Frauenschnupfen – Männerschnupfen ?

Frauenschnupfen – Männerschnupfen ?

Was habe ich gelacht… Da ist tatsächlich jemand über „Frauenschnupfen Männerschnupfen“ auf meinem Blog gelandet. Lieber Besucher, herzlich Willkommen. Ich bin mir nicht sicher, ob Du hier fündig wirst, aber … tob‘ Dich aus, wenn Dir danach ist 🙂

Alle tumblr-Anfragen wie immer zusammengefasst: Ja, ihr findet da „ALLES“ … Jede Ausrichtung, jede Vorliebe … wird dort alles bedient. Fotos, Videos, Kontakte… Wer sucht, der findet 🙂

Ein paar interessante Suchbegriffe möchte ich aber rausgreifen:

bdsm pleiten pannen

Gibt es immer wieder. Gab es bei mir viele. Teilweise einfach ulkig, teilweise nicht so ulkig. Ich bin ein Befürworter von Spaß und Ausprobieren. An manchen stellen bremse ich heute früher als sonst, manche Dinge, die mich reizen, werde ich nie ausprobieren. BDSM trifft nicht nur meine primären Geschlechtsteile… es trifft mein Herz und meine Seele… Und die wollen mit Achtung und Vorsicht behandelt werden. 🙂

pornokinogeschichten

Bitte bei der lieben Remy suchen, die hat da mehr Erfahrung 🙂

ein anfänger bei bdsm wienennt man ihn

Anfänger? Ich wüsste nicht, dass es hierfür einen Fachausdruck gibt, aber wenn die hier mitlesenden „alten Hasen“ was wissen, immer raus damit. Ich habe mich immer Novizin genannt, aber das ist ja nun auch nichts anderes als „Anfänger“.

ballettboots geschichten

Leider noch keine. Ich warte noch darauf, dass der Leinenmann sein Versprechen einlöst und mir seine Boots mal ausleiht. Männer und ihre Versprechen. *augenroll*

wie:beschreibe ich:mich im bdsm auf:einer plattform

Ehrlich. Würde ich aber generell immer machen. Mich ehrlich beschreiben. Inklusive aller Erfahrung oder eben Nicht-Erfahrungen, die ich habe. Nicht zwingend mit allen Dämonen und Ballastpäckchen in die Tür fallen, aber schon ausdrücken, was einem wichtig ist. Mir zum Beispiel mittlerweile die Zeit eine Vertrauensbasis aufzubauen. Und die Möglichkeit von regelmäßigen Treffen. Wünsche, die noch erfüllt werden wollen, die stehen in meinen Profilen. Und auch sehr genau, was ich nicht will. Das wiederum funktioniert meiner Meinung zwar eh‘ nicht, weil es oft eine Aufforderung ist, dennoch in Kontakt zu treten – gerade WENN man nicht in die Zielgruppe passt. Die Emails beginnen dann mit „Ich weiss, ich bin nicht, was Du suchst – ABER ….“ 🙂
Kurz: Beschreibe Dich so, dass Du kein doofes Gefühl vor dem ersten Treffen haben musst.

rohrstock für männer

Gibt es da einen anderen? 😉 Härter, um durch die Po-Hornhaut durchzukommen oder weicher, weil sie weniger aushalten als Frauen? 🙂 Aber würde ich unheimlich gerne mal machen… 🙂 Also beides… mal wieder 🙂

breathplay aufgaben

Ouh-oh…. Also hmm. Aufgaben implizieren für mich Dinge, die ich – als sub – erledigen muss. Alleine irgendwie. Ist ja meine Aufgabe. Breathplay finde ich dafür mehr als ungeeignet. So sehr ich Breathplay liebe, aber das Bedarf schon extremen Vertrauens mich von jemand anderem in die Ohnmacht pressen zu lassen. Ich würde das niemals alleine machen. Dafür habe ich zu großen Respekt und auch einfach Angst.
Meine Meinung: Breathplay nur unter Aufsicht und NUR mit einer Person Deines Vertrauens und NUR mit irgendwas in der Hand, um Signale zu geben. Punkt.

subdrop

Dieses Thema hat einen eigenen Tag in meinem Blog und ich verweise immer gerne darauf, einfach unten auf „subdrop“ klicken. Ich habe viel Hilfe zu diesen Themen in diversen Foren gefunden. Es ist gar nicht so selten wie man denkt. Domdrop übrigens auch nicht. Mit dem richtigen Partner ist das auch alles kein Problem. Kopf hoch!

vibrator clit gespreizt orgasmus

Ach wunderbar. Mein liebstes Spiel. Oscar dann das sehr, sehr gut… und er geniesst die Reaktion, die er erzeugt. Meistens klemmt er meine Schamlippen an meiner Beinfixierung fest, dann wackel ich auch nicht soviel und liege „stiller“ als sonst. I love it!

princessplug berichte

Ich habe meinen lange nicht getragen, aber es ist der einzige Plug, den ich schon „außer Haus“ getragen habe und auch schon über mehrere Stunden. Lila Kristall, ist klar, ne? 🙂

Sodele, jetzt muss ich doch mal in meinen eigenen Einträgen nach Männerschnupfen suchen… 🙂

Einen guten Wochenstart!

Lila

Dunkelheit

Dunkelheit

Aufgrund eines flirtigen Chats mit R. und dem Spielen mit Ideen für Szenarien kamen wir auf ein Verhörszenario. Dass er das gerne mit mir machen würde – Mindfuck und Torture… An sich bin ich für sowas immer Feuer und Flamme gewesen, ich habe diese Fantasien, Torture besonders…  Aber, ich kann Angst und Panik nicht mehr ertragen als Spielelement … Ich wusste ungefähr warum, hatte das aber nie richtig hinterfragt. Also bat ich R. darum, darüber schreiben zu dürfen. Ich durfte.

(Für die, die genervt sind von meiner Aufarbeitungsarbeit, die Sternchen sind der Hinweis, dass ihr nicht mehr weiterlesen solltet *g*)

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Es war das Dritte Treffen, meine dritte BDSM-Erfahrung überhaupt… Ich muss das dazu sagen, weil alleine das schon genug Erklärung ist, warum das einfach zuviel war. Und H. hätte das wissen müssen. In jedem Buch, das ich gelesen habe, steht drin, dass Dinge wie Kapuzen etc. etwas für Fortgeschrittene ist, jeder Dom, dem ich das hinterher erzählt habe, hat mit dem Kopf geschüttelt. Ich würde mich selbst heute noch nicht in diesem Stadium sehen, hätte ich damals gewusst, was ich heute weiss, ich hätte das Ganze beendet. Ich habe H. sogar noch die Auszüge aus dem Buch geschickt und wir haben darüber gelacht. Nun, ich habe damals nicht die ganze Wahrheit erzählt und so von ihm keine Hilfe gefordert. Aber nach diesem Erlebnis ist der erste Drop passiert und den haben wir nie aufgearbeitet. Und so steckt das alles noch in mir drin und ich habe Angst.

Was war passiert? (Den Originalbericht kann man hier nachlesen)

Wir hatten verabredet, dass ich auf meinem Teppich kniend, auf ihn Warte … Im Korsett, mit geschlossenen Augen. Er würde klingeln, ich würde ihm aufmachen und mich dann auf meine Position zurückbegeben.
So haben wir das gemacht, er kam dann rein, kniete sich neben mich, stülpte mir einen Turnbeutel über den Kopf aus dem er ein kleines Loch schnitt, damit sein Schwanz reinpassen würde, knotete den Beutel zu und legte mir das Halsband an. Dann sagte er „Wenn Du Dein Safeword benutzt, stehe ich auf und gehe – hast Du das verstanden?“

Ich wiederhole es gerne nochmal – Beim dritten Treffen.

Ich bin sowieso nicht gut beim safeworden, nun hatte ich also auch noch Angst verlassen zu werden, wenn ich mein Safeword nutze. Ich war also unter dieser Maske, fand das Loch extrem klein, durch das Klima unter der Maske lief mir die Nase, ich konnte also nur noch durch den Mund Luft holen. Ich hörte die Handschellen, fühlte sie, bekam Panik – beim letzten Mal Handschellen hatte ich wochenlang taube Finger… er wusste das Handschellen und ich uns nicht gut vertragen, aber ich konnte nichts sagen – ich durfte nicht safeworden, sonst wäre er weg… Also hoffte ich und justierte meine Handgelenke so gut es ging… DT – ich bekam durch die Nase keine Luft, ich konnte ihm das nicht sagen, er konnte meine Augen nicht sehen, ich konnte nicht safeworden, sonst wäre er weg…. Mir liefen die Tränen, er konnte das nicht sehen … Er wechselte Positionen, legte mir Ledermanschetten an, die er mit dem Halsband verkettete … Ich kenne meine Schulter und meine Arme… Ich wusste, dass ich diese Position nicht lange würde halten können… Ich konnte es ihm nicht sagen, ich konnte nicht safeworden, sonst wäre er weg… Ich konnte ihn nicht sehen, nicht in seinen Augen lesen, ob er weiss, wie es mir geht… „Kann er sehen, dass ich keine Luft bekomme, wird er merken, wenn ich ersticke“…. Ich wurde panisch, das Mundloch verrutschte, ich versuchte mit der Zunge, die Maske zu justieren, wenigestens dieses kleine Atemloch muss mir bleiben… Ich hatte Panik… Mir liefen die Tränen, mir lief die Nase, ich bekam keine Luft außer durch den Mund, er machte weiter mit DT, bei den Bewegungen senkten sich meine Hände tiefer und tiefer, ich schnitt mir mehr und mehr die Luft ab und er machte weiter… Ich konnte nicht safeworden – er wäre sonst weg…. Ich habe mich irgendwann aufgerichtet und mit dem Körper „gesafewordet“ – er ist nicht gegangen… Aber es war weiterhin dunkel…. Ich habe versagt… Ich bin schwach

 

Das ist in einem Rutsch runterschrieben, was damals in meinem Kopf vorgegangen ist… Ich habe danach nie wieder auch nur ansatzweise darüber nachgedacht mein Safeword zu benutzen, dieser Satz hat sich in mein Hirn gebrannt.  Ich habe Kontrollverlust erlebt und habe Panik bekommen…. Ich hatte keine Kontrolle über meinen Körper mehr, nicht über meinen Atem, ich hatte keinen Weg der Kommunikation, ich war total ausgeliefert… Totales Vertrauen eingefordert – beim dritten Treffen, beim dritten Mal BDSM.

Die weitere Session war schon ein Erlebnis, die Tränen trockneten, ich verdrängte, was da gerade mit mir passiert war. Ich weiss, dass er die Tränen gefühlt hat… Er hat irgendwann geschrieben „Denkst Du wirklich,dass ich gegangen wäre?“ – diese rationale Frage, Tage später, hat mich nicht wirklich beruhigt. Ich weiss, dass ich ihm hinterher gesagt habe, dass wir den Turnbeutel nicht mehr verwenden und dass diese Fesselsituation nicht geht für mich… Ich habe dabei gelächelt, wollte nicht, dass er sieht, wie sehr mich das mitgenommen hat, weil er sonst gegangen wäre – zu anstrengend, zu kompliziert, zu „standard“ … Ich hatte Angst… Angst, dass er geht, dass er es nicht versteht… Dass ich uninteressant werde – die anderen können sowas doch auch, da muss ich mithalten… Meine Grenzgänge, meine Schmerzbereitschaft, mein blindes Vertrauen – das sind meine USPs, damit kann ich mich interessant machen, damit kann ich seine Aufmerksamkeit haben, damit bekomme ich Zeit von ihm….

Danach fuhr er für 3,5 Wochen in den Urlaub, ich habe ihn 5 Wochen nicht gesehen. Ca. 1 Woche später fing der erste Drop an… (Nachzulesen hier und hier und hier ). Am Anfang bekam ich Emails wie „WAS IST DENN LOS MIT DIR?“, wirklich, in Grossbuchstaben… Er kannte Drops nicht, er wusste garnicht, dass es sowas gibt… Er fühlte sich aber auch nie verpflichtet, sich nachträglich darum zu kümmern. Ich glaube, dass er den ersten Drop nicht ernst genommen hatte. Für ihn war das ein weiteres Zeichen, dass ich ihn verliebt war und Aufmerksamkeit erschleichen wollte. Ich habe es aus Scham und aus „ich will ihn nicht nerven“ nie wieder angesprochen… Ich dachte ja auch, dass das irgendwie „normal“ ist, ich hatte keine Vergleichsmöglichkeiten, wusste nicht, dass und wie es anders geht.

Ich schrieb damals:

Bei uns gibt es ja mittlerweile fast keine Limits mehr und auch wenn ich ein Safeword habe, spielen wir heute “ich habe kein safeword” … bzw. der Deal war… ich kann mein Safeword benutzen, aber dann steht er auf, zieht sich an und geht… *gngngng*
(Bevor hier jetzt alle BDSM-Kenner und Doms aufschreien “DAS geht nicht, das ist schlechtes Domverhalten” – das war so abgemacht, wir “üben” für CNC … auf meinen Wunsch hin… Also Ruhe! *g*)

Es stimmt, ich war so naiv zu glauben, dass ich mich mit CNC für ihn unverzichtbar mache … Ich glaube er wusste damals schon, was das mit mir machen würde…. Er sagte damals Dinge wie „Ich habe Angst, was das danach mit Dir macht“ … Er hatte Recht – es hätte mich zerstört… Und er hätte es nicht auffangen können.

Fies – er verband mein Halsband mit meinen hinter dem Rücken verschränkten Armen… sinken die Arme, würge ich mich selber… DAS war dann wirklich Panik pur… weil ich während DT ja eh am “Ersticken” bin (ich weiß, ich übertreibe ein wenig… Büsschen!), beim Wegwühlen von ihm habe ich mir aber dann tatsächlich selber die Luft abgeschnürt… ich mußte mich aufsetzen, gegen den Druck seiner Hand, und dann hat er die Installation aufgelöst… (für mich fühlte sich das wie körperliches Safeworden an, aber das ist dann vielleicht das Talent des Doms zu unterscheiden, wie “ernst” eine Reaktion ist…?)

Es steht soviel „Falsches“ in diesen Sätzen, würde mir heute eine sub sowas beschreiben, ich würde ihr sagen, dass sie diesen Dom verlassen soll. Heute verstehe ich ansatzweise, sicher noch nicht ganz, wo diese Panik herkam. Sicher auch daher, dass dieser Satz am Anfang der Session gefallen ist, sicher auch daher, dass selbst wenn ich hätte safeworden wollen, ich dies nicht gekonnt hätte…. Wie denn? Dass ich es dann vielleicht trotzdem nicht mache, das liegt dann an mir – aber ich brauche die Option… ein kleines bisschen Restkontrolle…  Und ob H. immer so genau weiss, wie knapp solche Situationen für die sub sind? Mit dem Wissen von heute wage ich das durchaus anzuzweifeln. Ich weiss, dass ich keine „einfache“ sub bin, sicher durch solche Dinge keine einfachere sub geworden bin… Wunschzettelsub, Kampfsub…. Ja, aus Gründen… Ich weiss nicht, ob ich jemals wieder in der Lage sein werde, das zu machen, was ich mir so sehr wünsche – die Kontrolle abzugeben… Mich auszuliefern… Bedingungslos mein Leben in die Hand eines anderen Menschen zu geben und zu vertrauen, dass dieser darauf aufpasst… Und auch darauf aufpasst, dass keine seelischen Schäden entstehen und wenn sie entstehen, sie mit mir aufzulösen. Mir nicht das Gefühl zu geben, dass ich versagt habe… Dass ich anstrengend und kompliziert bin… Dass ich es besser hätte machen können, dass andere es besser können als ich und deswegen interessanter sind… Die Angst ist weiterhin da… Gestern reichte ein kleiner Ausblick auf ein Szenario von R. aus, um mich zusammenbrechen zu lassen., Die Tränen kullerten… Ich wollte, nein ich will das so gerne wieder können, aber ich kann noch nicht… Ich habe Angst…

Ich schrieb ausserdem:

Bei mir, und das möchte ich extra betonen, weil es glaube ich mind. 2 verschiedene Trigger für subdrop gibt – positive und negative… Bei mir auf jeden Fall positive, da gibt es überhaupt keine Frage und Diskussion… Ich denke, daß ich auch mittlerweile weiß, was die Erinnerungslücken zu bedeuten haben und das basiert alles (ALLES – wer es nicht verstanden hat, hier nochmal in groß) auf positiven Erlebnissen.
In den Foren wurde zuerst abgefragt, ob mein Dom gut zu mir ist, richtiges aftercare betreibt, das Fingerzeigen ging da ganz schnell in eine Richtung, die total falsch ist. Der arme Mann hat alles richtig gemacht und kann da überhaupt nichts dafür, im Gegenteil… ich bin ihm weiterhin sehr dankbar, daß er mir immer wieder aufzeigt, daß diese Welt meine Welt ist, daß ich da reinpasse, daß mir das Spaß macht und mich endlich angekommen fühlen lässt.

 

Achja *seufz* Ich habe immer versucht H. vor mir und vor anderen in einem guten Licht dastehen zu lassen, Loyalität bis ins Knochenmark…. Natürlich war der subdrop nicht durch einen positiven Trigger verursacht, keiner meiner Drops hatte einen positiven Background… Weil H. mich verlassen hätte, wenn ich es anders gesagt hätte … Er sagte damals in einer Email ungefähr etwas in der Tonaliät von „Wird das jetzt jedesmal passieren, wenn wir spielen?“  … Er sagte dann zwar, dass das nicht so gemeint sei…. Aber die Aussage stand im Raum… Keine Schwierigkeiten, Keinen Zeitaufwand, Nicht kompliziert… Also spielte ich alles runter, sagte ihm nicht mehr, wenn es mir schlecht ging, fing nicht an die Themen mit ihm aufzuarbeiten… Seine ganze Haltung mir gegenüber vermittelte mir „wenn Du kompliziert wirst, gehe ich“. Es ist also nicht seine Schuld, dass er mir nicht geholfen hat – er wusste von den meisten Dingen nichts. Ich stelle aber weiterhin die These auf, dass ein guter Dom garnicht erst wartet bis die Dinge eskalieren, sondern von sich aus um Kommunikation bemüht ist. Sich mit dem Wesen seiner sub beschäftigt und versucht sie zu verstehen. Und vorallem, dass er eine angstfreie Kommunikation anbietet.

Es braucht keinen Psychologen um zu verstehen, warum unsere Zeit geprägt war von guten Zeiten bei den Treffen und schlechten Zeiten zwischen den Treffen. Mir ging es jedesmal schlecht, ich durfte das nicht zeigen oder sagen, ich wollte seine Aufmerksamkeit und holte mir die auf dem einzigen Weg, den ich kannte… Streit-Provokation…. *seufz* Der Rest ist Geschichte.

Man kann ihm an diesen Stellen nur bedingt eine Schuld zu sprechen, wenn die Frauen, mich eingeschlossen, nicht mit ihm reden, dann kann er auch nicht reagieren. Nun, ich habe mit ihm geredet, sehr ehrlich und er hat alles dafür getan, dass ich das schnellstmöglich nicht mehr konnte. Es brauchte eine weitere sub, die ihm gestanden hat, dass es ihr schlecht ging … und auch ab und an noch schlecht geht, nach den Treffen mit ihm, damit er es ernst nimmt. Vielleicht hat er mich nachträglich ernst genommen. Da war und ist  es dann allerdings schon zu spät.

Was ich damals auch noch schrieb:

Der Autor (Jay Wiseman, SM 101) meint das ganz sicher nicht so, er weist nur auf sehr ausführliche Art und Weise auf die Gefahren hin, die existieren – keine Frage!
Aber wenn man das alles liest, bevor man überhaupt irgendwelche praktischen Erfahrungen gesammelt hat, fängt man wahrscheinlich garnicht erst an – oder fordert von seinem Spielpartner Dinge, die den dann gleich schreiend wegrennen lassen.

Hachja, ich werde das Buch nochmal lesen müssen. Ich will es nochmal lesen… Bewusst … Mit meinem Wissensstand von heute… Ich werde mich nicht mehr lustig machen darüber… Und ich fordere mittlerweile viel mehr von meinen Spielpartnern, ich bin sehr viel vorsichtiger… Wie gesagt, das macht es für mich sicher nicht einfacher einen Dom zu finden.

Es kostet mich auch bei R. sehr viel Kraft ihm zu sagen, was geht und was nicht geht. Ich bin an dieser Stelle sausensibel geworden… Es kämpft die sub, die sich hingeben will, mit der sub, die aufpasst…. Das ist so anstrengend und zermürbend… Und es trifft die Falschen… nicht den Verursacher, sondern die, die versuchen, es besser zu machen.

Was habe ich aus dem Schreiben dieses Textes gelernt?

Viel…. Ich habe erkannt, dass es nicht die Maske war oder die Fesselhaltung, die damals der Auslöser war, sondern der Satz, das Szenario und mangelndes Aftercare… Ich bin (noch) nicht bereit für Kontrollverlust… Ich brauche die letzte Möglichkeit etwas zu stoppen und zu wissen, dass der andere mich nicht verlässt, verurteilt oder gar verachtet. Das ganze Szenario war komplett auf meine Verlustangst ausgerichtet… Das steht auf meiner Hardlimitliste „Spiele nicht mit meinen emotionalen Triggern: Verlustangst, Liebes-/Aufmerksamkeitsentzug, keine erniedrigenden Kommentare zu meiner Figur“ … Meine Limits wurden nicht beachtet… Ich habe vertraut und habe verloren… Zum Grossteil mich selber, meine positive Naivität… Meine Möglichkeit, mich fallen zu lassen, zu vertrauen…

Mein Ziel:

Ich möchte wieder vertrauen können… Ich werde – in kleinen Schritten – mutig sein… Ich werde auch weiterhin über meinen Schatten springen und unangenehme Dinge ansprechen oder Dinge, die mir schwerfallen, weil sie peinlich oder persönlich sind… Ich werde daran arbeiten… Ich werde mich darüber nicht mehr definieren… Ich bin stärker als das, aber ich werde besser auf mich aufpassen müssen.

Neverending Story… Oder eben auch nicht

Neverending Story… Oder eben auch nicht

Die letzten Wochen waren wieder turbulent mit H.

Super besorgt meldete er sich bei mir, als er von dem Unfall gehört hatte, er hat mich besucht und wir haben einen netten, sexfreien (wie auch mit dem Arm?) Abend verlebt. Wie immer war ich ehrlich, vielleicht zu ehrlich.
Die Hintergrundstory: Seit ich ihn kenne ist er auf eine tumblr-Bloggerin scharf. Ich hatte mit ihr zuerst Kontakt, als ich den subdrop hatte, damals hat sie mir sehr geholfen. Ich habe ihr damals allerdings auch viel von meiner Situation und damit von H. erzählt und sie meinte immer, dass das und damit er nichts für sie wäre. Sie an meiner Stelle würde gehen. Nun… mittlerweile haben die beiden sich angefreundet und flirten sehr offensichtlich auf tumblr miteinander. Sie werden sich treffen. Sie ist genau sein Typ, ich nehme an, dass er schon verknallt ist und sich verlieben wird. Habe ich ihm auch so gesagt – ich sag‘ ja – vielleicht zu ehrlich. H. flirtet ebenfalls mit seiner neuen sub, die hat allerdings keinen Account, schaut nur ab und an auf seine Seite. Die 3. oder 4., je nachdem, ob man mich mitzählen möchte oder nicht, treibt sich nicht auf tumblr rum. Vielleicht ist sie die Schlauste!

Die ersten Posts dieser Art, nachdem ich die Zusammenhänge gerafft hatte, haben mich ziemlich mitgenommen und getroffen… und das habe ich H. gesagt… Aus dramatischen Erzählgründen habe ich gesagt, dass ich hätte Kotzen können. Hätte ich zwar wirklich, habe ich aber nicht. Nun, wie dem auch sei –  aufgrund dieser Aussage kam H. Dienstag nochmal vorbei. Weil – per Email klären wir sowas nicht mehr, das haben wir gelernt, das können wir nicht.

An diesem Abend dachte ich, dass es ein erfolgreiches Gespräch war… Wir haben über C. und ihn gesprochen, es gibt soviele Dinge, die in diese komplizierte Situation mit reinspielen. Mich stört, dass ich ihr soviel von mir erzählt habe. Mich stört, dass er mit jeder Frau flirtet, nur nicht mit mir – bewusst, wie er sagt. Es stört mich, dass sie – obwohl sie von mir weiss und weiss, dass ich mitlese – so respektlos ist … aus ihr purzelt alles raus – ungefiltert …. Das ist wie ein Livestream… Ich weiss, wann sie chatten, worüber sie sprechen, dass sie sich treffen, was für Pläne sie schmieden, dass er ihr ein Foto seines Schwanzes geschickt hat… All das steht für die ganze Welt sichtbar.

Wo ist der Mann, der Paranoia bekommt, wenn ich mich mit 2 subs über den Einsatz eines Hitachi an einem männlichen Glied unterhalte, weil er das Gefühl hat, dass ihn das unter Zugzwang setzt?

Den gibt es wohl nur bei mir. Im Krankenhaus hat er mir seine Telefonnummer gegeben – nach einem halben Jahr… da musste ich mir erst die Knochen brechen, damit wir mal telefonieren. Nunja, die Freude wurde getrübt als ich Anruf und er mir die Nummer seines Geschäftstelefons gegeben hatte.

In unserem Gespräch am Dienstag fragte er mich wieder – zwar indirekt, aber dennoch hing die Frage im Raum – ob ich sicher sei, dass ich nicht doch in ihn verliebt sei. Bei dieser Frage möchte ich einfach jedem, der sie mir stellt, vor die Füße kotzen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in dieser Situation war… Das nervt einfach.

Ich führte ein regelrechtes Verkaufsgespräch, ich wollte ihn unbedingt überzeugen, dass wir das schaffen. Mein Optimismus war ungetrübt. Trotz aller Tiefschläge – ich wollte nicht aufgeben. Ich bin eifersüchtig, das ist mein Problem, er hat da keine Rücksicht drauf zu nehmen – an sich.

Nette Pointe: Vor einiger Zeit hatten wir die umgekehrte Situation, ich stellte gewisse Dinge auf meinem tumblr ein, nahm Rücksicht auf ihn. Er sagte mir damals, dass ich machen muss, was ich will und auf ihn einfach keine Rücksicht nehmen solle. Ich meinte damals, dass er von mir verlangen würde, dass ich etwas machen soll, von dem ich weiss, dass es ihn verletzten könnte. Er sagte: Das muss Dir egal sein.Gut, ich pfefferte ihm genau diese Worte am Dienstag abend zurück. Er muss tun, was er tun will, ohne Rücksicht auf meine Gefühle und ich muss dann einfach für mich die Konsequenzen ziehen.

Er stellte auch wieder in Frage, ob ich eine Beziehung, wie sie ihm vorschwebt führen könne. Meine Augen rollten glaube ich an die hintere Hirnwand. Ich hätte weitaus weniger Probleme, wenn ich ihn einfach anlügen würde.

Zur Kommunikation: Ich habe eingesehen, dass Emails für uns nicht die Kommunikationsform sind. Insofern verzichte ich auf das, was ich als total normal empfinde – mich per Email zu unterhalten, zu flirten, Kopfkino zu zaubern etc.pp.

Aber: Das heisst nicht, dass ich generell auf eben das verzichten kann oder möchte – ich brauche Aufmerksamkeit, ich brauche kleine Flirts im Alltag, ich brauche Kopfkino und Mindfucks…

Einfach nicht mehr miteinander zu kommunzieren und nur noch Termine abzusprechen, das funktioniert für mich tatsächlich nicht. Ich habe ihm gesagt, dass ich meinen Teil des Kompromisses erledigt habe. Ich verzichte auf die Emails, ich habe an mir gearbeitet, ich habe neue Männer und Frauen am Start. Sein Teil des Kompromisses steht noch aus. Aber ich kann den Neustart nicht alleine machen, er muss es wollen und er muss Teil des Teams sein.

Der Abend hatte eine harmonischen Ausklang, wir sprachen über Dinge, die sich bei mir im sub-Sein geändert hatte, Dinge, die wir machen wollen, küssten uns zum Abschied sehr intensiv und verblieben, dass ich den „Pace“ vorgebe, wie es mit meinem Arm nun weitergeht.

Heute ist Samstag, Donnerstag gab es eine Email von ihm, dass wir „in touch“ bleiben sollen, dass er an mich denkt, wie es meiner Seele geht und die obligatorische Frage nach meinem Arm. Ich habe relativ lange darauf geantwortet und auch ehrlich gesagt, dass ich die Situation weiterhin schwierig finde und es mich verletzt, aber ich damit eben klarkommen muss.

Heute bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich habe gestern sehr lange mit meiner besten Freundin gesprochen… Ich weiss, wie sich das für Aussenstehende anhört… Stünde ich draussen und würde diese Geschichte hören, würde ich sagen: „Schiess ihn ab. Er ist nicht gut für Dich, er ist einfach nicht der Richtige. Er gibt Dir nicht, was Du brauchst.“

Ich erwarte nicht viel, eigentlich ist es lächerlich … Ich bin sooooo einfach zufrieden zu stellen – ab und an ein tumblr-Post, der mir gewidmet ist oder eine Reaktion auf meine Posts. Einfach mal ein „ich bin heute morgen aufgewacht und ich und mein Schwanz haben Dich vermisst“ … Ich brauche keine 24/7 Betreuung, keine grossen Gesten … ich möchte einfach nur das, was die andern Beiden auch bekommen. In einer offenen oder Poly-Beziehung, in der es (angeblich) keine Hierarchien unter den Frauen gibt, keine Bevorzugung, keine Lieblinge, sollte das eigentlich gesetzt sein.

Ich habe eine Email verfasst, die ich noch nicht abgeschickt habe… im Auszug steht da folgendes:

Ich sollte Dich nicht überzeugen müssen, dass wir funktionieren können.
Ich sollte Dir nicht immer und immer wieder bestätigen müssen, dass ich NICHT in Dich verliebt bin.
Ich sollte Dich nicht um Aufmerksamkeit bitten müssen.
Ich sollte Dich nicht darum bitten müssen mit mir zu flirten.
Ich sollte mir nicht wünschen müssen, dass Du auf tumblr was für mich postest, damit die Anderen sehen, dass es mich gibt.
Ich sollte Dir diese Email nicht schreiben müssen.

Nochmal: es geht nicht darum, dass Du andere Frauen hast und auch nicht, dass Du öffentlich mit Ihnen flirtest… Das mache ich auch! Es geht darum, dass Du es mit mir nicht tust … Auf keinem Kanal! Und DAS habe ich nie gemacht. Weil ich weiß, wie sich ignoriert werden anfühlt.

Und so möchte ich mich einfach nicht mehr fühlen.
Möchte ich auf Dich verzichten? Eigentlich nicht.
Möchte ich, um Dich haben zu können, auf den Spaß, die Aufmerksamkeit, das Flirten, das Kopfkino verzichten? Nein

Das Ende der Email ist noch offen. Ich glaube nicht, dass ich ihm ein „Ultimatum“ stellen kann… Dh natürlich KANN ich, aber ich kann mir das dann auch selber beantworten. Und eigentlich will ich diejenige sein, die es diesmal beendet. Ich habe das Gefühl mich die letzten Wochen total erniedrigt zu haben. Ich fühle mich ignoriert, Liebes- und Aufmerksamkeitsentzug. All diese Dinge stehen auf meiner Hardlimit-Liste für Doms. Nun gilt die für H. nicht in den Zeiten zwischen den Sessions. Für mich allerdings schon, denn ich durchlebe diese Dinge.

Ich frage mich die letzten Tage, warum ich mir das überhaupt antue. Klar, der Sex war toll und ich habe ihm echt viel zu verdanken. Aber deswegen muss und sollte ich mich selber nicht verlieren.
Ich weiss, dass ich denke, dass ich diese Behandlung verdient habe. Ich weiss, dass ich Minderwertigkeitskomplexe habe. Ich weiss, dass ich schon immer das Gefühl hatte, dass ich zu kurz komme (Zweites-Kind-Syndrom). Ich weiss auch, dass das nicht seine Probleme sind.

Mir ist auch aufgefallen, dass ich ihm gerne die wichtigen Dinge vorspreche und er nur noch „ja“ oder „stimmt“ sagen muss… Am Dienstag habe ich zusammengefasst, dass wir beide nicht aufeinander verzichten wollen und dass wir einander wichtig sind. und habe ihn gefragt „Stimmts?“ und er sagte „Stimmt“. Von sich aus, würde er sowas nicht sagen – vielleicht schreiben, aber dann muss es schon extreeeeeeeeeeeeem kritisch und notwendig sein.

Im Drop habe ich ihn öfter gebeten, mir Feedback zu geben, mir zu sagen, was ich gut mache oder was ich besser machen kann. Ich habe ihn gebeten, mir die Emails zu schicken, wo er über mich spricht (das hatte er damals angeboten). Bis heute ist das nicht passiert…  Während er KATALOGE von Lobhudeleien hat und dieses Blog jederzeit aufrufen kann, wenn er sein Ego aufbauen will. Das ist einfach nicht fair.

Diese ganze Beziehung ist im Ungleichgewicht: Er bestimmt wie und wieviel wir kommunzieren, er bestimmt, wann und wieivel wir uns sehen… Ich möchte das nicht…

Ich weiss, dass wir etwas Grossartiges haben, wenn wir uns sehen und wenn wir spielen. Das Drumherum ist weiterhin nicht in Ordnung. Er hat mich gefragt, ob ICH mit allem klarkomm. Mittlerweile frag ich mich, ob ICH hier eigentlich das Problem bin.
ICH habe verstanden wie Poly und offene Beziehungen funktionieren, ICH kommuniziere und ICH behandel alle Beteiligten mit Respekt. Meine neuen Männer wissen von H., wissen, dass er auf tumblr ist und dass es gewisse Regeln im Flirt dort gibt. Und obwohl H. auf der geblockten Liste steht und meine Posts nicht sehen kann, poste ich ab und an was für ihn. Damit es fair ist… Damit er sich nicht vernachlässigt fühlt, wenn er mal auf meinen Blog geht.
Weil ich so bin – ich bin loyal (bis zu meinem eigenen Untergang), ich bin empathisch und ich bin reflektiert, ich bin jederzeit gewillt mich zu ändern, wenn mein Verhalten einen andere Menschen verletzt. Ich arbeite gerne und hart an mir… Ich bin positiv und unterstützend, ich streichel Egos und sage aber auch meine Meinung und die Wahrheit.

Warum muss ich ausgerechnet an den einen Mann geraten, der das einfach nicht zu schätzen weiss und der nicht über seinen Schatten springen kann und mir auf halbem Weg entgegen kommen kann. Und warum muss mir dieser Mann auch noch wichtig sein?

Ich habe das erste Kapitel nicht alleine verbockt… Ich bin sicher die gewesen, die am Meisten gelitten hat. Dennoch bin ich in der Lage zu sagen „Schwamm drüber, Neuanfang … was gewesen, ist gewesen – lass uns was Neues aufbauen“

Meine Freundin hat gesagt, dass ich mal überlegen soll, ob ich wirklich IHN gut finde oder ob ich vielleicht eher das Potential gut finde, dass er meiner Meinung nach hat. Dieser Gedanke lässt mich nicht mehr los… Weil ich fürchte, dass etwas Wahres dran ist. Weswegen es mich so enttäuscht, wenn er sich so A-Typisch verhält…

Wie bei allen Drops, wie bei dem Ding mit dem 3er, wie jetzt mit der Neuen und dem Verhalten mir gegenüber…

Eigentlich müsste ich den Beiden wiederum dankbar sein… Mit jedem Post distanziere ich mich ein Stück mehr, verliere ich ein bisschen mehr den Respekt, wird es mir ein bisschen egaler…

Rational weiss ich, was ich tun muss …. der letzte Schritt fehlt noch, aber der dauert nicht mehr lange.

Also bitte, keine Kommentare, dass ich ihn abschiessen soll…. Ich weiss das! Ich bin noch nicht bereit ihn aufzugeben… Ich weiss nicht mal, ob es ein Fall von „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – ich weiss nicht mal, ob ich die noch habe….

Es musste irgendwo mal raus….

Das Gespräch

Das Gespräch

Es hat doch alles seinen Sinn im Leben – so auch die Tatsache, dass H. das Treffen zum Gespräch mehrfach verschieben musste. Ja, ich war sauer, enttäuscht und gefrustet, dass es so war, aber ich muss im Nachhinein sagen, dass diese 3 Wochen Zwangspause und Nachdenkenszeit gut waren. Ich merke vermehrt, dass ich länger an Dingen knabbere, bis ich die Ursachen erkenne und so war es auch hier.
Wäre zum ersten Termin hauptsächlich der letzte Drop und der Dreier Thema gewesen, war schon zum zweiten Termin klar, dass es eigentlich um Grundsätzliches geht. Zum dritten und finale Termin, war ich soweit, dass ich zumindest meine Verhaltensweisen klar analysiert hatte, die Beweggründe erforscht hatte und mir da auch sehr an die eigene Nase greifen musste, weil ich – und das ist meine größte Aufgabe für die Zukunft – einfach nicht klar genug kommuniziere. Es überrascht mich selber immer wieder, aber es ist so, ich sage scheinbar nicht klar und deutlich, was ich möchte, was ich nicht möchte und vorallem sage ich sehr selten sehr deutlich, wenn etwas für mich nicht in Ordnung ist oder ich vielleicht Hilfe gebrauchen könnte. Und das sind dann eben auch Dinge, die ich niemand anderem als mir vorwerfen kann. Klappe aufmachen und sagen, was Sache ist, Frau Lila! Das hämmer ich mir jetzt einfach solange ein, bis es sitzt.

Soviel mal vorab… Die Gesprächdetails erspare ich Euch … Fakt war, ich hatte die ganze Zeit ja schon dafür gesorgt, dass klar war, dass das kein Bashing-Rosenkrieg-Gespräch sein soll. Und auf H’s Hinweis, dass er das Gespräch für mich machen würde, konnte ich guten Gewissen sagen, dass ich das nicht möchte – sondern, dass er es für SICH macht… Weil auch er daraus was lernen kann… Und das wollte er ja immer – lernen und verstehen…  Dass ich wollte, dass das der Kontext des Gespräches wird, das hatte ich hier ja schon mehrfach betont. Also achtete ich darauf, dass ich sehr bei mir blieb, betonte, wie sich etwas für mich angefühlt hat oder wie etwas für mich angekommen ist… Und was die Konsequenzen daraus waren… wenn ich mich nicht verstanden gefühlt hatte oder in der elendigen Casual-Todesfalle steckte, die in meinem Kopf ein Verbot darstellte ihm „zur Last“ zu fallen und einfach mal zu sagen „du, ich brauch das jetzt“ … wie gesagt – klarer kommunizieren, was ich möchte, brauche, wenn ich Hilfe brauche… *mantrawiederhol* An einem Punkt sassen wir beide mit Tränen in den Augen auf meiner Couch, nahmen uns in den Arm … sprachen weiter… An irgendeinem Punkt wurde es wirr, weil dann alles aus mir raussprudelte, weil ich merkte, dass er mir wirklich zuhört… Ich glaube schon, dass ich einiges gesagt habe, was er nicht gewusst hat … Und das, ich wiederhole mich, hätte ich vielleicht einfach klarer sagen müssen. Sicher hätte er auch einfach die Kommunikationswege offener gestalten können, er wird sicher zukünftig an dieser Schraube auch anderen gegenüber etwas drehen… 🙂

Am Ende waren und sind wir uns einig: Wir passen zu gut, als dass wir es einfach wegwerfen wollen, aber wir müssen einen neuen Weg finden. Unser „Problem“ ist tatsächlich die Kommunikation. Zum Einen die Kommunikation, wenn wir uns nicht sehen – Email ist nicht unseres…. Daher werden zukünftig über Email nur „Smalltalk“ oder – sollte es dazu kommen – Terminabsprachen geführt oder eben der Aufruf „Mir geht’s schlecht, ich brauche Hilfe“… weiteres nicht, dann müssen wir eben sehen, wie wir uns spontan sehen können, um das zu Klären… Alles andere ist tabu in Emails.
Das Andere ist die Session-Kommunikation: Ich muss für mich rausfinden, wo meine Grenzen liegen… Da ich keine wirkliche Schmerzgrenze habe, aber dennoch hinterher oft emotional damit zu kämpfen habe, muss ich rausfinden, woran ich merke, dass DAS jetzt grade zuviel ist. Ich habe durchaus eine Limitliste, aber die ist sehr klein und umfasst eher emotionale Limits als Technik-Limits. Daran feile ich ja bereits in den Neu-Kontakten, das hilft schon sehr mir einfach klarzumachen, was ich möchte. Diese Aufgabe habe ich auch von meinen „Mentoren-Doms“ bekommen, die beide in nächster Zeit meine gestaffelten Limitlisten sehen wollen. Also Limits für Neu-Doms, Limits für vertraute Doms, Softlimits, Hardlimits etc pp.

Schon im Vorfeld, dann aber auch im Gespräch mit H. ist mir z.B. klar geworden, dass ich einen Rahmen brauche – Ich brauche das Vorgeplänkel zum Eintauchen, ich brauche eine Art „Startschuss“ und ich brauche aber auch einen Abschluss. Ein Grund für die angespannte Situation zwischen und meinen doch häufiger vorgekommenen Drops war unsere Morgenrunde. So schön sie war und ja, meist habe ich sie initiiert, aber wenn sie vorbei war, war eben meist keine Zeit mehr für Kuscheln oder langsam raustauchen… Dann ging es ZackZack unter die Dusche und aus der Tür raus… Mein Kopf hat dann sofort auf Funktionsmodus umgeschaltet… Herz und Bauch waren aber noch nicht soweit… Hätte ich ihm nicht früher sagen können, das ist einer der Punkte, der jetzt erst bei längerem Nachdenken rauskam… Ich kannte mich ja selber nicht wieder, meine Arbeit litt, mein Freundeskreis litt aber mein Kopf war mit irgendwas beschäftigt und ich wusste nicht mit was… Nun denn, jetzt weiss ich es. Und weiss demnach eben auch, dass ich einen runden Abschluss brauche… Und wenn es nur die 5 Minuten kuscheln oder gemeinsam fertig machen sind…

Weitere Lektion aus diesem „Drama“ – ich muss mehr auf meinen Bauch hören … und man muss mir gestatten auf meinen Bauch zu hören und mich nicht anzupflaumen, wenn ich das tue … und wenn das bedeutet, dass ich ein Date absage, weil man mir zu gestresst „klingt“ … dann habe ich das gute Recht dazu… und sollte nicht befürchten müssen, dass man mich verlässt oder sauer auf mich ist oder sonst irgendwas in diese Richtung.

Wir hatten einfach ein beschissenes Timing, haben beide an vielen Stellen alle Warnsignale ignoriert, die Bauchmeldung meinerseits und die Kopfmeldung seinerseits zur Seite geschoben und einfach weitergemacht… Lektion gelernt.

Wie geht es weiter?

Es ist erstmal Pause … Ich brauche Zeit … Das war jetzt alles ein bisschen viel auf einmal, ich möchte meinen Kopf wieder klar bekommen, mein Leben wieder in regulären Bahnen verlaufen lassen, meine Aufgaben erledigen und – zur Ruhe kommen. Die Suche nach anderen Doms verläuft so ruhig wie die letzten Wochen, ich treibe mich auf den Plattformen rum, ich beantworte Emails, schreibe aber proaktiv gerade keine … Wenn mein Bauchgefühl an irgendeiner Stelle aufmuckt, dann beende ich den Kontakt … Früher als ich es vorher getan hätte. Wenn sich daraus etwas entwickelt, wunderbar … Ich bin aber nicht böse, wenn das noch ein bisschen dauert.

Bei mir steht beruflich meine stressigste Phase an, da brauche ich meine Kraft und meinen Kopf … das geht so mit Mitte/Ende März…. Ich peile Anfang April an, bis dahin sollte alles wieder in ruhigeren Fahrwassern sein … Dann wird folgendes aber einer meiner Wünsche sein: Ich will keinen Status und keine Standards… Das bin ich nicht… Das funktioniert für uns nicht … Und wenn wir dieses Besondere nur sein können, wenn wir uns selten sehen – dann werden wir uns nur selten sehen. Vielleicht merken wir auch in der Zeit bis dahin, dass uns nichts fehlt oder uns jemand anderes besser geben kann, was der jeweilige sucht… Vielleicht treffen wir uns im April zum „Spielen“ wieder und haben beide ein blödes Gefühl dabei, vielleicht wird es großartig… Wir haben beide keine Glaskugel… Ich für meinen Teil brauche die auch nicht, ich habe Kapitel 1 jetzt abgeschlossen, meine Aufgabenliste ist voll und wann Kapitel 2 weitergeht, werden wir sehen…

Meine Abenteure-Highheels sitzen perfekt und der Leatherman beschützt mich… Ich habe alle Zeit der Welt – Was will ich mehr?

Heiko adè

Heiko adè

Es war abzusehen und zu erwarten, daher kommt es nicht überraschen.

Aber heute morgen befand sich die Abschiedsemail von H. in meinem Briefkasten und ich war tatsächlich ein wenig erleichtert. Ich hätte wirklich nicht gewusst, wie das, was kaputt gegangen ist, wieder zu reparieren gewesen wäre. Und er sieht es genauso.

Plus, wie ich immer sage, ich bin zu anstrengend – zumindest für jemand, der das als Casual und Spass sehen möchte.

Die Lektion ist gelernt: Ich kann casual spielen, aber nur bis zu einem gewissen Grad, wenn ich mehr von mir geben muss/möchte/soll, brauche ich andere Rahmenbedingungen und ein sichereres Gefüge.

Es geht also weiter – ich muss mal schauen, bei welchem Buchstaben ich überhaupt stehen geblieben bin?

Vorerst brauche ich aber glaube ich eine kleine Date-Pause. Das System muss mal zur Ruhe kommen, der Kopf frei werden und die diversen Narben rund ums Herz (auch wenn es keine Liebesbeziehung war, gemocht hat man sich ja schon) müssen erstmal verheilen.

Aufstehen – Abputzen – Krönchen zurechtrücken und weitergehen….

Kollisionsschäden

Kollisionsschäden

Puh, also die letzten 10 Tage könnte gerne jemand von mir geschenkt haben. Ich weiss, auf lange Sicht, wird mir auch diese Phase irgendwie lehrreich sein und ich werde in irgendeiner Form etwas für mein Leben mitnehmen – momentan ist es einfach nur anstrengend.

Der Drop nach dem letzten Treffen war hart, unter anderem deswegen, weil ich einfach doof war.

Noch mitten in der Verarbeitungsphase habe ich mir von H. vom Treffen mit einer anderen erzählen lassen, keine gute Idee. Ich bin ja mit nicht geringen Komplexen ausgestattet, einer davon ein grandioser Minderwertigkeitskomplex … prima Idee sich da gleich eine Vergleichsstory erzählen zu lassen. Zumal das Meiste, was die Beiden angestellt haben, Dinge sind, die ich nicht kann – ich habe 2-3 Dinge, die mich einfach in Panik ausbrechen lassen, die haben dort stattgefunden. Also ging die Abwärtsfahrt in vollstem Tempo weiter.

Ein Angebot von H., das ich angenommen hatte und das mir sicher auch geholfen hätte, wurde leider nicht erfüllt und ich war enttäuscht, gleichzeitig erforschte ich die Gründe des Drops… Bin da auch weiter, das hilft mir aber nicht weiter, weil auch das an der Vertrauensbasis zu H. nagt … Und diese Gedanken mag ich nicht. Mit allem Drama und Auf- und Ab das wir haben, es gab nie eine Frage am Vertrauen und am Sicherheitsgefühl. Der eigentlich stabile Rahmen hat ein paar Dellen bekommen.

Plötzlich kommt von H. die Anfrage, ob die Andere (Nennen wir Sie MissA) meinen Blog lesen dürfe. Die Vorgeschichte ist, dass das eigentlich die MFF-Kombi hätte sein sollen, in der ich dann auch mal ausprobiert hätte, wie Dominanz sich so anfühlt. Der Wunsch ist ja da.

MissA las also meinen Blog, irgendwann kommt eine Email von H. an MissA mit mir in CC, der die Kommunikationskanäle öffnet und für mich steht der Hinweis drin „Wenn Du das nicht möchtest, sag Bescheid“.

An sich kein Drama, aber ich bin scheisse schlecht im Nein sagen, habe den unbedingten Drang es allen Recht zu machen und zu gefallen. Ausserdem ja, ich war neugierig. Und ich dachte, wenn ich sie schon dominieren will, muss ich ihr die Möglichkeit geben, mich kennenzulernen. Ich dachte, es sei meine Pflicht als Spielpartner. Also sagte ich nichts. Obwohl ich in meinem Inneren wusste, dass es grade die komplett falsche Zeit war. Ich schlief keine Nacht durch, meisten heulte ich mich ohne den Grund zu kennen abends in den Schlaf und die Tage verbrachte ich zwar auf der Arbeit aber mit einer Gehirnhälfte war ich ständig am Grübeln. Nun denn, ich sagte nichts  und sagte damit „ja“.

Irgendwann kam die erste Email, irgendwann wechselten wir auf Whatsapp … In all diesen Phasen, habe ich H. mehrfach gefragt, ob er sicher ist, dass das eine gute Idee sei, ob er wissen wolle, was wir besprechen etcpp. Es kamen immer Antworten, die einer wegwischenden Handbewegung gleich kamen.

Ich habe mich in den Gesprächen daran gehalten, was ich verantworten kann, er könnte von meiner Seite aus die Unterhaltung jederzeit lesen. Auf der anderen Seite bin ich mir nicht so sicher. Was aber wohl Sie und ich in gleichem Umfang gemacht habe, war ihn permanent darauf anzusprechen, was die Andere wisse und was er mit der Anderen alles Tolles machen würde.

Ich kenne Frauengespräche dieser Art, ich finde Sie seit jeher Scheisse und überflüssig. Irgendwann fängt, gerade wenn es um einen Mann geht, das Vergleichen an. Dazugenommen, dass beide Frauen Komplexe haben…. Ich glaube ich muss nicht mehr sagen.

Dann kommt auf einmal eine Anfrage von MissA, ob ich am kommenden Donnerstag, den ich H. angeboten hatte, Zeit für den 3er haben würde. Er hätte sie gefragt und sie hätte Lust.

Joh………

Das sass. Nicht nur, dass ich zum zweiten Mal in einer Woche überrumpelt wurde. Mir stellte sich die Frage, wie er auf die Idee kommt, dass nach dem Drop und den ganzen unausgeprochenen Fragen und Themen, die Option des 3ers für das nächste Treffen überhaupt gegeben sei. Oder wie er es anstellen würde, dass er meine Bedingung erfülle, dass ich ihn vor dem 3er sehen würde. (Er geht ja gerne mal davon aus, dass ich 24/7 Zeit für ihn habe, ich wusste, vor dem Donnerstag geht nix). Und dann die Tatsache, dass sie mich fragt… wirklich?

Ich ließ dann als kleine Retourkutsche sie die Email an ihn in unserer beider Namen schreiben.
Um die Story abzukürzen, hiernach dauerte es nicht lange und bei mir knallten die Sicherungen durch. Weder hatte er sich für eine der Zugzwang-Situationen entschuldigt, noch eingesehen, dass der Termin einfach auch für ihn als „mein Dom“ eine No-Go-Situation hätte sein müssen. Müssig zu sagen, dass der Emailverkehr eskalierte. Und wir zum ersten Mal die Situation haben, dass wir in einem Patt gegenüber stehen.
Ich kann seinen Standpunkt nachvollziehen, finde ihn aber falsch. Ob er annähernd verstehen kann, was meine Beweggründe sind? Ich habe keine Ahnung mehr.

Den Kontakt zu ihr habe ich abgebrochen, ihr auch erklärt warum. Zurück kam ein „Also ich habe damit kein Problem, Du scheinbar schon“.
So, nun hatten also beide die Schuld an der ganzen Situation erfolgreich in meine Schuhe geschoben, die Zeigefinger beide in meine Richtung gelenkt … Ich reagiere übertrieben und habe die Dinge nicht unter Kontrolle. Na, wenn die beiden das sagen…

Alleine diese Situation hat schon Dellen in mein Vertrauen zu H. geschlagen, wenn ich mich nicht darauf verlassen kann, dass er in solch einer Situation ein Gespür für Zeitpunkt und Rahmenbedingungen hat, weil er davon ausgeht, dass wir erwachsen sind und selber entscheiden können, was wir tun und wieviel wir einander erzählen und er sich von allen Verantwortungen der Dynamik freimacht, was soll ich dazu noch sagen? Was macht er dann im 3er-Spiel? Was macht er vorallem danach? Wie kann er allen gerecht werden?Ich weiss es nicht mehr…

Im Zuge dessen fiel mir irgendwann auf, dass wir im Vorfeld der Benutzung des Gags darüber gesprochen hatten, dass ich unbedingt eine andere Form der Kommunikation brauche. Ich hatte gelesen, dass es in solchen Fällen Dinge gibt, die sub festhält und loslässt, wenn sie safeworden möchte. Oder dass Dom verbal oder per Handdrücken abcheck, ob alles in Ordnung ist. Und aufgrund meiner Panik bezüglich Gags weiss ich, dass ich da drauf bestanden habe, dass wir das vorher machen.  Das ist nicht passiert.
Als ich das bei der Reflektion im Drop festgestellt hatte, hatte ich eine dermassen erschreckende körperliche Reaktion… Ich kann das garnicht beschreiben, heiss, kalt, heulen, einfach daliegen und nichts mehr spüren wollen. Mein Urvertrauen war erschüttert…. er hatte es vergessen …
Klar, ich habe es auch vergessen, aber ich weiss ja oft garnicht, wann wir was benutzen, wusste also garnicht, ob der Gag überhaupt benutzt würde. Und als er ihn mir anlegte, war ich schon so im Spiel drin… Ich habe da nicht drüber nachgedacht. Aber es erklärt diese überaus heftige Reaktion hinterher und die Tiefe des Drops.

Dazukommt, dass er mir von einer Möglichkeit des Spielens für ihn erzählt hat, die mich sein ganzes Bewertungssystem in Frage stellen lassen. Da ich ja das Meiste von ihm gelernt habe und auch seine Ansichten und Vorgehensweisen im Kennenlern und Verhandlungsstadium sehr gut finde, erschreckt es mich, dass er etwas vorhat, was einfach alle Vorsicht in den Wind schiessen würde. (Nicht mit mir, aber die Tatsache, dass er sowas in Betracht zieht)

Mein meist gedachter und gesagte Satz ist: Ich erkenne Dich in diesen Handlungen und Entscheidungen nicht wieder.

Stand heute – wir sprechen nicht, der Donnerstag (heute ist Dienstag) steht noch … Ich weiß, dass es gut wäre ihn zu sehen und zumindes zu sprechen, Lust habe ich keine … und schon garnicht zu spielen. Ich bin sonst nicht gut im Anschweigen, ich bin sauer und enttäuscht genug, dass ich es aushalte.
Im Endeffekt tut er mir vielleicht einen Gefallen, vielleicht ist genau DAS der Kick, den ich brauche, um mich endlich nach anderen Männern umzusehen und Distanz zu ihm aufzubauen.

Grenzgang

Grenzgang

Ich habe mir diesmal wirklich Zeit gelassen, diesen Eintrag zu verfassen. Mir ging es nach der letzten Session mit H. nicht wirklich gut, es hat gearbeitet, es hat mich Kraft gekostet, nach tagelangem sehr intensiven Gesprächen per Email, bin ich soweit wieder hergestellt, dass ich schlafen kann und alles ein bisschen in besserer Perspektive betrachte.

Zum Treffen selber: Eigentlich sollte es ein ganz grossartiges Feuerwerk werden, wir hatten uns den Tag ausgesucht, weil wir beide am Folgetag freihatten, wir hatten die 2.000ste Email zu feiern (dazu später mehr) und wir mussten 2 Emailexplosionen schlichten und aufs neue Jahr anstossen.

Leider ist H. manchmal (sorry) ein Sklave (hehe) seines eigenen Terminkalenders und so hüpfte unsere Anfangszeit wild durch die Gegend, es gab vor lauter Stress kein Vorgeplänkel und keine Anweisungen und ich war kurz davor einfach garnicht hinzufahren, weil ich mich extrem unwillkommen gefühlt habe und das ist jetzt nicht zwingend das beste Gefühl, um einen erotischen Abend miteinander zu verbringen. Erwartet hat mich dann auch ein sichtbar gestresstes Etwas…  In solchen Fällen hilft was? Genau! Alkohol! 🙂

Nach unserem üblichen Gesprächsnachholbedarf, Klärung der neuesten Minen und anderen abzuhakenden Themen, legten wir dann endlich los… *g* Und ich muss schon wieder gestehen, dass ich die Reihenfolge nicht mehr so ganz hinbekommen. Ich versuche mal die Highlights zusammen zu bekommen.

Ich liebe es ja, wenn er mich beisst, gerne oft und gerne überall und gerne mit Spuren… diesmal hat er sogar meinen Nippel blutig gebissen, das Raubtier. *g*
Ausserdem gab es 2 Kerzenladungen (da werden wir demnächst vorher alle Klamotten entfernen, gell H.?)
Wachs bringt mich ja wirklich um den Verstand, ich liebe es einfach. Dann kam die Entfernung: Diesmal der Versuch mit dem Gürtel. Auch nicht so erfolgreich. Hat hier jemand Ideen, wie man das Entfernen von Wachs erotisch, aufregend, gerne auch schmerzhaft aber zumindest mal erfolgreich gestalten kann? Sollte ich zB meinen Körper vorher ein“fetten“/ölen? Also, Tipps sind herzlich willkommen.
Dann leckte er mich noch zum ersten Orgasmus…. er kann das halt einfach *seufz*

Eigentlich waren ja 200 Wäscheklammern, einige davon an Ziplines, als Feier zur 2000ten Email geplant, aber weder er noch ich hatten 200 Holzwäscheklammern organisiert, geschweige denn diese aufgefädelt… Was aber im Nachhinein ganz gut war… gesetzt hat er glaube ich insgesamt 6: Nippel, Zunge, Schamlippen und Clit… Danke fürs Gespräch, für den Anfang absolut ausreichend… An die 200 werden wir uns Stück für Stück rantasten. Zunge finde ich ganz äußerst fies und unangenehm… Ich war auch wirklich wütend auf ihn, als er die Schamlippen abgezogen (!!!) hat, so dass ich hinterher seiner Hand, die mich streicheln wollte, zweimal ausgewichen bin.
Erste neue Erkenntnis: Diese Art von Schmerzen, so geil es ist, macht mich aggro. Danach bitte erstmal einen Moment nicht anfassen …

Dann machten wir die erste Pause, da haben wir dann im Selbstversuch den Unterschied zwischen Plastikklammern und Holzklammern getestet. Er meinte (Jaaaa, ich durfte Klammern anstecken *g*) keinen Unterschied zu spüren, ich finde Holz netter… Einbildung? 🙂

H. war sehr offen und so durfte ich mein Nervenrad mal an ihm ausprobieren, damit er versteht, was das mit einem macht. Ich glaube, dass es ihm gefallen hat. Nach den diversen Tests und viel Gelächter (ich muss das „Sadist“ sein noch ein bisschen üben *g*), ging es weiter… und wie… *g*

Wir zogen endlich mal in sein Schlafzimmer und sein Bett um, auf dem Bauch liegend wurde ich in Spreadeagle festgemacht, der wunderbare Hitachi unter mich geklemmt und (mehr oder weniger) fixiert… Oooouuuuuuuh… fantastisch! Vorallem als er sich dann auf mich setzte und damit den Druck erhöhte und meine Fluchtmöglichkeiten verminderte… *gngngngn*

Dann legte er mir meinen neuen lila Ballgag an… ich hatte und habe vor Knebeln  ja extremen Respekt und wusste auch nicht wirklich wie ich darauf reagieren würde. Ging aber besser als befürchtet, fand es sogar richtig gut, sabberte wie Socke 🙂

Dann fickte er mich, erst in die Pussy und dann Anal… Wunderbar! Dann kam die Hand an den Hals, ich liebe es einfach. Irgendwann stand er auf und ging weg… Ich hatte zwar immernoch den Hitachi unter mir, war aber dennoch leicht irritiert… Als er zurückkam, legte er den Gürtel um meinen Hals und ritt mich richtig… Im wahrsten Sinne des Wortes… 🙂

Der Gürtel war so eng, dass das Rauschen im Kopf einsetzte, ich aber immernoch notdürftig Luft holen konnte. Faszinierenderweise habe ich glaube ich mehr Druck auf den Gürtel ausgeübt als er… Vielleicht wollte ich unterbewusst mal testen, wann ich ohnmächtig werde. Zumindest hatten wir beide glaube ich ziemlich viel Spass gehabt *grins* Mein Rücken, auf dem er das Nervenrad dann anwendete, war sehr sehr schön markiert – es hat zwar sauweh getan, aber das war es wert. Ich bin ja froh, dass er es überhaupt benutzt, angenehm ist allerdings was anderes *g*

Neue Erkenntnis 2: Ich bin nicht suizidgefährdet aber sicher todesmutig….

Die Nacht war dann schon nicht so toll, ich habe mich selber ständig mit Wimmern und Seufzen geweckt, ich weiss nicht, wieviel er davon mitbekommt, aber richtig schlafen ist was anderes.

Die Abmachung war ja eiiiiiigentlich ausschlafen, das ist für mich ohne Weckerstellen … Monsieur hatte da irgendwie anders geplant und so klingelte um 9 Uhr, als ich grade wieder am abdriften war, der Wecker und so wachte er dann auf… *seufz* Wir müssen an unserer Kommunikation arbeiten….

Am Abend vorher hatten wir darüber gesprochen, dass ihm Handjobs fast besser gefallen als Blowjobs… Prinzipiell funktionieren bei ihm die meisten Dinge, die man sonst so bei der Spezies Mann machen kann, eh nur bedingt… *augenroll* Also – Handjob am Morgen diesmal…

Geeeeeeeee, ich kann jetzt langsam Männer verstehen, die beim Pussy lecken einfach irgendwann müde werden.. Nach einer Weile, einer gefühlten Ewigkeit, musste ich aufgeben… und ihm die Führung zurückgeben… Ging dann zu dem Teil über, den ich meiner Meinung nach richtig gut kann, dem Rimmen. Irgendwann gabs (natürlich!) DT und dann (halleluja!) gabs ein „in den Mund abspritzen und daneben schiessen“-Facial… *g*

Erkenntnis 3: Ich muss mehr Armmuskel-Training machen

Meine Versuche, ihn dann per Körpersprache und Seufzen und Schnurren dazuzubekommen, noch etwas für mich zu tun, blieben ungehört … *seufz*

Immerhin bekam ich noch einen Kaffee *g* Man soll ja nicht sagen, dass der Mann keine Manieren haben würde 😛

Ich habe ja immer ein bisschen Schwierigkeiten, wenn wir uns Verabschieden wieder im normalen Leben anzukommen… Diesmal war es keine Ausnahme. Es ging und geht mir soviel im Kopf rum … Ich kann das schwierig erklären. Zum Einen fahren meine Gedanken einfach Achterbahn, es gibt in solche Situationen soviel zu verarbeiten, soviel Fragen für MICH zu beantworten, soviel Gefühle zu sortieren … Dabei geht es weniger um Moral sondern mehr um meine eigenen Dämonen… Meine Komplexe … Ich finde es spannend, wenn auch kräftezehrend, mich damit zu beschäftigen … Das Resultat ist dann, dass ich einen kompletten Samstag durch meine Wohnung laufe, die Tränen laufen über das Gesicht (keine traurigen Tränen, die laufen einfach so) und ich erledige mein Tagewerk so gut es geht. Ich brauche viel Schlaf, viel Ruhe, ich bräuchte sicher Nähe und Zuwendung, die es dann aber eben nicht geben kann… also dauert es wahrscheinlich länger als müsste, aber so ist es eben…

Zurückbleiben die Erkenntnisse 1-3 und ein bittersüßes Gefühl des Weiterkommens… nur in welche Richtung….?