass Du ein Teil meines Lebens warst.

In wenigen Tagen wäre es unsere 1-jährige Kontaktaufnahme gewesen, etwas, was Du zutiefst albern findest und eh‘ nicht zu schätzen weisst.

Dies ist der Epilog auf etwas, das etwas Schönes hätte werden können … Aber einer von uns konnte nicht aus seiner Haut raus.

Wo ist der Mann, der mit Tränen in den Augen auf meiner Couch gesessen hat? Der Dinge gesagt hat wie „Es ist mir nicht egal, wenn Du mit anderen spielst“? Den es gefreut hat, als mich endlich seine anderen Frauen gestört haben? Den ich zum Schweben gebracht habe? Der Mann, der Dom, der mich viel hat lernen lassen? Der mir seine Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt hat? Der mir den Regular-Status angeboten hat? Der für mich seine Version eines Anzuges angezogen hat?

Den gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr und ich wusste, dass er nicht mehr zurückkommt… Meine Zeit auf der guten Seite war abgelaufen…

Für meine Leser:

Dies ist ein langer, vielleicht der längste Eintrag in meinem Blog… Er ist über mehrere Tage entstanden und er ist eine Abrechnung und ein Abschluss.

Ich habe etwas gemacht, was meinem Karmakonto bestimmt einen kurzen Ausflug ins Minus bescheren wird… Etwas, was mir zutiefst Freude und Genugtuung verschafft hat… Etwas, was die schlechteste Seite meines Charakters hervorgeholt hat… Und es tut so gut.

Bei unserm Gespräch im Januar hatten H. und ich ja eine Pause vereinbart. Vor meinem Unfall hatte ich darum gebeten, dass wir uns Ende März treffen. Das wollte H. nicht… Er fand es zu früh. Dann kam mein Unfall und H. war an meiner Seite – in Krisen dieser Art kann er ja ganz wunderbar Probleme lösen, die nichs mit ihm zu tun haben. Dann sagte ich ihm, dass mir Aufmerksamkeit fehlt, weil es auch so offensichtlich ist, dass er seine volle Aufmerksamkeit auf eine Dame gelenkt hat, die auf der gleichen Plattform wie wir herumspringt. Die ich länger kannte als er, auf die er allerdings schon immer scharf war… Nun, er hat(te) sie an der Angel… Und siehe da… Er konnte dort kommunizieren, er konnte witzig und aufmerksam sein, er konnte flirten…. Was hinter den Kulissen lief, hat sie alle wissen lassen… Er war sein Jagd-Selbst, der charmante, aufgeschlossene, verständnisvolle Dom… Bis dato waren die anderen Frauen kein Thema für mich, aber da ich mich dieser Frau sehr anvertraut hatte und nicht wusste, was sie ihm oder er ihr über mich erzählte, fand ich das unangenehm. Ich wusste, dass sie eine Frau ist, in die er sich verlieben könnte. Ich wusste, wieviel er mit ihr kommuniziert, dass er ihr zuliebe Regeln gebrochen hat, die er immer vor meiner Nase rumgedengelt hat… Es geht also, es ging nur nicht für mich. Ich fand es respektlos von beiden, dass sie so vor allen rumflirteten, wissend, dass mehrere seiner subs mitlesen. Für mich hätte er die Situation regulieren sollen, er findet, dass das nicht seine Aufgabe ist und er nicht bestimmt, was seine Frauen machen.

Nunja, ich war also neidisch und eifersüchtig und sagte das… Und hatte gleich das nächste Problemgespräch an der Backe. In meiner Verzweiflung verwandelte ich mich in einen Autoverkäufer… Nur verkaufte ich kein Auto, sonder mich…. Im Rückblick degradierend und peinlich. Und nach ein paar Stunden Nachdenkens war mir klar, mit einem Mann, der so an mir und an der Beziehung zweifelt und der nicht in der Lage ist alle seine Frauen fair und respektvoll zu behandeln, möchte ich – nein, kann ich nicht mehr spielen.

Also habe ich ihm ein Ultimatum gestellt (darüber habe ich hier gebloggt)… Ich habe fest damit gerechnet, dass er sagt „Nein Danke“ … hat er nicht, er hat sich erklärt, hat seine übliche Verteidigungsrede geschwungen und hat – wie immer – keine Entscheidung getroffen. Ich war überrascht und dachte mir „Na dann, mal abwarten, ob er seinen Worten Taten folgen lässt“ … Weiterhin wissend, dass ich nicht mehr mit ihm Spielen würde … Und das habe ich die letzten Wochen gemacht… Ich habe geschaut, was er tut und was er nicht tut… Ich habe ihn in dem Glauben gelassen, dass wir okay sind und dass ich mich auf ihn freue… Er hat sich eine „Ds-Auszeit“ genommen (von mir, mit den anderen hat er sicher kommuniziert) und hat sich drauf gefreut, seinen Stress mit mir abzubauen…. Alles immer schön vage und unverbindlich… Auf alle Fragen meinerseits bezüglich der Dame (Ich nenne sie der Einfachheit jetzt Plappermaul), bekam ich keine Antwort. Alles was ich wissen wollte war, ob sie sich letztes Wochenende treffen würden – Was das Plappermaul auf der Plattform groß angekündigt hat. Es ging also lediglich um die Bestätigung einer bereits bekannten Tatsache. Er ignorierte die Frage, reagierte aber auf mein immer noch sehr ehrliches Verhalten, indem ich ihm gesagt habe, dass ich mich mit seiner anderen sub am Sonntag treffen würde. Er war überrascht, er hätte das nicht gedacht, er wollte wissen, warum. Ich habe darauf nur, wie er, mit einer Gegenfrage geantwortet – also nichts anderes gemacht, als er es immer macht und hatte den Knopf gefunden. Er ging hoch: Das sei ihm alles zu anstrengend, er stehe auf unkompliziert und wir seien das Gegenteil davon.

Ich war nicht überrascht, ich war gut vorbereitet und hatte die Antwort auf seine Emails bereits 2 Tage vorher begonnen.

Seitdem sind 2538 Emails von meinem Telefon verschwunden, alle Kontakte abgebrochen, er ist auf allen Plattformen ignoriert und es gibt keinen Weg zurück. Die letzte Email von mir an ihn war bewusst so formuliert, dass es keinen Weg zurück gibt. Sein Stolz wird das nicht zulassen und mein Ego auch nicht.

Mit seiner sub habe ich mich natürlich trotzdem getroffen, sagen wir so, das Treffen war aufschlußreich und für uns beide, was die Zukunft angeht, sehr positiv. Wir haben gemeinsame Pläne geschmiedet, wollen mal auf eine Fetischparty, mal zu einem BDSM-Stammtisch gehen und wer weiss, was wir sonst noch miteinander anstellen.

Und dank Plappermaul wissen alle seine subs, dass sie nun blaue Brüste hat und anal gesquirtet hat… Dass sie auf Essen und Schlaf verzichtet, er der Größte ist und sowieso… Kommt einem das bekannt vor? Jepp, mir auch… Vielleicht wurmt es mich, weil das tatsächlich sehr nah an meiner Verhaltensweise ist….Wobei ich NIEMALS eine seiner sub so behandelt hätte oder habe. Es gab Zeiten, da gab es eine weitere sub auf tumblr und ich habe dort niemals sowas geschrieben, was sie hätte verletzen können. Ich finde das gehört sich einfach nicht.

Bevor jetzt hier der ein oder andere sich wegen Dom-Bashings beschwert oder dass ich ihn schlecht behandelt habe:
Er hat es nicht anders verdient…. Ich habe ihm lediglich für einen wirklich kurzen Moment einen Spiegel vorgehalten, wie es sich anfühlt, wenn man verarscht wird. Und ich habe in den letzten Tagen viel gelernt, über mich, über ihn – der Dunst der Faszination ist weg, der Lack ist ab… ich sehe mehr als vorher…. Und ja, wir hatten tolle Zeiten – verglichen mit den schlechten… Puh, wie die Bilanz ausfällt kann jeder in meinem Blog nachlesen. Ja, ich hätte gehen können – ich hätte sogar mehrfach gehen sollen…. Ich hatte nicht die Kraft dazu, ich hatte immernoch die Hoffnung, dass er all das, was er gesagt und vorallem angedeutet hat, auch so meint. Und hier liegt das Problem: H. spricht oder schreibt wenig konkret aus, was Beziehungssachen oder Wertschätzung angeht… Aber er deutet an… Oben stehen ein paar Sätze, die er mir gesagt hat, die finde ich schon schwierig einzuordnen in einer kalten, emotionslosen Sexbeziehung, die er angeblich immer mit mir geführt hat… Nun ja… das war bestimmt auch alles mein Fehler, das habe ich bestimmt alles falsch verstanden.

Ich bin am meisten von mir enttäuscht, klar… Aber es gibt auch Punkte, die mich an ihm enttäuschen… Den größten Vorwurf, den ich ihm mache, ist, dass er zwar immer sagt, was man von ihm erwarten kann… Dass er sich aber oft anders verhält, gerade am Anfang… Ganz oft war die Situation so, dass ich von unserer Vereinbarung ausgegangen bin und er sie dann auf ein anderes Level gehoben hat, ich davon überrascht war aber natürlich auch erfreut und es hat Hoffnungen geweckt… Es war immer er, der die Beziehung mit Emotionen gefüllt hat… Ich bin zwar ein emotinaler Typ, aber ich habe NIE als Erste irgendwas Beziehungsdefinierendes zu ihm gesagt… Das kam immer von ihm… Was ich gemacht habe, war, ihm immer die Wahrheit zu sagen…..  (Nun im Endeffekt bin ich genau dafür abgeschossen worden *g*)

Die Lügen: Achje, ja es war mir klar, dass er nicht ehrlich ist…. nicht ehrlich sein kann, so wie er sein Leben aufbaut. Aber irgendwie war ich naiv genug zu glauben, dass es bei mir anders ist … Dass ich genug hinter seine Fassade schauen kann…. Dass er mir die Wahrheit sagt… Falsch! Ich möchte garnicht darüber nachdenken, wie oft er mich wirklich belogen hat…

Die Philosophie: Er möchte Dom sein, aber ohne die Pflichten, die ein Dom hat, weil er ja nur Casual ist. Aber er will auf der anderen Seite totales Vertrauen und Hingabe, er verschiebt gerne Grenzen und macht sich keinen Kopf, was das ausrichten kann. Er versteht bis heute seine subs nicht, er kann die Denke nicht nachvollziehen – und er will auch nicht! Das würde ja Arbeit bedeuten… Oder in Konsequenz, dass er die sub nicht bespielen kann, wenn er verstehen würde, was er da anrichten kann. Sein Idealfall ist also – nach der erwähnten sehr kuscheligen, flirtigen Anfangsphase – eine Email um ein Treffen auszumachen, Sex, eine Dankesemail, eine Email um ein Treffen auszumachen, Sex, eine Dankesemail…. usw.

Das funktioniert für keine sub, die ich bis jetzt getroffen habe… Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen subs, die er so hat, das anders sehen als ich – es sind entweder sehr junge Frauen oder Novizinnen – sein Beuteschema… Ist ja auch verständlich… Die glauben im Zweifelsfall, dass so, wie er das lebt, eine gute Art ist Ds zu betreiben. Ich war da immer schon unbequem… Ich habe zuviel gelesen, mich zuviel mit anderen Doms und subs ausgetauscht und ja, auch ich habe ihn, genau wie alle seine anderen subs, belogen um ihn nicht zu verlieren. Mich angepasst, um ihn nicht zu verlieren. Ich habe ihn belogen, er hat mich belogen… Alle seine Beziehungen basieren auf diesen Lügen… ICH möchte so nicht leben… Es hat lange gedauert, bis ich das verinnerlicht hatte. Man kann sich ja auch wunderbar selber belügen.

Das Ding ist: Ich weiss, dass ich unemotional spielen kann… Das habe ich ihm am Anfang mehrfach angeboten… Er hatte die Wahl, ob er einer von vielen sein möchte oder ob er mehr sein möchte… Ob er mein „Zuhause“ sein möchte… Er hat diese Option gewählt… und sich damit die Optionen, die ich damit verbinde – mitunter die Aussicht auf CNC – gesichert… Und bekommen, dass wir ohne Limits spielen….  Ohne Rücksicht auf Verluste… Es war immer er, der mehr Informationen über die anderen Männer haben wollte, der als Erster immer alles erzählt bekommen wollte… Ich hätte das nicht gebraucht, aber natürlich gaukelt auch das eine Form von Nähe, Intimität und Vertrauen vor…

Subdrops: Den ersten Drop kann ich ihm nicht ankreiden, er wusste nicht, was es ist… (Okay, man kann diskutieren, ob ein Mann mit 20 Jahren+ Erfahrung im Ds es sich erlauben kann, nicht zu wissen, was ein subdrop ist….) Den Zweiten hat er nicht ernst genommen. Den Dritten hat er vielleicht ernst genommen, aber ignoriert, wie er mir hätte helfen können. Er hat mich gefragt, was er für mich tun kann, ich habe es ihm gesagt, er hat es nicht gemacht… Und ist davon ausgegangen, dass der Drop von selber weggeht bzw. ich ihn wegebekomme… Das war dann der erste Abschuss, denn ich habe es nicht geschafft… ich wurde ihm zu anstrengend… (nachzulesen hier). Bei unserem Gespräch hat er zwar zugegeben, dass er sich falsch verhalten hat und dass ihm mittlerweile andere subs von ihren Drops mit ihm erzählt hatten (was ich schon wusste), wovon er auch sehr bewegt war… aber was mir leider nicht das Gefühl geben konnte, dass er beim nächsten Drop da gewesen wäre… Das Vertrauen war einfach nicht mehr da…

Und ja, ich hätte nach dem ersten, spätestens nach dem zweiten Drop gehen sollen – aber ich war zu schwach, ich hatte noch Hoffnung…. (Jaja, ich weiss)

Sein Dom-Sein: Ich würde ihn heute nicht mehr als Dom bezeichnen (mich auch nicht zwingend als sub, aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Eintrag). Und ich finde es auch falsch, wenn er als solcher „firmiert“. Auch wenn er mit der „Szene“ nichts zu tun haben will und sich klar von den „gruseligen Gestalten“, die darin rumlaufen abgrenzt, so kann er, denke ich, die Begriffe aus der Szene nur verwenden, wenn er weiss, was sie bedeuten und was andere Personen damit verbinden (könnten). Er könnte als Top oder Sadist firmieren, dann hätte er einen Freifahrtschein… Keiner würde ein Dom-Verhalten erwarten… Aber als Dom, und das hat er mir auch so gesagt, behandelt er seine subs wie ein Geschenk….
Ich muss heute bei dem Satz immer lachen und danach kurz mal kotzen. Es gibt kaum jemanden, der sich un-dommiger verhält als er, weiiiiiil er ja nur Casual-Dom ist und er damit seine eigenen Regeln aufstellt, wie und wann und wieviel er sich um das Wohlergehen seiner subs kümmert… Jaja, die Begrifflichkeiten…

Für mich ist es eben so, dass es da keinen grossen Unterschied gibt… Wenn sich mir eine Frau hingibt, mir ihr Leben in die Hand gibt, ihre seelische und körperliche Gesundheit, dann bin ich für sie verantwortlich – egal, wie oft man sich zum Spielen trifft und wieviel Beziehungen man so unterhält… Wenn man das nicht kann, dann sollte man die Anzahl seiner Beziehungen beschränken. H. macht das eben so, dass er Frau so lange „unterhält“ wie sie spurt, wird sie anstrengend oder fordernd oder langweilig, dann weg mit ihr… und mit einer Neuen neu anfangen… Am Anfang sind sie alle unkompliziert…. Ich bin erst seit einem Jahr in seinem Dunstkreis, aber dieses Verhalten wiederholt sich… Nach eigenen Angaben wirft ihn sowas ja auch nicht aus der Bahn… Er ist mal ein bisschen traurig, verdrückt vielleicht mal ein Tränchen aber mein Gott, die Nächste wartet ja schon… Keine Zeit zu verlieren… Eine Woche ohne Sex geht ja nun auch garnicht… 😉

Limits: Ich habe mich die letzten Tage oft gefragt, was es an ihm war, dass mich so unvorsichtig hat werden lassen. Ich kann froh sein, dass mir körperlich nicht mehr passiert und ich seelisch scheinbar sehr robust bin und in der Lage bin, mich wieder aufzurichten. Seine Philosophie und sein Verhalten erzeugen ein „Friss oder Stirb“-Moment… Jedesmal, jede Entscheidung, die ich treffen musste, war im Hinblick darauf, dass ich seine Konditionen von Anfang an kannte und er sich darauf berufen konnte. Er hat mir nie etwas anderes versprochen (nunja, ich sehe wie gesagt einige von ihm getätigte Aussagen als eine Änderung der Grundlagen, aber das sieht er bestimmt anders) aber in einer Diskussion zieht er sich immer wieder auf die von ihm festgelegten Regeln zurück. Da ich keine Ultimaten stellen kann, da er auf die nicht eingeht… Da ich keine Kompromisse erzielen kann, denn er geht auf die auch nicht ein, habe ich nur den einen Weg – umdrehen und gehen. Ich wollte ihn nicht verlieren und habe dafür viel riskiert. Ich bin ja nicht die Einzige, die in diesem Dilemma steckt. Ich muss eigentlich die Frauen bewundern, die nach dem 1-3 Treffen die Reissleine ziehen, weil sie erkennen, dass er ihnen nich gut tun wird und sie verletzen wird.

Verantwortung: Wir hatten da so den Fall, dass H. „aus Versehen“ ohne Gummi in meine Pussy eingedrungen ist… Gekommen ist er woanders, aber er war drin… Und das am Tage meines Eisprungs…. Ich habe kurz morgens nachgefragt, ob ich das richtig mitbekommen hatte, er bestätigte und fragte, ob ich mir Sorgen machen würde. Ich sagte, dass ich auf dem Weg zum Arzt sei… Pille danach besorgen. Er erklärte mir, dass es bei ihm nie vorkommen würde, dass er einen Lusttropfen (was ein bescheuertes Wort, ehrlich!) habe und er sowieso schon lange und oft coitus interruptus anwenden würde und noch nie was passier sei und ich übertreiben würde. Das war das letzte, was ich von ihm dazu hörte. Ich also Arzt, Pille gekauft, eingenommen… meinen Hormonhaushalt komplett durcheinander gebracht (Bis heute übrigens). Normalerweise kommen nach der Einnahm die Tage früher, bei mir kamen sie 6 Wochen nicht. Ich glaube es war jede Woche ein Schwangerschaftstest… Er wusste davon. Er hat sich nie angeboten als Schulter, hat nie angeboten die Pille mitzufinanzieren… Ignorierte mich und meine Sorgen einfach. War dann allerdings überrascht, dass ich so lange, nämlich 3 Wochen lang, meine Tage habe… Und warum das wohl so sei…
Dass wir dann ohne Gummi gepoppt haben, weil ich dann ja die normale Pille genommen habe, war totaler Irrsinn, ich weiss, total unverantwortlich und ja, ich schäme mich dafür! Aber es zeigt mir, was diese Situation mit mir gemacht hat, ich habe, um ihn zu halten, alle meine guten Geister davon gescheucht. Unglaublich, wie dumm ich sein kann. Ich weiss nicht, ob es das besser macht, dass ich NIE geglaubt habe, dass er mit den anderen ohne Gummi poppt… So naiv war ich immerhin nicht, das macht meine Entscheidung allerdings noch dämlicher… Und ja, ich habe dafür bereis mehrere Kopfwaschgespräche meiner Freundinnen erhalten…. *seufz*
Aber: In meinen Augen zeigt das sehr deutlich, wie er Verantwortung versteht … Nämlich garnicht…. Es wäre ein Einfaches für ihn gewesen, mir beizustehen, meine Nerven zu beruhigen, einfach irgendwie zu reagieren – sich vielleicht auch mal dafür zu entschuldigen… Nichs…
Mag ja sein, dass er davon ausgeht, dass er unfruchtbar ist – das könnte er ja mal testen lassen… Aber ich fürchte das ist dann nicht im Einklang mit seinem Verständnis von Männlichkeit … Nunja, seine Männlichkeit… Aber darauf einzugehen, das wäre nun wirklich ein Karma-Minuspunkt…. Hier im Blog wurden ja auch schon einige Dinge angesprochen, die er nicht sehr verantwortungsbewusst behandelt: Der Alkohol zum Beispiel… Das teilweise unverantwortliche Umgehen mit Spielsachen… Unsichere Positionen…. Mangelnde Kommunikation während der Sessions mit neuen Elementen…. Der Umgang mit den Drops…  Die Kommunikation…

Meine Theorie über ihn: Eigentlich tut er mir ja wahnsinnig leid. Er hat sich ein total zweigeteiltes Leben aufgebaut, deren Teile er wie ein fanatischer Paranoider geachtet wissen möchte. Keiner seiner Menschen auf der anderen Seite weiss von seinen Neigungen und seinem Leben. Die meisten seiner Frauen haben keinen Zugriff auf den anderen Teil seines Lebens. Das Privatleben findet auf dem iPhone statt, die Frauen auf dem Androiden. Eine Postkarte könnte das Ende bedeuteten, weil das für ihn eine Grenzverletzung ist…  Heisst für mich: KEIN Mensch in seinem Leben kennt ihn wirklich, er lässt KEINEN wirklich an sich heran… Er ist immer irgendwie alleine… Muss ständig aufpassen! Kein Wunder, dass er so ist, wie er ist. Er holt sich mit den kleinen Kuschelphasen und dem Übernachten mit seinen Frauen, die Nähe und Initmität, die er sich vielleicht wünscht, aber nicht bekommen kann, weil sich das mit seinem Einmauern nicht funktioniert. Er hat mir mal erzählt, dass er absichtlich dafür sorgt, dass sein Herz total eingemauert ist. SO fest und hoch, dass selbst wenn mal die Bomben treffen, sie nur kleine Splitter der Festung rauslösen. Aber mitnichten in der Lage sind, die Mauern zu durchbrechen. Ich weiss nicht, was in seinem Leben ihn zu dieser Entscheidung getrieben haben, aber es tut mir so wahnsinnig leid. Er steht sich selber im Weg… Vielleicht weiss er das sogar, aber die Angst vor Enttäuschung und Schmerzen sind wohl zu gross. Ich glaube auch, dass das unser größtes Problem war. Ich bilde mir einfach mal ein, dass ich ihn relativ schnell verstanden habe, gesehen habe, wer da hinter den Mauern steckt… Und immer und immer wieder an den Mauern rumgeklopft habe, um sie einzureissen. Mein Angebot an ihn CNC zu spielen, war niemals der Wunsch für MICH etwas zu erreichen. Ich wollte IHM die Möglichkeit geben loszulassen, er selber zu sein, sich nicht kontrollieren und verstellen zu müssen. Und einfach mal fühlen zu können – unbeherrscht und frei.
Und ja, ich denke, dass ihm das alles nicht geheuer war… Vielleicht schafft es eine der nächsten Frauen an den kleinen Rissen im Mauerwerk weiterzuarbeiten. Vielleicht erkennt er auch, dass er Hilfe braucht. Dass es ihm schon helfen würde, einfach mal mit jemand zu reden…. Jemand, der nicht seine sub ist… Der ihm die Wahrheit sagen kann ohne zu befürchten, dass es Konsequenzen hat. Vielleicht findet er auch irgendwann den Mut und steht zu seiner Neigung – seinem anderen Leben gegenüber. Ich würde es ihm wünschen. Ein weitere Wunsch für ihn ist, dass er irgendwann den Mut und das Rückgrat und den Respekt für seine Frauen entwickelt wenigstens persönlich Schluss zu machen. Beide Male bekam ich eine Email… Das ist einfach feige…. Soviel sollten Dir Deine Frauen dann doch wert sein… Aber das kann er nunmal nicht: Direkte Konfrontation… Problem ansprechen und besprechen, die mit ihm zu tun haben… Kann er nicht…. Auch das hoffe ich, lernt er noch.
Er möchte nicht enttäuschen, er möchte nicht Menschen traurig machen, er möchte nicht verletzen – er tut leider kaum was anderes…. Ich hoffe für ihn, dass er irgendwann die Mechanismen erkennt, die es bräuchte um das zu verhindern.

Mein Fazit: Ich bin nicht sehr stolz auf das, was ich die letzten Wochen gemacht habe. Aber ich brauchte die Genugtuung, ihn wenigstens ein wenig getroffen zu haben. Ich brauchte auch diese Zeit um mich gänzlich von ihm zu lösen, den Respekt und die Zuneigung zu ihm verlieren. Zu Erkennen, dass ich ihn nicht ändern werde… Dass auch ich es ihm nicht wert bin, sich zu ändern. Das war hart, das hat Zeit gebraucht, es sind viele, viele Tränen bei mir geflossen … und dafür brauchte ich einfach einen grossen Knall. Ich werde ihm immer dankbar sein, für das, was ich bei ihm lernen durfte – Good and Bad! Everything happens for a reason … Ich weiss, dass ich nun besser weiss, was ich will und was nicht. Ich hoffe, dass ich das in der Zukunft für mich nutzen kann. Es tut weh, belogen und benutzt zu werden, aber ich habe diesen Schmerz genutzt mir über Einiges klar zu werden. Und ich bin nun endlich frei – frei für Neues und Neue… Ich habe die ganze Zeit nicht realisiert, wie belastend das Ganze für mich war. Als ich Freitag seine Email bekam, dass Schluss ist, war ich einfach nur erleichtert. Von meinem ganzen Körper ist eine Last genommen – ich konnte freier atmen, meine Schultern haben sich entspannt… Ich konnte problemlos durchschlafen… Ohne Tränen in der Nacht… Ich hatte/habe einen akuten Anfall von Appetitlosigkeit… Das finde ich, auch wenn es wohl auf ihn zurückzuführen ist, eine sehr erfreuliche Nebenwirkung. Normalerweise bin ich StressEsser… Vielleicht war aber eben auch die komplette letzte Zeit Stress… Und jetzt ist Freiheit.

Und das wars nun…. Ich habe aus dieser „Beziehung“ gelernt, was für eine sub ich sein möchte, was meine Vorlieben und Kinks sind… Was ich noch alles ausprobieren möchte… Ich habe meine Grenzen kennengelernt und die Problematik meiner fehlenden Schmerzgrenze…. Ich weiss, dass ich an meinen Minderwertigkeitskomplexen arbeiten muss und lernen muss, dass Safeworden nicht gleich Versagen ist… Ich weiss, dass ich aus dieser Sache gestärkt rausgehe, mir nichts mehr fehlt, nur weil er nicht mit mir spricht oder weil ich nicht mehr mit ihm spielen kann … Es mir soviel besser geht, jetzt wo ich nicht mehr warten und hoffen muss, dass er sich meldet … Ich weiss, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe – Ich weiss, dass ich etwas Besseres verdient habe….

Eine Freundin von mir hat mir immer gesagt: Das Schicksal stelle Dir immer wieder die gleichen Aufgaben – bis Du Dich ihnen stellst. Das habe ich nun getan… Wir waren in einem Teufelskreis und konnten den nicht durchbrechen -Er steckt immer noch in seinem persönlichen Teufelskreis…. Und ja, momentan funktioniert es für ihn – das kannst er sich weiter einreden… Ich kenne das – es ist soviel einfacher, sich etwas einzureden, als sich seinen Problemen zu stellen.

Ich wünsche ihm alles Gute und dass weder er noch andere Frauen auf seinem weiteren Lebensweg verletzt werden.

 

Danke für alle, die bis hierher durchgelesen haben… Sorry für den äußerst langen und vielleicht eher untypischen Blogeintrag… Ich harre mal dem „Shitstorm“, der mich hier treffen kann (auch wenn ich hoffe, dass er nicht kommt *g*)

 

Genießt die Sonne, wenn ihr könnt!
Lila

SM-Coach

SM-Coach

Hmm, ich glaube, ich sollte das als Hobby oder Zweit-Beruf vielleicht wirklich in Betracht ziehen.

Neben dem Neu-Dom, mit dem ich demnächst Anfange praktische Erfahrungen zu sammeln bzw. er mit mir, habe ich nun eine weitere Dame in meinem Dunstkreis, wo ich aktive SM-Hilfe leiste. Ironischerweise ist es eine sub von H., was es relativ erschreckend für mich macht, weil ich H. für einen guten Lehrer halte und milde erstaunt bin, was bei ihr alles noch nicht sitzt, obwohl sie schon länger als ich aktiv ist, vielleicht ein Jahr länger.

Ich weiss nicht, aber ich finde es unheimlich wichtig schriftlich festzuhalten, was meine Limits sind – Softlimits, Hardlimits … Diese Listen sollte ich, finde ich, im Rahmen eine längeren Beziehung auch regelmäßig justieren – auch dies – schriftlich. Nur mit meinem Partner darüber zu sprechen, halte ich für nicht ausreichend… Warum? Schamgrenzen? Reaktion des Gegenüber? Eine eventuelle Beeinflussung?

Plus, mein Partner kann sich die in Ruhe durchlesen, mir dazu Fragen stellen und sich seine Gedanken machen… Auch ohne meinen Gesichtsausdruck interpretieren zu müssen, auf meine Gefühle Rücksicht nehmen zu müssen, er kann laut lachen oder fluchen… Das bekomme ich alles nicht mit.

Ich kann ihn jederzeit darauf hinweisen, dass das und das Limit besteht, er kann es nicht abstreiten, weil es schwarz auf weiss vorliegt… Man kommt niemals in eine „Das habe ich SO nicht verstanden“ oder „Das hast Du aber nicht gesagt“….

Keine Limitlisten zu haben halte ich für absolut unverantwortlich – nicht nur mir gegenüber sondern auch meinem Partner gegenüber. Solange wir nicht vereinbart ohne Limits spielen, muss er fairerweise wissen, wo kleine Tretminen versteckt sind… in meinem eigenen Interesse – im Zweifelsfall leide ich, nicht er…

Ich kann nur bedingt verstehen, dass man seine Limits nicht kennt… Ich muss doch wissen, was mich anmacht und was nicht… Wo hört für mich der Spass auf? Wann sind meine Grenzen erreicht? Wann ist es kein Spiel mehr sondern bitterer Ernst? Vielleicht sehe ich das durch meine subdrop-Vergangenheit etwas streng, aber ich bin da durchgegangen … ich habe es laufen lassen, ohne auf mich und mein Bauchgefühl zu hören… Ich hätte an einem Punkt X meine Limits und Wünsche evaluieren sollen und neu kommunzieren sollen…

In diesem Fall bin ich die potentiell dominante Person… Ich werde nicht mit jemand spielen, der mir keine konkrete Limit- und Wunschliste vorlegen kann… Das ist mir zu gefährlich… Das ist nicht die Art von „Kick“, die ich spielen möchte…

Das ist zumindest meine Meinung … das ganze Feld, was BDSM/Ds-Spiele und Dynamiken mit der Psyche anstellen, sehe ich mittlerweile mit sehr viel Respekt… Als sub gebe ich vorallem meine Seele in Hände des Dom, den Körper kann ich recht einfach kontrollieren und beschützen, die Seele ist schwieriger und vorallem sehr viel zerbrechlicher. Als Domme möchte ich genau diese schützen… Die sub macht mir ein Riesengeschenk, das mindeste, was ich tun kann, ist sie zu wertschätzen und zu beschützen.

Meine Meinung, aber vielleicht sehe ich das auch zu subjektiv… ?