WMDEDGT 12/2016

WMDEDGT 12/2016

Nach einem Wochenende mit Schlafmangel (Wenn man in meinem Alter freitags bis 4 Uhr wach ist, dann rächt sich das…), klingelt heute der Wecker… klingeln DIE Wecker besonders früh… Um 8 Uhr muss ich zum Blutabnehmen bei meinem Doc sein, schaffe ich gerade so.

Mein Hausarzt hat tolle MTA’s, die die Abneigung meines Körpers kennen, Blut herzugeben – nach einigen Versuchen nehmen die Blut immer nur noch aus dem Handrücken. Ist einfacher und weniger schwerzhaft für mich und geht viel schneller 🙂
HEUTE empfängt mich aber der Azubi… sehr höflicher junger Mann, der mir nicht zu nahe treten will, aber doch mal die Männerblutdruckmanschette holt *chrchrchr* Er misst auch den Puls und sagt überrascht: „Machen Sie Ausdauersport? Das sind ja tolle Werte!“ SO niedlich 🙂
Mutig schnappt er sich dennoch meinen Arm, erst den Rechten, und schaut in die Armbeuge… klopfte, guckte, mmmhhhte … nahm die Hand, schaute sich den Handrücken an und murmelte, dass er lieber die andere Seite nochmal anschauen würde. Dort wiederholte sich das Spielchen und er guckte mich dann an und meinte „Da hole ich Ihnen lieber den Doc!“. Ich hätte ihn auch üben lassen, bin ja nicht so und gegen Nadeln habe ich ja nichts. Er wollte aber nicht. Der Doc kam dann, nahm meine Hinweise an und piekste einmal schnell in den Handrücken und das wars.

Dann flugs zur Arbeit – immer noch den Urlaub aufholen – mit 1 Person weniger weil Dauerkrank kommen die Kollegen nicht dazu großartig Urlaubsvertretung zu machen.

Gegen 19 Uhr gehe ich heim, eigentlich wollte ich Wäsche machen und auch hiermit wollte ich anfangen => Projekt von Mia! Bitte mitmachen!!

Ich habe dann lediglich sehr hungrig den Rest meines Hackbratens gegessen, Kerzen angezündet und 3 Folgen „Code Black“ geschaut und bin dabei schon fast eingeschlafen. Dezember sind bei mir einfach immer zu voll.
Um 23 Uhr liege ich im eiskalten Bett (Keine Heizung im Schlafzimmer), mit einer Wärmflasche und schlafe bei irgendeinem Film ein.

WMDEDGT 10/2016

WMDEDGT 10/2016

Frau Brüllen fragt wie jeden Monat – Was machst Du eigentliche den ganzen Tag?

Bitte sehr, meine Antworten.

Um 6 Uhr klingelt der Wecker, nein – die Wecker – 5 Stück sind es Mittwochs und Freitags, weil ich Physio und Therapie habe an den Tagen, zu – meiner Meinung nach- UNCHRISTLICHEN ZEITEN!
Erwähnte ich, dass ich Eule bin und kein Frühvogel…? 🙂
Augen auf schaffte ich dann doch erst um 6:45 – dann wurde ich leicht panisch, weil ich um 7 Uhr das Haus verlassen muss, um pünktlich zu sein, und heute war Haare waschen dran.
Alles easy gemeister, allerdings gab es „nur“ Mascara und nicht auch noch Eyeliner – man muss Prios setzen.

7 Uhr das Haus verlassen – brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.
7:30 Uhr bei der Physio angekommen, keine Physio da.. nur der Kollege. Mit dem eine Runde über Fussball und vereiterte Wunden gequatscht. In Moorpackung gelegt worden 🙂
Von 8-9 Uhr den Verspannungen und Schmerzen im Nacken und Kiefer gewidmet… Eieieieiiii das waren Schmerzen. Die Anspannung muss ja scheinbar irgendwo hin und momentan wohl in Nacken und Kiefer. Note to self: Zahnarzt nach Beiss-Schiene fragen. Hat hier jemand Erfahrung mit den Dingern?

9:30 PC auf Arbeit angeschaltet, versucht dem Mail- und Telefonchaos Herr zu werden.
12:00 Wieder von Chefin in eine unsinnige, zu emotionale Diskussion verwickelt worden – habe die abgebrochen und meine Bürotür geschlossen.
12:30 Uhr Mittag am Platz mit You-Tube-Videos zum Aufheitern.
13:00 Uhr Erstes Meeting – mit Arbeit rausgegangen
14:30 Uhr Zweites Meeting – mit Arbeit rausgegangen
17:00 Uhr Richtung Therapie aufgeschwungen
17:50 Uhr Angekommen, nachdem die StraBa nicht weiterfuhr und ich eine ganze Ecke Weg laufen musste, kam 20 Minuten zu spät. Sowas bringt mich an den Rande eines Nervenzusammenbruches.
In der Therapie fiel dann irgendwann das Thema „Mobbing“ … ich schluckte, sowas möchte ich nicht … Kein Opfer sein. De-Eskalationsmethode muss ich noch Lernen, das wird für jemand wie mich echt schwer. Meine Therapeutin macht sich Sorgen um mich.
18:30 Uhr Heimweg: Gegrübelt, warum ich nur Männer-Freunde in meinem Leben haben, denen ich oft total egal zu sein scheine. Die es nicht über sich bringen, mir zu sagen, dass sie es schade finde, wenn ich zu einem Termin nicht kann… oder wir uns Wochenlange nicht sehen. Oder Männer-Freunde, die immer da sind, wenn SIE was von mir wollen, aber umgekehrt nicht für mich da sind, wenn ich sie brauche. Und ja, das sind nur Männer. Bei Frauen-Freunden habe ich das Problem nicht. Sind meine Ansprüche an Männer-Freunde andere als an Frauen-Freunde? Grübel, Grübel… Eine Welle Selbstmitleid nach der anderen …
19:15 Uhr: Frustriert in den Supermarkt – Kürbis möchte ich. Bekomme ich nicht. Eigentlich ideales Futter für Frustkäufe – bleibe brav und besonnen.
19:45 Uhr: Daheim – Abendbrot machen und über Laptop ärgern, alter rödeliger Rechner braucht ca. 3 Stunden für ein Windows-Update. Derweil mehrere Folgen „Orange is the new black“ geschaut… Liebe die Serie.
22:00 Uhr: Rückzug ins Bett – zuviel geärgert heute, zuviel Kraftreserveren aufgebraucht, zuviel Angst vor neuem Depri-Schub… Alleine die Angst zu bekämpfen und sie nicht zuzulassen kostet soviel Energie. Wunsch nach einem Energie-Spender. Einen Mal-Einfach-So-in-den-Arm-Nehmer. Kann doch nicht so schwer sein.

WMDEDGT – Juli

WMDEDGT – Juli

Frau Brüllen fragte, wie an jedem 5. des Monats, „was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

Hier die Antwort:

Momentan habe ich eine Frühaufsteher-Phase – soll heißen, es gibt nur 3 Wecker und die funktionieren auch nach 2mal weiterdrücken und so stehe ich um 7:30 Uhr unter der Dusche. (Der erste Wecker klingelt um 6:45h).
Heute laufe ich zur S-Bahn, weil der restliche Tag den ÖPNV bedarf, also Tagesticket und kein Fahrrad *menno*
Im Büro wartet schon meine viel zu gut gelaunte Azubine auf mich, die voller Tatendrang auf neue Aufgaben wartet.

Mit ihrer Hilfe bereite ich mich auf den Nachmittagstermin vor und freue mich durchaus darauf.

Um 11 Uhr geht es zum Betriebsrat, wir haben Sitzung im kleinen Arbeitskreis. Spannende Themen und interessante persönliche „Schwingungen“ zwischen 2 Personen, von denen ich das so nicht erwartet hatte – huch.
Mittags geht es rüber zu unseren Foodtrucks, der Organisator bekommt eine Tüte Gummibärchen, weil er 40 geworden ist – ich kenne den Bedarf an süßen Trostpflaster 🙂

Bevor es um 14 Uhr ins nächste Meeting geht, bespreche ich mit meiner Chefin und bin wieder mal erstaunt, wie mehrere Menschen in einem Meeting sitzen können und jeder eine andere „Message“ mitnimmt. So werde ich also zurückgepfiffen, weil „man noch nicht so weit sei gedanklich“, sichtlich frustriert verlasse ich ihr Büro und geh‘ erstmal kopieren zum Abreagieren. Im Meeting bin ich dann leider nicht mehr so euphorisch wie noch zuvor bin außerdem gehetzt, weil wir wie immer 10 Minuten zu spät anfangen und die Animositäten unter den Leuten spürbar sind. Ich bin zu harmoniebedürftig für so’n Scheiss.

15:40 hetzte ich, weil zu spät, aus dem Büro zur Physiotherapie, wo ich – nur 5min zu spät – auf ein glühendheißes Moorkissen gepackt werde… und das gestern, wo mir eh so warm war 🙂
Meine Physio hat letzte Woche ein Seminar besucht und probiert das neu-erlernte Wissen an mir aus und siehe da – ich kann tief einatmen ohne Krampf und auch die Wirbelsäule entspannt sich sichtlich – wie macht die das bloß? 🙂

Ich mache mich auf den Weg zu meiner Mutter, dort wartet unsere „Fußpflege“ auf mich – eine Wohltat. Mit meiner Mutter ist es mittlerweile entspannter, zum GANZ entspannt fühlen fehlt glaube ich noch ein wenig Zeit. Ich fahre mit einem Carsharing-Auto nach Hause, halte im Rewe und komme erstmal nicht aus dem Parkhaus raus. Die Carsharing-Autos haben manchmal eine „Parkhaus-Funktion“, deswegen ging die Einfahrtschranke zwar auf ohne einen Schein auszuspucken, die Ausfahrt wollte dann aber einen bezahlten Parkschein fressen. Dank der Stimme aus dem Automaten konnte ich dann aber doch nach Hause fahren.

Bei Sushi (Veggie) und Gyoza habe ich mir Masterchef Australien gegönnt und wieder was gelernt: Man kann mit Mastik kochen. Ich kannte das nur als Bartklebre aus dem Theater. Everyday’s a schoolday!

Dann habe ich eine neue Serie angetestet „Roadies“ – nach zwei Folgen kann ich noch nichts definitives sagen außer – Hat mich nicht gelangweilt.

Bin dann dennoch sehr geknickt ins Bett gegangen, weil zu später Stunde noch eine Nachricht kam: „Juhu, wir haben uns schon auf einen Termin für den Mädelstrip geeignet … Datum XXXXXX“. Leider kann ich da nicht und hätte das auch sofort sagen können, wenn man mich mal gefragt hätte. Als Antwort bekam ich „Naja, dann bist Du halt nicht dabei, aber die Müttermädels können da und haben sich das schon so und so vorgestellt“. Es munterte dann auch nicht mehr auf, dass man mich darauf hinwies, dass ich ja auch was Schönes machen würde, wenn der Termin schon besetzt sei, das Erlebniskonto würde also gefüllt.

Das ist das 3. Mal in 2 Wochen, dass mir sowas passiert. Dadurch, dass ich immer alle Zügel in der Hand hatte, hatte ich diese Probleme früher nicht und fühlte mich auch nie einer Gruppe nicht zugehörig. Jetzt lasse ich die Zügel schleifen und dann passiert sowas. Das ist etwas bitter muss ich sagen.

Aber auch sowas hält mich nicht vom Schlafen ab, 23.45 geht das Licht aus.